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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 18. Juni 2019 

Waffen-SS


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Die Neutralität dieses Artikels ist umstritten. Siehe Wikipedia:Neutraler Standpunkt .


Die Waffen-SS war der militärische Zweig der Schutzstaffel (SS).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Waffen-SS

Die Wurzeln der Waffen-SS sind in der am 17. März 1933 aus 120 SS-Männern gegründeten Stabswache Berlin allgemeinen SS zu sehen. Auch in anderen Städten « zuverlässige » SS-Männer zu « SS-Sonderkommandos zusammengefasst und für quasi-polizeiliche bzw. terroristische Aufgaben Diese Sonderkommandos die später als « Kasernierte » und dann als « Politische Bereitschaften bezeichnet wurden bildeten den Grundstock der späteren die 1935 aus der Leibstandarte Adolf Hitler mit 2.600 Mann und den Standarten und Germania mit 5.040 Mann bestand.

Adolf Hitler hatte sich damit eine zu seiner ganz persönlichen Verfügung entwickelt die durch «unbedingte Treue» ihm gegenüber auszeichnen sollte für Sicherungsaufgaben vorgesehen war. Von diesen beiden blieben die weitere Entwicklung der SS und rechtliche und tatsächliche Stellung im Dritten Reich Heinrich Himmler Reichsführer der SS hatte diesen beiden der SS den « Elitegedanken » hinzu Die SS sollte nicht nur im Einsatz Hitler 'politisch zuverlässig' (NS-Sprachgebrauch) sein sondern zu "rassischen" und politischen Führerschicht im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie gebildet werden.

Die Waffen-SS wurde zu Beginn des Zweiten Weltkriegs aus so heterogenen Teilen wie der und den bis Ende 1941 in die Waffen-SS integrierten bisherigen KZ-Wachmannschaften "SS-Totenkopf-Standarten" geschaffen. Die nachfolgenden Lagerwachmannschaften waren Männer allgemeinen SS die nur nominell den Status Waffen-SS erhielten.

Hitler begründete 1940 die Notwendigkeit der "Das Großdeutsche Reich in seiner endgültigen Gestalt mit seinen Grenzen nicht ausschließlich Volkskörper umspannen von vornherein dem Reich wohlwollend gegenüber stehen. den Kern des Reiches hinaus ist es notwendig eine Staatstruppenpolizei zu schaffen die in Situation befähigt ist die Autorität des Reiches Innern zu vertreten und durchzusetzen."

Zu Beginn des Kriegs lediglich regimentsstark und auf die einzelnen Heeresarmeen verteilt die Waffen-SS im Verlauf des Krieges stark und wurde auf Grund ihres hohen Ausbildungsstandes Standhaftigkeit und ihres großen Einsatzwillens an besonders hart umkämpften Frontabschnitten eingesetzt. Waffen-SS umfasste gegen Ende des Krieges rund Mann.

Soldaten der Waffen-SS schworen beim Eintritt Hitler persönlich "bis in den Tod" treu sein und bedingungslos zu gehorchen.

Tauglichkeitsanforderungen

Werbeplakat

Bis 1936 war das Auswahlverfahren sehr streng. Die wurden nach weltanschaulichen und so genannten 'rassischen' ausgesucht. Ab Ende 1942 zog die Waffen-SS auch normale Wehrpflichtige und glich ihre Tauglichkeitsanforderungen denen der Wehrmacht

Die Dienstverpflichtung betrug vier Jahre für Unterführerbewerber konnten sich theoretisch bis zu zwölf verpflichten (in der Praxis war das Dritte Reich natürlich schon vorher am Ende). Die stand jedem Angehörigen der Schutzstaffel offen der eine einjährige Dienstzeit absolviert hatte und die zum Führeranwärter bewiesen hatte es war eine von vier Jahren notwendig.

