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Würzburger Residenz


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Die Würzburger Residenz ist ein barocker Residenzbau am Rande der Innenstadt von Würzburg . Sie diente bis zur Auflösug der Territorien durch die Mediatisierung als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Das zählt zu den Hauptwerken des süddeutschen Barocks und ist im europäischen Kontext als bedeutendste Residenzbau des Spätbarocks anzusehen.


Würzburger Residenz Hauptfassade

Der Bau der Würzburger Residenz wurde unter dem Fürstbischof Johann Philipp von Schönborn 1720 begonnen. Den Auftrag erhielt der damals Balthasar Neumann der ihn 1744 vollendete. An der Innenausstattung mit Fresken und Stukkaturen beteiligten sich u.a. Giovanni Battista Tiepolo 1752 (Treppenhaus mit dem größten Deckenfresko der Kaisersaal Hofkirche) Antonio Bossi 1749 und Johannes Zick 1750 (Gartensaal).

Der Bau ist in sich vollkommen und erfolgte - was für so ein Schloss ausgesprochen selten ist - nach einem Plan. Dass die heutige Anlage derart geschlossen ist auf die synthetische Kraft und das von Balthasar Neumann zurückzuführen. Ihm oblag es Entwürfe der Baumeister Maximilian von Welsch Robert Cotte Gabriel Germain Boffrand und Johann Lucas von Hildebrandt zu einer Synthese zu führen. Vor letztere beide haben den Entwurfsprozess maßgeblich beeinflusst. prägte die charakteristischen Mittel risalite von Garten- und Hoffassade während Boffrand Nebenflügel der Stadtfassade inspirierte. Dass dem Bau nichts eklektizistisches anhaftet kann als eine der künstlerischen Leistungen von Balthasar Neumann angesehen werden.

Formal handelt es sich um eine Anlage über einer rechteckigen Grundfläche an welcher Stadtseite ein Ehrenhof ausgespart ist. Damit stellt Würzburger Residenz einen Kompromiss zwischen einer Dreiflügelanlage mit Schloss Weißenstein in Pommersfelden und einer Stadtresidenz wie in München oder Wien dar.

Mit Schloss Weißenstein verbindet Würzburg die Bedeutung des Treppenhauses in der repräsentativen Raumfolge. ist es nicht zentral angelegt sondern erstreckt vom Vestibül aus in nördliche Richtung. Mit seinen Ausmaßen ist allein das Treppenhaus in Caserta Neapel vergleichbar das dem Würzburger auch strukturell Hier wie dort haben wir bis zu Wendepodest eine einläufige Treppe welche sich dann zwei parallele Läufe bis zur Belletage spaltet. dreischiffige Treppe wird von einem Umgang umgeben. gewaltige Anlage wird überwölbt von dem größten Deckenfresko der Welt gemalt 1752 - 1753 von Giovanni Battista Tiepolo dem berühmtesten Freskenmaler seiner Zeit. Die sind zurückhaltend weiß in frühklassizistischen Formen stuckiert. wirkt dieser Raum nicht überladen und das kommt bestmöglich zur Geltung.

Zwei weitere Räume von höchster Bedeutung der Kaisersaal und das Spiegelkabinett zwei für 18. Jahrhundert einmalige Raumkompositionen. Der Kaisersaal - zu Lebzeiten Balthasar Neumanns vollendet - gibt das authentischste Zeugnis von dem dekorativen Konzept Das Spiegelkabinett kann als nicht zu steigernden seiner Raumgattung angesehen werden. Das grüne Kabinett venezianische Zimmer das weiße Zimmer sowie die stellen bemerkenswerte Raumschöpfungen des fränkischen Rokoko dar.

Der Hofgarten wurde mit zahlreichen Skulpturen Putten Vasen und Kanapees von Peter Wagner geschmückt. Den Zugang dem Garten zieren die geschmiedeten Gitter des Georg Oegg.

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