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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 17. Juni 2019 

Vietnamesische Sprache


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Vietnamesische Sprache

a. Allgemeine Einführung in die Sprache Schrift Die gegenwärtige vietnamesische Sprache wurde erstmals September 1945 als die offizielle Verkehrs- und des Landes eingeführt. Heute sprechen fast 81 Millionen [LE02] Menschen in Vietnam und fast Millionen Auslandvietnamese (überwiegend in USA und Australien)

Nach der Statistik von SIL’s Ethnologue Vietnamesisch hinter Französisch auf dem Platz 14 22 meistgesprochenen Sprachen der Welt.

Die Entwicklung der vietnamesischen Sprache und steht unter sehr großem Einfluss der wechselvollen Vietnam die sich durch zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen ausländischen Eindringlingen und Versuchen der Einflussnahme gekennzeichnet

Über 1000 Jahre chinesischer Fremdherrschaft in (111 v. Chr. bis 968) müssten Vietnamesen als Amts- und Bildungssprache akzeptieren. Dies führte Übernahme zahlreicher chinesischer Wörter vor allem aus gesellschaftspolitischen und kulturellen Bereich in die vietnamesische

Nachdem 10. Jahrhundert wurde Ðại Việt hieß Vietnam zu dieser Zeit gegründet dennoch Chinesisch bis ins 13. Jahrhundert eine zentrale für die vietnamesische Kultur. Alle literarischen Werke in der sogenannten „Chữ Hán“ verfasst.

„Chữ Hán“ bedeutet wörtlich Schrift der damit war das Chinesische gemeint. „Chữ Hán“ sich zum Chinesische vor allem in der

Nichtsdestotrotz konnte „Chữ Hán“ nicht die der Vietnamesen ausdrücken viele vietnamesische Laute und ließen nicht mit „Chữ Hán“ auffassen. Daher die vietnamesischen Gelehrten anfangs der 13. Jahrhundert Anlehnung an chinesische Hieroglyphen und auf der der vietnamesischen Sprache eine eigene vietnamesische Schrift als „Chữ Nôm“ bezeichnet wurde.

Die Entstehung der „Chữ Nôm“ lässt in zwei Phasen unterteilen:

In der Anfangsphase „đồng hóa chữ (Vereinheitlichung der „Chữ Hán“) wurde„Chữ Hán“ dazu um systematisch die häufig genutzten vietnamesischen Wörter Begriffe wie Eigennamen Sachen Tiere etc. die den Dokumenten vorkommen zu vereinheitlichen. Diese Lehnwörter dann als „Hán-Việt“ (sino-vietnamesische Wörter) bezeichnet.

In der kommenden Phase wurden neben „đồng hóa chữ Hán“ auch systematisch neue Wörter in die „Chữ Nôm“ eingeführt die bestimmten Schreibregeln entstanden sind. Die neu entwickelten und neue Wörter ermöglichten den Vietnamesen nun Laute und Wörter genauer niederzuschreiben.

Zwischen 18. und 19. Jahrhundert erreichte Nôm“ endlich ihren Höhepunkt. Sie hatte ihre endgültig hinter sich war nun eine vollwertige (siehe Abbildung 1 auf der nächsten Seite). Philosophen Schriftsteller und Politiker veröffentlichten ihre Werke dieser Schrift. Ein berühmter Schriftsteller unter ihnen Nguyễn Du. Seine Werke unter anderem „Truyện haben ihren Bekanntheitsgrad wie die „Faust“ von Seine Werke sind heute Pflichtlektüre in fast Schulen in Vietnam.

Dennoch konnte „Chữ Nôm“ nicht die Nutzung in der Bevölkerung finden da zu Zeit die politische Lage instabil war. Eine ersetzte die andere. Ein zweiter Grund war „Chữ Nôm“ schwierig zu erlernen als erwartet Aus diesen Gründen wurden die beiden Schriftsysteme Nôm“ und „Chữ Hán“ parallel bis zu der 19. Jahrhundert genutzt.