Die Freiwilligen

Nach dem für das Deutsche Reich Blitzkrieg im Westen warb das SS-Ergänzungsamt unter Parole des Kampfes Europas gegen den «asiatischen in den besetzten Ländern für den freiwilligen in die Waffen-SS. Das Echo in den Ländern war unterschiedlich:

  • Niederlande : 55.000
  • Belgien: 43.000
  • Frankreich : 20.000
  • Dänemark : 6.000
  • Norwegen : 6.000
  • Schweden : 2.000
  • Schweiz 800 (etwa 1.200 traten in die ein)
  • Liechtenstein : 80
  • Finnland : Einen besonderen Status hatte aus traditionellen das «finnische Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS». Anfang Januar 1942 kämpfte es mit 1180 Mann im der SS-Division "Wiking" im Südabschnitt der Ostfront. der Heimkehr der Finnen im Juni 1943 verbot Marschall Mannerheim die Rückkehr der nach Deutschland.

Motive

George H.Stein schreibt hierzu: " In Reihen der Waffen-SS standen junge Idealisten neben Abenteurern stumpfsinnigen Tölpeln entmenschten KZ-Wächtern begeisterten Hitlerjungen Zwangseinberufenen fanatischen Nazis und Tausenden von Ausländern wenig oder gar kein Deutsch verstanden von NS-Weltanschauung ganz zu schweigen." Er zitiert Eugen Kogon ("Der SS-Staat"): "Es gab viel naiven knabenhaften Idealismus in den Reihen der Waffen-SS Verbindung mit wildem Abenteurergeist." - der aber mahnte: "Wüßten die[se] blinden Verherrlicher des Soldatentums nur einiges Zutreffende von echten Soldatentugenden und den strengen sittlichen Werten mit denen große jederzeit ihren ganz besonderen Standesgefahren entgegenwirkten (die gepriesenen Kameradschaft in Krieg und Frieden reicht bei weitem nicht aus!) sie würden in Waffen-SS ... nicht einfachhin soldatische Vorbilder sehen." van Crefeld schreibt: "Im Krieg wurde auch Waffen-SS als Wehrmachtteil empfunden."

Für westeuropäische Freiwillige wird ein Motivbündel werden können. 60.000 von ihnen hatten sich als der Krieg schon verloren war. Vermutlich es sich unter anderem um Kollaborateure welche der Rache oder Vergeltung ihrer Landsleute entgehen Unzulänglichkeiten in der Menschenführung und Betreuung hatten geführt dass Mitte 1943 jeder fünfte «germanische» schon wieder aus dem Dienst ausgeschieden war. war die Meldung sicherlich politisch motiviert wie Fall Leon Degrelles Führer der wallonischen Rexisten.

Für osteuropäische Freiwillige (Ukrainer Letten Esten andere) traten andere Überzeugungen hinzu. Sie werden geglaubt haben für die Freiheit Unabhängigkeit und ihrer Länder kämpfen zu müssen. Aufgeladen wurde solche Grundhaltung möglicherweise durch die Erfahrungen russischer bei der erst vor kurzem erlebten Besetzung Länder.

Die«Volksdeutschen» unterschieden sich in ihrer Motivlage. Reaktionen auf die vielfachen Werbeaktionen des SS-Ergänzungsamtes anfangs insgesamt zurückhaltend. Als eine in ihren sich bewusst zum Deutschtum bekennende Minderheit waren in vielfältiger Weise von ihren Volksgruppenführungen abhängig. waren von der Reichsführung-SS abhängig und übten deren Sinn nicht eben selten einen mehr minder großen Druck auf die Wehrfähigen aus.

Selbst Zwangsrekrutierungen waren üblich: In Serbien ließ die SS den von Deutschland besetzten zum deutschen Hoheitsgebiet erklären und unterwarf die damit der deutschen Wehrpflicht. So entstand hier 7. SS-Freiwilligen-Gebirgsdivision "Prinz Eugen" (die bald darauf Kriegsverbrechen in der Region auffiel).

