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Wahrnehmung


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In der (kognitiven) Psychologie und in der Physiologie bezeichnet Wahrnehmung die Summe der Schritte Aufnahme Interpretation Auswahl und Organisation von sensorischen Informationen – und zwar nur jener Informationen zum Zwecke der Adaption des Wahrnehmenden an die Umwelt oder zur Modifikation selbiger aufgenommen werden. dieser Definition sind also nicht alle Sinnesreize Wahrnehmungen sondern nur genau jene welche auch verarbeitet werden.

Im engeren biologischen Sinne ist die Wahrnehmung eine Funktion die einem Organismus mit Hilfe seiner Sinnesorgane ermöglicht Informationen ( Reize ) über die Sinne aufzunehmen und zu verarbeiten.

Die angewandten Methodiken zur Untersuchung der Wahrnehumg und die gewonnenen Rückschlüsse variieren stark je nach Aufgabe Ausrichtung des Fachgebietes so gibt es Ansätze Erklärung der Wahrnehmung vom biologischen physiologischen und psychologischen Standpunkt bis hin zu den oftmals „Gedankenexperimenten“ der Geistesphilosophie .

Auch in der Informatik wird versucht die Fähigkeit der Wahrnehmung Hilfe der Künstlichen Intelligenz und Mustererkennung zu schematisieren und auf automatische Systeme übertragen.

Inhaltsverzeichnis

Der Wahrnehmungsprozess

Die Untersuchung und Analyse des komplexen Prozesses der Wahrnehmung kann prinzipiell von zwei aus angegangen werden: Die Betrachtung von „unten oben“ ( Bottom-up ) untersucht den Weg eines Reizes von Aufnahme durch die verschiedenen Sinnes rezeptoren über die Verarbeitung bis hin zu bewussten Wahrnehmung. Im Umkehrschluss versucht die Untersuchung oben nach unten“ ( Top-down ) aus einer bestimmten Wahrnehmung Rückschlüsse auf erhaltenen Sinnesreize und ihre Verarbeitung zu erzielen.

Wie Wahrnehmungen verarbeitet werden (Allgemein)

Schematische Darstellung der Reizübermittlung

Um einen beliebigen Gegenstand in seiner Umwelt können müssen von diesem zunächst Reize ausgehen mit den Sinnesorganen erfasst werden können. So z.B. von einem Kaminfeuer "distale Reize" wie Licht und Wärme das Knistern Holzes und der Geruch nach Rauch aus. distalen Reize regen nun eine physikalische Wirkung unsere Sinnesrezeptoren an z.B. das Licht bei Stäbchen und Zapfen im Auge. Dieser so proximale Reiz wird nun über mehrere Stufen analysiert und einen Zusammenhang gebracht. Erst diese sukzessive ist es die eine Wahrnehmung ermöglicht die einem Reiz ein Perzept eine Erfahrung macht. Dabei folgt dieser verschiedenen Gesetzen wobei hier die wissenschaftlichen Erklärungen welchen Kriterien und wie genau diese Strukturierung teilweise sehr unterschiedlich sind.

Der Prozess der Wahrnehmung eines Objektes schließlich zu einer mentalen Repräsentation des Objekts seiner räumlichen Umgebung bei anderen Sinnen teilweise zu einem unbestimmten Gefühl wie Hunger Schmerz auch Angst. Die Wahrnehmung ist dabei im veridikal das bedeutet dass zwischen einem Reiz seiner Repräsentation im Gehirn ein kausaler nachvollziehbarer besteht. Das Kaminfeuer wird als leuchtend empfunden es viele Licht-Reize ausgesendet hat als warm wir eine hohe Temperatur spüren.

Die so extrahierten Wahrnehmungsobjekte werden dann Erinnerungen und Erlerntem verglichen so dass es Identifikation des Wahrgenommenen möglich ist. Aufgrund der der verschiedenen Reize wird das Kaminfeuer erkannt als solches eingestuft. Fehlt ein Erkennungsmerkmal für bestimmtes Objekt wäre das Kaminfeuer z.B. nicht oder würde nicht knistern kann die Wahrnehmung Fehler feststellen und aufzeigen. Der Mensch hat seine Intelligenz eine sehr ausgeprägte Verifikation seiner Tiere hingegen lassen sich leichter täuschen. Aber die menschliche Wahrnehmung kann in irregeführt werden Beispiele dafür sind die optischen Täuschungen.