  

Im 16. Jahrhundert begannen katholische Missionare Portugal Spanien und Frankreich in Vietnam zu Da „Chữ Nôm“ und „Chữ Hán“ für Zwecke ungeeignet waren begannen sie mit Hilfe vietnamesischen Gläubigern und Geistlichen an einer neuen zur Verbreitung der christlichen Lehre zu arbeiten. Schrift heißt „Chữ Quốc Ngữ“ (Schrift der „Chữ Quốc Ngữ“ ist eine Schrift die lateinischem Alphabet basiert und mit Zusatzzeichen für 6 Töne und einige besondere Laute ausgestaltet. lag das Ergebnis ihrer Arbeit in Form Wörterbuchs (Từ điển An Nam - Bồ Nha / Dictionnarium annamiticum lustanum et latinum) dem französischen Jesuiten Alexandre de Rhodes vor. Quốc Ngữ

Die Entstehung der „Chữ Quốc Ngữ“ sich in drei Phasen unterteilen:

I. Giai Ðoạn Phôi Thai (Entstehungsphase): - 17. Jahrhundert

Als die katholische Missionare aus Europa ihrer Verbreitung der christlichen Lehre begannen standen vor zwei großen Problemen. Einerseits müssten die erfunden werden damit die vietnamesische Laute richtig Basis lateinischem Alphabet niedergeschrieben werden konnten. Andererseits die Struktur der vietnamesischen Sprache erhalten bleiben anderem die Einsilbigkeit der Sprache. (mehr dazu nächsten Abschnitt)

Christofora Borri Francisco de Pina Francisco Buzomi waren die großen Pioniere. Sie haben Hilfe von einigen vietnamesischen Gläubigern und Geistlichen alle vietnamesische Laute die für ihre christliche notwendig waren auf „Chữ Quốc Ngữ“. umgeschrieben und damit die ersten Grundsteine für die der vietnamesische Sprache gelegt. Dennoch gab es keine einheitliche Schreibweise für die Transkription. Einige schrieben „Chữ Quốc Ngữ“ nur nach ihren Das folgende Beispiel zeigt ein Wort das geschrieben ist: [LV03]

Omgne (Christoforo Borri 1618-1621) Ungne (Jaõo 20-11-1621) Ongne Unguè ( Gaspar Luis 12-12-1621) (Gaspar Luis 1-1-1626) Onghe (Antonio de Fontes Heute wird das Wort wie folgt geschrieben: Nghè“ (der Doktor)

Ein weiteres interessantes Beispiel für die „Chữ Quốc Ngữ“ ist:

„Con gno muon bau tlom laom chian” 1) Heute wird der Satz wie geschrieben: Con nhỏ muốn vào trong lòng Lang chăng? (Willst du in die katholische eintreten?)

  
Wenn wir nun die Beispiele laut sich sprechen werden wir feststellen können dass Laute „unscharf“ klingen und da Vietnamesisch eine ist müssen die Schreibweisen vereinheitlicht werden.

Das Problem haben Gaspar d’Amaral Antoine Barbosa Alexandre de Rhodes auch damals erkannt. benutzten konsequent die 6 eingeführten Zusatzzeichen (mehr im nächsten Abschnitt) um die Laute genauer Das Ergebnis ihrer Arbeit ist in Form drei Wörterbüchern bekannt:

1. An Nam - Bồ Đào von Gaspar d’Amaral (geb. 1592 - ges.

 (Dictionarium Annamaticum - Lusitanum)  
2. Bồ Đào Nha - An von Antoine de Barbosa (geb. 1594 - 1647)
 (Dictionarium Lusitanum - Annamiticum)  
3. An Nam – Bồ Ðào – LaTinh von Alexandre de Rhodes1)
 (Dictionarium Annamiticum Lusitinum et Latinum)  
  

Aus irgendeinem Grund waren die Originale ersten beiden Wörterbüchern verloren gegangen. Die Sprachhistoriker dass sie bei der Transport von Macao Manila verloren gingen. Nur das Wörterbuch von de Rhodes wurde am 05.02.1651 in Rom vom Priester Francisco Piccolomineus zum Druck freigegeben. Wörterbuch markierte quasi die Geburtstunde der „Chữ Ngữ“.