Besondere Problematik

Nach wie vor umstritten ist ob Waffen-SS als nationalsozialistische Weltanschauungstruppe zu sehen ist sich moralisch als völlig vom humanitären Völkerrecht losgelöste Truppe verstanden hat oder ob Waffen-SS-Soldaten "Soldaten wie andere auch" gewesen sind. der Nachkriegszeit wurde die Waffen-SS vielfach als besonderer Teil der Wehrmacht dargestellt. Aufgrund der Identifikation mit der NS-Ideologie die bei den Mitgliedern der Waffen-SS oftmals gegeben war der Verquickung der Waffen-SS mit anderen Teilen der lässt sich diese Betrachtungsweise jedoch als äußerst einstufen. Die Soldaten der Waffen-SS « Soldaten andere auch» zu nennen ist tatsächlich wegen besonderen verfassungsmäßigen Stellung dieser Truppe wegen ihrer Programmatik oder über die bloße Landesverteidigung hinaus Gewaltfunktion unzutreffend und auch irreführend weil die der in der Waffen-SS tätigen Führer diese allzu oft als «politische Soldaten» ausweisen. Allerdings es nicht wenige Soldaten die sicht nicht für den Dienst in ihr gemeldet hatten. befanden sich auch Generalstabsoffiziere oder Generale des die als Gehilfen der Waffen-SS-Truppenführer in Generalstabsstellen verrichteten und während dieser Zeit die Uniform Waffen-SS trugen. Vom Heerespersonalamt wurden sie weiterhin Offiziere des Heeres geführt.

Die Waffen-SS war unzweifelhaft eine "Elitetruppe" besonderer Kampfkraft. Die Kesselschlacht bei Demjansk im 1941 begründet diesen Ruf gleich zu Beginn Russlandfeldzuges. Die Rückeroberung von Charkow im März 1943 und die Schlacht Kursk Operation Zitadelle im Juli 1943 wurden von der ganz gezielt als "Großtaten" der Waffen-SS gefeiert. besonderen militärischen Leistungen der Waffen-SS im Wesentlichen der "klassischen" Divisionen beruhten nicht nur auf gegenüber der Wehrmacht moderneren Waffentechnik besonderer Standhaftigkeit ausgeprägter Opferbereitschaft. Zudem war der Umgang von und Mannschaften deutlich "kameradschaftlicher" als bei der

General Wöhler (OB 8. Armee) lobte ihm unterstellten SS-Verbände sie „hätten wie ein im Meer mit unerschütterlicher Kampfkraft“ dem Gegner Vom Gegner waren Waffen-SS-Verbände oftmals gefürchtet. Ein Kommandierender General urteilte nach seiner Gefangennahme die "Wiking" habe an Kampfkraft alles Da gewesene und auf russischer Seite habe man aufgeatmet die Division durch Heereseinheiten abgelöst worden sei. gilt jedoch lediglich für einen Teil der denn zwischen den Divisionen bestand ein sehr Leistungsgefälle.

Zweifellos üben Uniformen und Embleme der eine besondere Faszination in der rechtextremen Szene aus. Die Bundesregierung verwies 2002 in ihrem Verbotsantrag für die NPD unter anderem auf deren Vorliebe für Begriffe und Kennzeichen der NSDAP sowie ihrer Nebenorganisationen insbesondere der Waffen-SS".