Der hier beschriebene "bottom-up"-Betrachtung der Reizverarbeitung dabei nicht frei von subjektiven Einflüssen im es lässt sich leicht nachweisen das vom als zentrale Verarbeitungsebene starker Einfluss auf den der Wahrnehmung genommen wird. Unsere Erwartungen Wünsche Erfahrungen beeinflussen was wir wahrnehmen und wie etwas wahrnehmen. Die Veridikalität ist trotzdem gegeben diese Beeinflussung von oben nach unten ("top-down") Wahrnehmung zwar verändern aber meist innerhalb eines Spektrums. So kann ein Kaminfeuer als angenehm wärmend oder auch als bedrohlich und zu wahrgenommen werden. Hingegen wird es normalerweise trotz Beeinflussung des Wahrnehmungsprozesses nicht als kalt oder empfunden werden.

Wenn ein eklatanter Widerspruch zwischen Reiz Wahrnehmung existiert spricht man im bestimmten Fällen einer „Gestörten Wahrnehmung“ deren Ursache von der erforscht wird.

Der kognitive visuelle Wahrnehmungsprozess

Das Menschliche Gehirn verabeitet visuelle Eindrücke drei Phasen: Der Globalauswertung der Detailauswertung und Elaborative Auswertung.

Beim ersten Blick (Globalauswertung) auf ein bzw. auf seine Umwelt nimmt der Betrachter der Regel noch keine Details wahr sondern zunächst einmal zu einem Gesamteindruck. Dabei kategorisiert die visuelle Information sofort (z.B. Landschaft Mensch etc.) und ordnet es einem Schema aus seinem Erfahrungsschatz zu das er weiteren Verständnis benutzen wird. So erfolgt z.B. Auswertung von Zeichnungen oder Texten mit vollständigen anderen Mitteln als z.B. Auswertung von „normalen“ dreidimensionalen visuellen Informationen. Der sieht also sprichwörtlich zuerst einen Wald und nicht einzelne Bäume.

Nachdem der Betrachter sich einen Gesamteindruck hat macht er Blicksprünge über das Bild denen er jeweils bestimmte Bereiche fixiert die Hierbei werden die visuellen Informationen kategorisiert und geordnet. Diese Saccadensprünge folgen zunähst der konventionellen Leserichtung also westlichen Raum von links nach rechts von nach unten. Nach dieser Grobabtastung springt das automatisch auf Bildbereiche die das Interesse des geweckt haben. Das sind vor allen Dingen Bildbereiche die außergewöhnlich gestaltet sind und sich Gesamtbild stark optisch abheben. Der stärkste Kontrast somit auch höchste Aufmerksamkeit in der Wahrnehmung ist der Hell-Dunkel Kontrast direkt gefolgt vom Figurengrundgesetz (siehe auch Kontraste ).

Erst jetzt folgt der Schritt der Auswertung in welchem der Betrachter sich innerlich warum er die vorhandene visuelle Information konkret also die Zielorientierung. Der Wahrnehmende aktiviert jetzt Modell zur Übersetzung der visuellen Information in Mentales Modell welches für seine reale Problematik die lösende Aufgabe geeignet scheint und betrachtet nur noch jene Details welche zur Bildung Mentalen Modells benötigt werden. Unwichtige Details werden diesem Vorgang vom Gehirn ausgeblendet und im Modell nicht berücksichtig und nicht wirklich vom Bewusstsein wahrgenommen. Fehler bei der Auswahl welche zu berücksichtigen sind und welche nicht sind diesem Prozess üblich und können nur durch minimiert werden. Eine Beschreibung des Mentalen Modells sich im Pyscholoigischen Ansatz.

Wahrnehmung über das Mentale Modell (Psychologischer

Folgendes zeigt einen möglichen sehr verkürzt Ansatz wie der Letzte Schritt der Wahrnehmung die Umsetzung des Reizes in ein Zusammenhang erklärt werden kann:

Zum Wahrnehmen und Verstehen von komplexen werden sogenannte mentale Modelle vom Wahrnehmenden geschaffen. versteht man unter Anderem logische Verknüpfungen kurze und Filme aus Erinnerungen und Erfahrungen die vor dem geistigen Auge des aufgebaut werden um so eine Repräsentation der die Realität relevanten Aspekte und ihrer dynamischen Wechselwirkungen im Gehirn zu schaffen. Die Wahrnehmung variiert dabei die individuellen Gedächtnisinhalten Stimmungen und Denkprozessen des die zum Aufbau des mentalen Modells benutzt – daraus resultiert das jedes Wesen eine Wahrnehmung hat. Diese Modelle werden benötigt um die neu aufgenommen werden sollen überhaupt erst einen Kontext einzuordnen zu können und somit und Bewerten zu können. Mit der Neuaufnahme Informationen und Eindrücken werden dann die Möglichkeiten Abbildung der Realität in ein mentalen Modell zukünftige Wahrnehmungen konstant erweitert es tritt also Lerneffekt sind.