Der Inhalt des „Dictionarium Annamiticum Lusitinum Latinum“ umfasst drei Kapiteln.

a. Teil I. Linguae Annamaticae seu brevis declaratio (dieser Grammatikteil besteht aus 8 und hat 31 Seiten: Kapitel I .- literis et syllabis quibus hase lingue constat und Silben in der Vietnamesischen Sprache) Kapitel De Accentibus et aliis signis in vocalibus Kapitel III.- De Nominibus (Nomen) Kapitel IV.- Pronominibus (Pronomen) Kapitel V.- De Aliis Pronominibus Pronomen) Kapitel VI.- De Verbis (Verben) Kapitel De Reliquis oratiomis indeclinabilibus () Kapitel VII.- quacdam ad syntaxim pertinentia (Syntax)

b. Teil II. Dictionarium Annamiticum seu cum lusiatna et latina declaratione. Dieser Teil das eigentliche Wörterbuch. Er hat keine Seitennummerierung umfasst ca. 900 Spalten (umgerechnet ca. 225 Zu jeder „Chữ Quốc Ngữ“. stehen eine und eine lateinische Übersetzung.

c. Teil III. Index Latini sermonis. Teil listet alle „Chữ Quốc Ngữ“ mit auf.

  
Hier sind einige Beispiele die uns drüber geben wie ähnlich „Chữ Quốc Ngữ“. dieser Zeit der gegenwärtigen vietnamesischen Schrift geworden

Damals Heute Deutsch cà cà Tomate cả alle cá cá Fisch tlẽ trẻ tle tre Bambus

II. Giai Ðoạn Cải Tiến (Modernisierungsphase): - 18. Jahrhundert

Die Modernisierung der „Chữ Quốc Ngữ“ dass die Schreibweise völlig neu bearbeitet wurde. intensive Nutzung von Zusatzzeichen und die Ersetzung Konsonanten durch neue Konsonanten hatten dazu beigetragen „Chữ Quốc Ngữ“ viel kompakter und eleganter Ferner wurden die zahlreiche Nutzungsregeln für die verbessert und die Nutzung der Konsonanten vereinheitlicht. dazu im nächsten Abschnitt)

Pierre Joseph Georges Pigneau de Béhaine seine vietnamesische Gläubigern haben die Modernisierung eingeleitet. Ergebnis war ein Wörterbuch „Việt – La (Dictionarium Annamatica - Latinum). Leider starb er bevor er sein Wörterbuch veröffentlichen konnte.

Erst nach fast 35 Jahre später der Missionar J.L. Tabert in Saigon die von Pigneau de Béhaine fort und begann sein Wörterbuch zu arbeiten. Die Besonderheit an Wörterbuch ist dass er zusammen mit seinen fast alle gängigen Gedichten und Sprichwörtern von Nôm“ nach „Chữ Quốc Ngữ“ übersetzt hatte. Jahre 1838 wurde sein Wörterbuch „Nam Việt Hiệp Từ Vựng“ (Dictionarium Annamatico - Latium) Serampore Extypis J. C. Marshman gedruckt.

Hier sind einige Beispiele die die verdeutlichen: Vor der Modernisierung Nach der Moderniserung

 blõ trở werden mlòy lời Stimme 
tlêi trẩy gehen oũ ông du/Sie(männlich) Konsonanten bl ml tl ũ wurden duch l tr ng ersetzt.

III. Giai Ðoạn Phát Triển (Verbreitungsphase): 18. Jahrhundert bis heute

Bis in die Mitte der 18. war „Chữ Quốc Ngữ“ nur „Mittel zum von der katholischen Kirche. Sie haben sie genutzt um ihre christlichen Lehre zu verbreiten. war „Chữ Quốc Ngữ“ nur für katholische vorbehalten. Danach wurde „Chữ Quốc Ngữ“ von eingesetzt um ihre Protektorat in Vietnam zu „Chữ Hán“ und „Chữ Nôm“ wurden in Zeit systematisch durch „Chữ Quốc Ngữ“ und ersetzt. Französisch für höhere Schulen und Verwaltung „Chữ Quốc Ngữ“ für die restliche Bevölkerung.

Im September 1945 wurde die Demokratische Vietnam gegründet und „Chữ Quốc Ngữ“ wurde offizielle Staats- und Verkehrsprache erklärt.

Die relative leicht erlernbare „Chữ Quốc kam dem zunehmenden Bedürfnis vieler Vietnamesen Lesen Schreiben auch noch als Erwachsene zu lernen Zahlreiche Bücher Gedichte Redewendungen Zeitschriften von vietnamesischen und Übersetzungen aus europäischen Sprachen die seit 30er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in großer veröffentlicht wurden trugen zur Verbreitung der Schriftsprache

b. Die Charakter der Vietnamesischen Sprache genetische Einordnung der vietnamesischen Schrift ist umstritten. existieren vier unterschiedliche Theorien. A. G. HAUDRJCOURT das Vietnamesische der Mon-Khmer-Gruppe im Rahmen der Sprachfamilie zu; nach H. MASPÉRO gehört das zu den Taisprachen im Rahmen der sinotibetischen P. K. BENEDICT erkennt im Vietnamesischen sowohl zu den Mon-Khmer- als auch zu den Neu dabei ist dass er beide Sprachgruppen austroasiatischen Familie zuordnet. GEORG F. und BARBARA stellen Vietnamesisch und Mường1) als eigene Sprachfamilie da sie keine durchgehenden Ähnlichkeiten mit anderen aufweisen. [LD03]