Verbrechen der Waffen-SS

Die Waffen-SS hatte im Krieg den rücksichtslos gegenüber Gefangenen und der Zivilbevölkerung zu Insbesondere aus den Reihen von Freiwilligen- und wurden bei der Partisanenbekämpfung brutale Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen. Im Mai eroberte das motorisierte SS-Infanterieregiment "Leibstandarte Adolf Hitler" Ortschaft Wormhoudt in Nordfrankreich. Mindestens 45 gefangene Soldaten wurden von Angehörigen der "Leibstandarte" erschossen. Tag nach der alliierten Landung in der Normandie am 7. Juni 1944 erschossen Soldaten SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" etwa Hundert kanadische Kriegsgefangene. Untrennbar der Waffen-SS verbunden ist das Massaker in Oradour-sur-Glane wo eine Kompanie der SS-Panzerdivision "Das Reich" am 10. Juni 1944 642 Menschen darunter auch 245 Frauen 207 Kinder erschossen oder bei lebendigem Leibe hat. Bei Malmedy kam es 1944 zu einem weiteren als Soldaten der Waffen-SS etwa 70 US-Soldaten die sich bereits ergeben hatten. Am 20. 2004 begann in Italien ein Prozess gegen Waffen-SS-Offiziere wegen eines Massakers in Sant'Anna di bei Lucca in der Toskana bei dem Zivilisten ermordet wurden darunter 142 Kinder. Viele blieben bis heute ungesühnt da die Anklageerhebung die Verantwortlichen aus politischen Rücksichtnahmen auf den Bundesrepublik Deutschland zum Teil jahrzehntelang verschleppt wurde.

Darüber hinaus gab es zwischen den der Waffen-SS und den SS-Einsatzgruppen die hinter der Front in großem Massaker an Juden begangen sowie den Wachmannschaften der Konzentrationslager Personalaustausch. Im Kiewer Vorort Babi Yar ermordeten Waffen-SS und SS-Einsatzgruppen nach dem Einmarsch in Kiew im Zusammenspiel mit der Wehrmacht am 29./30. September 1941 etwa 33.000

In den Zusammenhang des Personalaustausches gehört Feststellung dass 10 000 Soldaten des Heeres der Luftwaffe gegen ihren Willen zum Wachdienst Konzentrationslagern kommandiert wurden.

Kämpfer der Waffen-SS haben in den Kriegstagen eine Vielzahl von deutschen Soldaten und wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung oder Desertion ermordet.

In den Nürnberger Prozessen 1946 erklärte der Internationale Militärgerichtshof SS mit Abteilungen Waffen-SS Gestapo SD Allgemeine SS und Totenkopfverbände unter Ausnahme der Reiter-SS zur verbrecherischen

Der englische Historiker Reitlinger wandte sich seinem Buch gegen den Versuch die Waffen-SS Sündenbock oder zum Alibi der Nation zu und ordnete die Verantwortung zu: auf Diplomaten die Wehrmacht die Justiz selbst Teilnehmer am gegen Hitler. Er schrieb: "Weit mehr als Waffen-SS stellen die Polizeieinheiten das dar wozu die Waffen-SS bestimmt war die als Front-Einheiten hatten." Sebastian Haffner forderte dazu auf "die normalen Kriegsgräuel als Begleiterscheinungen einer unvermeidlichen Ausnahmesituation behandeln ... und sie nach dem Kriege schnell in Vergessenheit geraten zu lassen." Er Kriegsverbrechen von den Massenmorden Hitlers. Durch das von Kriegsverbrechen die auf allen Seiten vorkamen Ausrottungsverbrechen wurde es möglich zu vergessen "dass eben nicht nur einen Krieg geführt hatte dem es dann und wann zu Exzessen war sondern einen Krieg in dem hinter Front Millionen wehrlose Menschen ohne jeden Zusammenhang ermordet wurden."

Siehe auch: Kriegsverbrechen - Verbrechen gegen die Menschlichkeit - Völkermord

Struktur der Waffen-SS

Für die Ausbildung der künftigen Führer im April 1934 die SS- Junkerschule in Bad Tölz den Lehrgangsbetrieb auf (Äquivalent zu den Offizierschulen des Heeres - Braunschweig ein Jahr später. Reichswehr und Heeresführung 1934 der SS in ihrer Verfügungstruppe lediglich Regimenter sowie eine Nachrichtenabteilung zugestehen. Zwischen 1935 1938 entstanden neben der am 15.8.1938 zum ausgebauten "Leibstandarte" die SS-Standarten "Deutschland" und "Germania". nach dem "Anschluss" Österreichs wurde die Standarte Führer" in Wien aufgestellt.

