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Viertes Laterankonzil


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Das 4. Laterankonzil ist das bedeutendste Konzil des Mittelalters . Es wurde durch die Bulle Vineam Domini Sabaoth von Papst Innozenz III. vom 19. April 1213 einberufen und fand im November 1215 im römischen Lateran statt. Es war das 12. ökumenische der katholischen Kirche .

Wegen seiner breiten Teilnehmerschaft wird es "Allgemeines Laterankonzil" genannt: anwesend waren einundsiebzig Patriarchen und Metropoliten einschließlich der (lateinischen) Patriarchen von Konstantinopel (wegen der Kreuzzugseroberung Konstantinopels 1204 blieben so gut wie alle Griechen und Jerusalem 412 Bischöfe und 900 Äbte und Priores . Die Patriarchen von Antiochia und Alexandria waren durch Abgesandte vertreten Kaiser Friedrich II. Kaiser Heinrich Latin von Konstantinopel und Könige von Frankreich England Aragon Ungarn Zypern Jerusalem. Die Zahl der westlichen Abgesandten übertraf ca. 20 östlich-lateinischen Vertreter bei weitem.

Deklarierte Ziele des Papstes waren die des katholischen Glaubens vor der Bedrohung durch Häretiker die Unterstützung der Kreuzfahrerstaaten in Palästina nach dem missglückten 4. Kreuzzug 1204 (siehe: Königreich von Jerusalem) und die der kirchlichen Freiheit im Investiturstreit .

Der Papst präsentierte dem Konzil siebzig formulierte Dekrete mit Formulierungen von Dogmen Disziplinarentscheidungen Maßnahmen gegen Ketzer und den Bedingungen des nächsten Kreuzzugs .

Am Konzil selbst erfolgte wenig mehr ein Abnicken der vorgelegten Beschlüsse. Dazu gehörten:

  • gegen den Dualismus der Katharer wird die Einheit alles Geschaffenen als Geschöpfe einschließlich der leibhaftigen Existenz des Teufels und der Dämonen verkündet
  • die Deklaration der Wandlung ( Transsubstantiation ) beim Sakrament des Abendmahls
  • die Verfahren und Strafen gegen Häretiker : überführte und verurteilte Ketzer seien nach Jahr Exkommunikation ohne Umkehr der weltlichen Gewalt zu zwecks Bestrafung durch Gütereinzug und Verbannung etwaige träfe im Weigerungsfall der Bann
  • Ermahnung an die griechische Kirche sich mit römischen Kirche wieder zu vereinigen und sich Bestimmungen zu unterwerfen damit es nur "eine und einen Hirten" gäbe
  • die Proklamation des durch die gesamte Antike Papst primates - nach dem Papst kommt das den Patriarchaten in folgender Reihenfolge zu:
  • Regelung des öffentlichen Gottesdienstes an Orten mit Bevölkerung die unterschiedlichen Riten anhängt
  • Errichtung öffentliche Schulen für Geistliche an jeder
  • Die Bestimmungen für die Führung des Klerus u.a. folgende Verstöße:
    • Unzucht
    • Trunksucht
    • die Jagd
    • der Theater- und Spielebesuch
    • Die ärztliche Betätigung von Priestern wird untersagt
  • Es wird Priestern untersagt Todesurteile zu fällen solchen mitzuwirken oder darauf hinzuwirken. (Canon 18)
  • das Omnis utriusque sexus (" Jeder beiderlei Geschechts ") die jedem Christen der die Mannbarkeit hatte verpflichtete alle seine Sünden dem Priester einmal jährlich zu beichten
  • Juden und Muslime wurden zum Tragen einer sie von Christen unterscheidenden Tracht gezwungen.

  • Den Abschluss bildet das Dekret des Aufrufs Kreuzzug in das Heilige Land der wegen des Todes des Papstes zustande kommt.
  
Das Konzil bestätigte auch die Erhebung II. zum Kaiser des Heiligen Römischen Reichs

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