Vietnamesisch gehört zu den monosyllabischen Sprachen. jede Silbe hat eine eigene Bedeutung (Morphem). Lautelemente der Silbe sind nach ganz bestimmten angeordnet und liegen im Verhältnis zum silbentragenden in einer festgelegten Reihenfolge. Die Zahl der welche in der Silbe vorkommen darf vier überschreiten. Zu den Lautelementen der Silbe gehören silbentragende Vokal der nichtssilbentragende Vokal (Halbvokal) der Silbenanfang stehende Konsonant (Anfangskonsonant) und der sich Silbenende befindende Endkonsonant. Nach der Anordnung der in den Silben ergeben sich verschiedene Silbentypen dazu im Abschnitt „Kompositionsalgorithmus“).

Ist eine Silbe Trägerin eines vollen so ist sie meist auch ein Wort. Silben werden sehr häufig zur Bildung mehrsilbiger herangezogen somit stellen sie quasi den Grundwortschatz Sprache dar. Zu den einsilbigen Wörtern zählen auch die sogenannten bedeutungstragenden phonetischen Komponenten die im Zusammenhang mit der Bildung mehrsilbiger Wörter sind. Sie können deshalb nicht als Wörter werden sondern Morpheme. Beispielweise haben Komponenten wie in „khán giả“ (Zuschauer) und „hữu“ in nghị“ (Freundschaft) nicht die Fähigkeit selbstständig als aufzutreten sondern besitzen vielmehr nur wortbildende Funktion.

Die meistens vietnamesischen Wörter sind einsilbig. steigt die Tendenz der Entwicklung von einsilbigen den mehrsilbigen Wörtern da neue Fremdbegriffe vor Fachbegriffe aus English nicht mehr trivial übersetzen Typische Beispiele dafür sind die Begriffe aus Internetbereich: „trang chủ“ (home) „đăng nhập“ (login)

Das Vietnamesische ist eine isolierende Sprache es gibt keine Flexion die Wörter bleiben Im Satz werden die Beziehungen des Wortes anderen Wörtern nicht durch die Struktur des ausgedrückt. Nur durch ihre Stellung im Satz deutlich welcher Art die Beziehungen zwischen den sind und welche Funktionen diese im Satz (mehr dazu im Abschnitt „vietnamesische Grammatik“)

  

c. Vietnamesisches Alphabet

  
Abbildung 2: Vietnamesisches Alphabet

Dem Vietnamesischen Alphabet liegen 22 Buchstaben lateinischen Alphabets zugrunde: a b c d g h i k l m n p q r s t u v y. Diese 22 Buchstaben reichen jedoch nicht die Wiedergabe der vietnamesischen Laute aus deshalb ergänzende Zeichen eingeführt. So gehören zum vietnamesischen die zwei modifizierten Buchstaben ơ und ư. die Kürze einiger Vokalen wiederzugeben wurden die diakritischen Zeichen ^ und ˘ eingeführt: â ê ô.

Ferner gehört der Buchstabe đ der stimmhaften Verschlusslaut bezeichnet zum vietnamesischen Alphabet. Es im Vietnamesischen also die im deutschen Alphabet Buchstaben f j w und z. Solche kommen nur in Verbindung mit Fremdwörtern vor.

Da die Buchstaben nicht alle in vietnamesischen Sprache vorkommenden konsonantischen Lauten bezeichnen können zusätzliche Konsonanten so genannten Buchstabenverbindungen - ch gh kh ng ngh nh ph th tr eingeführt.

d. Die Tonhöhen

  
Abbildung 3: Vietnamesische Tonhöhen

Da die vietnamesische Silbe eine verhältnismäßig Struktur aufweist unterscheidet sich eine große Zahl Silben nur durch die Tonhöhen. Bei Außerachtlassen bedeutungsunterscheidenden Tonhöhen werden die Wörter zerstört und keinen Sinn mehr. In der Abbildung 3 wir ganz gut erkennen was passiere wenn keine Tonhöhen gäbe. Es bestünde nämlich dann Gefahr der Homonymität d.h. es gäbe eine Reihe gleichklingender Silben bzw. einsilbigen Wörter die in ihrer Bedeutung differenzieren.