1939

Im Polenfeldzug kämpften vergleichsweise wenige SS-Feldverbände im Anschluss daran reorganisiert wurden.

Ende November 1939 bestand die Waffen-SS aus drei aktiven

  • "Verfügungsdivision"
  • "Totenkopfdivision" sie wurde aus Einheiten der SS-Totenkopfverbände sowie Polizeieinheiten aufgestellt;
  • "Polizeidivision"

1940

Im Sommer 1940 entstand aus niederländischen und deutschen Freiwilligen Regiment "Westland" im gleichen Jahr folgte das "Nordland". Beide Regimenter wurden im April in neu aufgestellte Division "Wiking" (zunächst: "Germania") übernommen.

Am 25. Februar 1941 wurde die (zunächst: "Deutschland") in "Reich" umgetauft ab 15. 1942 hieß sie "Das Reich". Bei Beginn Krieges gegen Russland waren die SS-Totenkopfregimenter (auch: umgebildet worden und hießen nun SS-Infanterieregimenter. Drei zu einer SS-Kampfgruppe zusammengefasst (später: 6. SS- Division Nord). Zu Beginn des Angriffs auf bestanden an Feldverbänden die im Rahmen der fochten:

  • SS-Division "Reich"
  • SS-Totenkopfdivision
  • SS-Polizeidivision
  • SS-Division "Wiking"
  • Leibstandarte SS "Adolf Hitler"
  • SS-Kampfgruppe "Nord"
  • 9. SS-Standarte (SS-Infanterieregiment 9)
  • ergänzt durch selbständige Brigaden Regimenter und in einer Gesamtstärke von zwei weiteren Divisionen.

Nach dem Beginn des Überfalls auf entstanden mehrere "Legionen" aus Staatsangehörigen besetzter Nationen Dänen Niederländern Norwegen Letten und Flamen und

Neuaufstellungen und Umgliederungen 1943 bis 1945

Zwischen August 1943 und Mai 1944 die Waffen-SS neu auf:

  • 5 Panzergrenadier-Divisionen
  • 2 Panzergrenadier-Brigaden
  • 6 fremdländische Divisionen
  • 6 Panzergrenadier-Divisionen wurden in Panzerdivisionen umgegliedert.
Zudem bestand eine französische Freiwilligenbrigade. Auch je eine Legion aus Franzosen und Wallonen der Wehrmacht übernommen. Beide wurden in den Kriegsmonaten nominell zu Divisionen umgewandelt.

In der zweiten Jahreshälfte 1944 wurden weitere Divisionen aufgestellt von denen sieben nicht zum Einsatz kamen. Bei einem Teil dieser waren die "Freiwilligen" mit Waffengewalt "gepresst" worden.

Ende 1944 Anfang 1945 wurden noch die 1. und 2. Kosaken-Kavalleriedivision der SS im "15. SS-Freiwilligen-Kosaken-Kavalleriekorps" zusammengefasst jedoch der nur nominell unterstellt.

Zu den "germanischen" Verbänden trat 1944 Regiment "Landstorm Nederland". Es wurde im November zur Brigade und im März 1945 zur erweitert.

Klassifizierung der Divisionen

Die bis zum Kriegsende auf 38 angewachsenen Verbände der Waffen-SS waren nach einer durch den "Persönlichen(r) Stab RF-SS" in drei einzuteilen:

  • "Ordensfähige SS-taugliche Deutsche und Germanen Musterungsbefund - zum Beispiel SS-Panzer-Division "Das Reich".
  • "Nicht Ordensfähige nicht SS-taugliche Deutsche und Musterungsbefund Kv.-Heer" - zum Beispiel SS-Freiwilligen-Panzer-Grenadier-Division "Horst
  • "Nichtdeutsche Nichtgermanen gleichgültig welcher Musterungsbefund" - Beispiel Waffen-Gebirgs-Division-SS "Skanderbeg" (albanische Nr. 1)".