Dabei sind nicht nur die Komponenten mentalen Modells bei jedem Menschen unterschiedlich sondern ihre Gewichtung zueinander. Während einige Menschen eher denken orientieren sich andere eher anderen Sinneseindrücken Erfahrungen wie z.B. Schmerz oder Glück . Daher ist es schwierig den Wahrnehmungsprozess zu beschreiben da er von Mensch zu grundlegend verschieden sein kann so haben auch Beispiel viele psychische Krankheiten ihre Ursachen in eine krankhaft gestörte

Organisationsprinzipien der Wahrnehmung

Unter den Organisationsprinzipien der Wahrnehmung versteht bestimmte Gesetzmäßigkeiten und Erfahrungswerte nach denen der Wahrnehmung die aufgenommen Reize klassifiziert. Sie lassen besonders einfach dort nachweisen wo der physikalische gegebene) und der phänomenale (empfundene wahrgenommene) Sachverhalt übereinstimmen.

Durch diese Prinzipien wird deutlich dass Wahrnehmung als auch die stete Adaption selbiger die ändernde Reizverhältnisse beim Menschen nicht durch sondern durch einen konstruktiven kognitiven Verarbeitungsprozess stattfindet.

Gruppierungs- und Gestaltungsgesetze

(In arbeit)

Gesetzte zur Selektion und Kognition

Kontextabhängigkeit

Der rechte blaue Ball scheint größer als linke obwohl ihre Größe identisch ist.

Objekte werden immer im Kontext mit Umgebung wahrgenommen. So erscheint in der Beispielgrafik rechte blaue Ball größer als der linke ihre Größe identisch ist.

Der Kontext kann dabei nicht nur Größenwahrnehmung sondern auch die Bedeutung oder Funktion Wahrgenommen verändern. Die Kontextabhängigkeit wird deutlich wenn Objekt aus seinem gewohnten Kontext herausgelöst wird in einen atypischen Kontext gesetzt wird. Ein im Wasser ist etwas alltägliches ein Schiff einer Wiese hingegen würde sofort unsere Wahrnehmung sich ziehen ein Effekt den die Werbung für sich nutzt um Aufmerksamkeit zu erzielen. gilt die Kontextabhängigkeit nicht nur für die Wahrnehmung. Studien haben gezeigt dass auch bei Wahrnehmung von Konsonanz bzw. Dissonanzen in der eine Abhängigkeit zum Musikstück dem Ort dem usw. besteht.

Einfluss der Erfahrung

Müssen sich widersprechende Informationen verarbeitet werden das Gehirn die wahrscheinlichste Interpretation durch Vergleich bereits abgespeicherten (erlernten) Erfahrungen.

Filtereffekte

Die Sinnesorgane nehmen nur einen Teil der möglichen auf. Bei der Weiterverarbeitung werden diese Informationen kleinere Einheiten zerlegt getrennt verarbeitet (verstärkt abgeschwächt und in verschiedenen Gehirnarealen wieder zusammengeführt.

Bewertung

Jeder Sinneseindruck wird auch mit einem (Angst Freude Hunger etc.) verknüpft. Die Aufmerksamkeit es hauptsächlich welche die Auslese aus dem bestimmt.

Konstanzphänomene

(fehlt noch)

Reize und ihre Wirkung

Einteilung der Reize

Alternative Auffassung

Eine ganzheitlich-phänomenologische Auffassung zur Wahrnehmung die den hier dargestellten Thesen teilweise eine kritische einnimmt hat die Gestaltpsychologie bzw. Gestalttheorie entwickelt die in letzter Zeit in Wahrnehmungsforschung und Gehirnforschung wieder verstärkt aufgegriffen wird. Gesetztmäßigkeiten die in der Gestalttheorie beschrieben werden allerdings auch in der allgemeinen klassischen Psychologie nur ihrer Deutung unterscheidet sich partiel.

Siehe auch: Reiz | Psychologie | Allgemeine Psychologie



Bücher zum Thema Wahrnehmung

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