Der Sprecher muss daher unbedingt beachten er den entsprechenden Ton richtig trifft sonst unliebsame Missverständnisse entstehen.

Der melodische Verlauf der Stimmtonhöhe ist für die vietnamesische Laute.

Die vietnamesische Sprache kennt sechs Modulationen Tonhöhenverlaufs d.h. sechs bedeutungsunterscheidende Tonhöhen differenzieren die gleichen Wörtern in der Anzahl in der und in der Qualität. Diese sechs Tonhöhenzeichen

 Deutsche vietnamesische Zeichen Charakter Bezeichnung Bezeichnung 

1. Thanh không Normalton kein Mitte 2. Thanh sắc steigender Ton ´ hoch 3. Thanh huyền fallender Ton ` tief 4. Thanh hỏi fallend steigender  fallend steigend 5. Thanh ngã unterbrochen ~ hoch Ton gebrochen 6. Thanh nạng tiefer Ton gebrochen

Nur die Vokale a ă â ê i o ô ơ u ư y können als Silbenträger fungieren da die bei ihnen sich am deutlichsten vernehmbar hervorheben. werden auch nur die Vokale mit dem Tonhöhenzeichen versehen. Alle Möglichkeiten der Wiedergabe eines einem Tonhöhenzeichen versehenen Vokals sind in Abbildung auf der vorherigen Seite angeführt.

Trotzdem kommt nicht jede vietnamesische Silbe allen sechs Tonhöhen vor. So hat beispielsweise (Mitternacht) nur in Verbindung mit dem Normalton Sinn. Mit anderen Tonhöhen gesprochen hat diese keinerlei Bedeutung.

  
e. Aussprache Es gibt drei wesentliche Nord- Zentral- und Süddialekt. Sie unterscheiden sich in der Aussprache und Wortwahl nicht aber Hinblick auf Rechtschreibung und Syntax.

Die Wörter setzen sich fast ausschließlich drei Bestandteilen zusammen: den Vokalen den Konsonanten den Tonhöhen. Ausnahmen gibt es nur wenige. wir die Sprechtechniken so sind wir in Lage unbekannte Texte phonetisch richtig zu lesen können sich ganz auf das Erlernen des konzentrieren.

Anfangskonsonanten

Anfangslaute die dem Deutschen ähneln: b đ k g h l m n th q wobei c und k gleich werden. Anfangslaute die vom Deutschen abweichen: ph d gi s r x ch tr ng ngh nh wobei ph dem deutschen und v dem deutschen w entsprechen. Endkonsonanten

Endlaute die dem Deutschen ähneln: m p t wobei sie weicher als die Deutschen gesprochen werden. Endlaute die vom Deutschen nh ng ch c Auslauthalbvokale Außer den genannten Endkonsonanten können auch sogenannten Halbvokale i/y u/o die Silbe abschließen. Diese stehen jeweils einem anderen Vokal. i ưi ơi ai oi y ay ây u au âu êu ưu o ao eo

Übergangshalbvokale Falls Sie in einer Silbe stehen sie meist zwischen Anfangskonsonant und Vokal. uya uyê (uy wie ui in franz. u uê uâ oâ o oe uơ (oa wie in oi in franz. toi)

Die Endsilbe setzt sich aus dem bzw. Diphthonge und Endkonsonanten zusammen oder sie Auslauthalbvokal.

Die folgende Tabelle [LB02] listet alle Endsilben auf. Sie wird für das später „Kompositionsalgorithmus“ genutzt. Töne

  

Thanh không (Normalton) Normale Sprechtonlage Beispiele: zusammenschrumpfen la schreien ma Gespenst

Thanh sắc (Steigender Ton) Er beginnt höher als die normale Sprechtonlage und steigt wachsender Intensität stark nach oben an wo dann abrupt endet. Beispiele: có haben lá má Mutter

Thanh huyền (Fallender Ton) Er beginnt höher als die normale Sprechtonlage und steigt wachsender Intensität stark nach unten ab wo dann abrupt endet. Beispiele: cò Storch là mà aber