Hinzu zu zählen wären Waffen-SS eigene Korpstruppen schwere SS-Panzerabteilungen Fallschirmjäger - Bataillone und dergleichen mehr. Ergänzt wurden diese durch so exotisch klingende Formationen wie die Freiwilligenlegion der SS den "Osttürkischen Waffenverband der das "British-Freecorps (SS)" und andere.

Das militärische Gewicht der letztgenannten war sie hatten teilweise nur Bataillons- bis Regimentsstärke dienten dem Regime vor allem als propagandistische

Die hohe Zahl der Divisionen wie der Personalumfang der Waffen-SS suggerieren zunächst Kampfkraft. wurden von den aufgeführten Divisionen sechs meist organisatorischen Gründen wieder aufgelöst ohne je einsatzfähig zu sein. Von den restlichen Divisionen waren

  • 11 Freiwilligen-Divisionen von denen eine gar und weitere vier erstmalig im März 1945 Einsatz kamen
  • 11 Waffen-Divisionen von denen sieben nicht zum Einsatz kamen
  • nur 16 Divisionen waren normale Divisionen denen drei erstmals im März eingesetzt wurden.

Die Aufstellung macht erneut deutlich dass etwa ein Drittel der Waffen-SS zum Nimbus Truppe beigetragen hat. Lediglich die 6 Panzer- die Mehrzahl der sieben Panzergrenadierdivisionen waren hochwertig ausgestattet und gegliedert.

Nur bei den Divisionen 1-21 wurde Kriegsende immer versucht diese nach Verlusten entsprechend Kriegsstärke- und Ausrüstungsnachweisung personell und materiell aufzufrischen und auf die jeweilige "Soll-Stärke" zu Bei einer zu großen Anzahl der höheren muss bezweifelt werden ob der Aufwand für Aufstellung bei insgesamt sehr knappen Ressourcen entsprechenden entsprach. Immerhin liefen einige Einheiten bei ihrem Einsatz geschlossen zum Feind über andere meuterten brachten sogar ihr deutsches Rahmenpersonal um.

Das III. («germanische») SS-Panzerkorps

Ursprünglich war ab der Jahresmitte 1942 gedacht die «germanischen» Freiwilligenverbände als Legionen aufzulösen sie als Grenadierregimenter in eine neu aufzustellende zu überführen welche sodann zusammen mit der „Wiking“ zu einem «germanischen» Armeekorps vereint werden

Divisionszeichen der NORDLAND

Divisionszeichen der WIKING

Hitler unterschrieb am 30. März 1943 Aufstellungsbefehl. Die geplante Division «Nordland» (Himmler schwebte 10. Februar 1943 noch der Name Waräger vor) sollte also diese Regimenter aufnehmen war beabsichtigt die einzelnen Regimenter der neuen als Stämme für eigene niederländische dänische bzw. Freiwilligendivisionen zu verwenden.

Die hier nur skizzierte Entwicklung ist bemerkenswert weil damit sehr deutlich «pangermanisches» Denken wird. Himmlers Überlegungen richteten sich auf die aller «germanischen» Freiwilligen und gingen in der bis 1953. Das Denken richtete sich selbst die Erfassung deutschstämmiger Nordamerikaner Südamerikaner und in lebenden Volksdeutschen. Für die bereits existierenden «germanischen» bedeutete dies eine Konzession an das nationale landsmannschaftliche Identifizierungsbedürfnis. Daneben sollten endlich alle «germanischen» in einem Großverband zusammengefasst werden. Bis dahin doch eine ziemliche Zersplitterung erkennbar. Die SS-Division stellte eben nur einen Kristallisationspunkt «germanischer» Verbände Außerhalb der „Wiking“ bestanden z.B. das bei SS-Gebirgsdivision „Nord“ eingesetzte norwegische Skijägerbataillon auch die Legion (zur «Sturmbrigade Langemarck» umgebildet) oder der Freiwilligenverband die spätere SS-Freiwilligenbrigade (bzw. Waffengrenadierdivision) «Charlemagne».

All diese Vorstellungen konnten wegen des nicht mehr verwirklicht werden. Die Personalstärke entwickelte auf rund 19.000 Mann und entsprach damit einer regulären SS-Division. Führer- und Unterführerstellen waren über Dreivierteln mit Reichsdeutschen besetzt. Bei den betrug der Anteil der überwiegend Rumäniendeutschen 53

Mitten in der Aufstellung wird das zur Partisanenbekämpfung eingesetzt kämpft später bei Danzig Pommern und an der Oder und wird mit den letzten Splittern beim «Endkampf» in eingesetzt. Letzte Fotos zeigen einen Schützenpanzerwagen in Friedrichstraße.

Gegen Jahresende 1943 kämpften vorübergehend selbst im Korps. Es handelte sich hierbei um Reste der 9. und 10. Luftwaffen-Felddivisionen

Auszeichnungen

Mit dem Ritterkreuz dekorierte Soldaten finden sich weit überwiegend in klassischen sechs Divisionen in der Waffen-SS. Von im Krieg insgesamt 619 verliehenen Nahkampfspangen in Gold fallen nahezu 20% auf Angehörige von wesentlichen drei der "alten" Waffen-SS-Divisionen.

Verluste

In der Literatur wird schon zu das Bild vom Opfergang der Waffen-SS gepflegt. Himmler als "Reichsführer-SS" malte an diesem Bild nach dem Krieg politisches Kapital daraus schlagen können. Eine schon vor Jahren vorgenommene Berechnung auf Angaben der „Wehrmachtsauskunftsstelle “ beruhte gelangte dem Ergebnis dass die Kriegstotenzahl der Waffen-SS des Heeres exakt entsprach - insgesamt gesehen. schließt unverhältnismäßig hohe Verluste einzelner Einheiten oder nicht aus. Es kam tatsächlich vor dass Einheiten schlecht geführt oder «verheizt» wurden von ist dies gleichfalls bekannt. Zu bedenken ist Art der Verbände. Gerade die ersten SS-Divisionen ab 1942 zu Panzerdivisionen umgegliedert. Der moderne bedingte die „ Führung von vorne “ diesem Führungsstil entsprach zwangsläufig eine höhere Verlustrate der Führer. Himmler hatte voller Stolz darauf dass die durchschnittliche Verwendungszeit in der Funktion Führer von Kompanien und Bataillonen ungefähr vier betrug ehe diese wegen Tod Verwundung oder Verwendung ausfielen. Und gerade die ersten Divisionen von Anfang bis Ende stets an den des Kampfgeschehens. Sie waren Angriffsspitze verzögerten oder als letzte am Feind.

Overmans belegt die Vergleichbarkeit der Verlustraten Waffen-SS -Verbänden und entsprechend gegliederten Heeresdivisionen im Zeitraum und am gleichen Ort und gelangt der Feststellung „ dass die Verluste der insgesamt nicht signifikant höher gewesen sind als des Heeres.“

Übernahme von ehemaligen SS-Angehörigen in die

Nach der Wiederbewaffnung blieb die neu Bundeswehr ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS allerdings nur des Dienstranges des Hauptsturmführers (entspricht dem Rang Hauptmannes) verschlossen. 1961 waren durch den Personalgutachterausschuss 159 ehemalige Waffen-SS-Offiziere 330 Unteroffiziere und Mannschaften "nach eingehender Prüfung der Zuverlässigkeit" in Dienstverhältnis eines Berufssoldaten oder eines Soldaten auf berufen worden.