Thanh nặng (tiefer Ton) Er beginnt als die normale Sprechtonlage und fällt dann nach unten ab. Beispiele: cọ reiben lạ mạ Reisschößling

Thanh hỏi (Fallend steigender Ton) Er etwa in der Höhe des tiefen ebenen geht nach unten und steigt anschließend stark oben an. Beispiel: cỏ Gras lả erschöpft Grab

Thanh ngã (Unterbrochen steigender Ton) Er etwa in der Höhe des Normaltons fällt etwas nach unten ab. Nach einer kurzen steigt er dann wieder nach oben an. Es gibt kein cõ lã rein mã

Kompositionsalgorithmus

Vietnamesisch richtig aussprechen bedeutet Vokale Konsonanten Tonhöhen richtig miteinander „komponieren“.

Abkürzungen die in (I) und im verwendet werden: A : Anfangskonsonant ÜV : HV : Halbvokal V : Vokal E Endkonsonant T : Tonhöhenzeichen || : oder : und S : Silbe bzw. Wort

Der Aufbau jeder vietnamesischen Silbe ist:

S = V || (1) = + T || (2) = HV || = HV+T || (4) = A + || (5) = A + V +T (6) = A + HV || (7) A + HV + T || (8) A + ÜV+V || (9) = A ÜV+V+T || (10) = [(1) || (2) || (6) || (9) || (10) ] E (11)

  
Der Algorithmus sieht wie folgt aus:

Input: eine beliebige vietnamesische Silbe (S)

1. Schritt: Prüfen ob S Tonhöhenzeichen Falls ja einfach das Tonhöhenzeichen ignorieren. Die der Silbe mit Hilfe von (I) analysieren. S == (1) || (2) || (3) (4) identifiziere die Umschrift der S in 3 4 und der Auslauthalbvokale und versuche laut zu lesen. Fertig. Sonst geht weiter Schritt 2. 2. Schritt: HV in S Falls keinen HV gefunden suchen V in Identifiziere die Umschrift der HV bzw. V Tabelle 3 bzw. 4 Versuche ihn laut lesen. Falls es mit dem Artikulieren nicht üben. Sonst weiter. Falls es sich um handelt geht zum Schritt 5 sonst weiter Schritt 3. 3. Schritt: E in S Identifiziere die Umschrift der E in Tabelle 6 7 Versuche ihn laut zu lesen. es mit dem Artikulieren nicht klappt üben. weiter mit Schritt 4. 4. Schritt: Bilde Endsilbe indem man den identifizierten Vokal V identifiziertem Endkonsonant E verknüpft. Identifiziere die Umschrift Endsilbe in der Tabelle 8-13 Falls es dem Artikulieren nicht klappt üben. Sonst weiter Schritt 5 5. Schritt: Die Endsilbe zusammen A ohne Tonhöhenzeichen laut lesen. Falls es dem Artikulieren nicht klappt üben. Falls S Tonzeichen hat fertig. Sonst weiter mit Schritt 6. Schritt: Sich vergewissere dass die Bedeutung Tonhöhenzeichens verstanden wird. Falls nicht den letzten „Töne“ nochmals anschauen sonst die Silbe unter des Tonhöhenzeichens laut lesen. Fertig!

Deutsch-Vietnamesisches Online Lexikon


Die Vietnamesische Sprache (Vietnamesisch) ist in seiner Phonetik eine Tonsprache das heißt neben den Silben ist auch die Tonhöhe ein bedeutungstragendes Das Vietnamesische kennt 6 Tonhöhen. In seiner Grammatik ist es eine isolierende Sprache . Vietnamesisch ist in Vietnam Amtssprache.

Der Language Code ist vi bzw. (nach ISO 639 ). Vietnamesisch wird heute in lateinischer Schrift mit einigen Zusatzzeichen zur Kennzeichnung der geschrieben. Früher wurde es in chinesischer Schrift geschrieben.

Vietnamesisch wird von etwa 75 Millionen als Muttersprache gesprochen. In Vietnam selbst sprechen ca. Millionen Menschen die Sprache zudem sprechen schätzungsweise Millionen Auslandsvietnamesen vietnamesisch (unter anderem 1 8 in den USA 100.000 in Deutschland und 5.000 in Polen ). Zudem sprechen ca. 9 Millionen Menschen die als Angehörige von Minderheiten in Vietnam Auch mehrere Hunderttausend Ausländer beherrschen diese Sprache.

Vietnamien



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