Dienstgrade der Waffen-SS

Um sich von der Wehrmacht abzusetzen gab sich die SS eigene Dienstgrade die aber fast alle Wehrmachtsentsprechung besaßen:

Mannschaften

  • SS-Mann (Schütze usw.)
  • SS-Oberschütze
  • SS-Sturmmann (Gefreiter)
  • SS-Rottenführer (Obergefreiter)

Unterführer

  • SS-Unterscharführer (Unteroffizier/Oberjäger)
  • SS-Scharführer (Unterfeldwebel/Unterwachtmeister)
  • SS-Oberscharführer (Feldwebel/Wachtmeister)
  • SS-Hauptscharführer (Oberfeldwebel/Oberwachtmeister)
  • SS-Standartenoberjunker (Führeranwärter)
  • SS-Stabsscharführer (Spieß)
  • SS-Sturmscharführer (Stabsoberfeldwebel/Stabsoberwachtmeister)

Führer

  • SS-Untersturmführer (Leutnant)
  • SS-Obersturmführer (Oberleutnant)
  • SS-Hauptsturmführer (Hauptmann)

  • SS-Sturmbannführer (Major)
  • SS-Obersturmbannführer (Oberstleutnant)
  • SS-Standartenführer (Oberst)
  • SS-Oberführer (keine Entsprechung beim Heer)

  • SS-Brigadeführer (Generalmajor)
  • SS-Gruppenführer (Generalleutnant)
  • SS-Obergruppenführer (General der Infanterie usw.)
  • SS-Oberstgruppenführer (Generaloberst)

Traditionsverband

Der Traditionsverband der Waffen SS ist HIAG (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen Waffen-SS) ihr Organ "Der Freiwillige". Hauptinhalt dieser ist die Darstellung der Waffen-SS als normale Truppe und Militärnostalgie.

Die Bundesführung des »Bundesverbandes der Soldaten ehemaligen Waffen-SS e. V. (Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit HIAG)« war bis zu seiner Auflösung 1992 des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Bekannte Mitglieder der Waffen SS

Literatur

  • Heinz Höhne: Der Orden unter dem Totenkopf - Die der SS . Orbis Verlag ISBN 3572013429
  • K.-G.Klietmann Die Waffen-SS -eine Dokumentation Osnabrück 1965.
  • George H.Stein.: Geschichte der Waffen-SS Athenäum Droste 1978. ISBN 3-7610-7215-5
  • Wegner Bernd: Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933-1945 5.erw.Aufl. Schöningh Paderborn 1997. ISBN 3-506-77502-2
  • Rüdiger Overmans Deutsche militärische Verluste im Zweiten Weltkrieg München 1999. ISBN 3-486-56332-7
  • Militärgeschichtliche Zeitschrift Hg. Militärgeschichtliches Forschungsamt 61 Heft 2 ISSN 0026-3826
  • Militärgeschichtliche Mitteilungen Hg. Militärgeschichtliches Forschungsamt Heft 1980.
  • Boog/Förster/Hoffmann/Klink/Müller/Ueberschär Der Angriff auf die Sowjetunion Taschenbuch Verlag Frankfurt 1991. ISBN 3-596-11008-4
  • H.Boog/W.Rahn/R.Stumpf/B.Wegner Die Welt im Krieg 1941-1943 Taschenbuch Verlag Frankfurt 1992. ISBN 3-596-11699-6
  • Martin vanCrefeld Kampfkraft . Militärische Organisation und militärische Leistung 1939-1945 . Hg.Militärgeschichtliches Forschungsamt Verlag Rombach Freiburg 1989. ISBN 3-7930-0189-X

Weblinks



Bücher zum Thema Waffen-SS

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