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Wald


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Dieser Artikel befasst sich mit dem Ökosystem Andere Bedeutungen unter Wald (Begriffsklärung)

Inhaltsverzeichnis

Definition

Der Wald ist ein Ökosystem in dem Bäume das beherrschende Element darstellen.

Rechtliche Definition
Deutschland BWaldG § 2 Wald
Österreich Forstgesetz § 1a
Schweiz WaG Art. 2

Funktionen

Wälder stellen vielfältige Funktionen für Ökologie und Erholung bereit.

begrenzende Faktoren

Laubwald mit umgestürztem Baum

Weltweit treten Wälder als Vegetationsformation natürlicherweise Gebieten mit einer (je nach Temperatur) bestimmten Niederschlagsmenge auf. Fällt weniger Niederschlag geht der Wald in eine Savanne oder Steppe über. Das gleiche gilt für Höhenlagen je nach den örtlichen Gegebenheiten ab einer Höhe eine natürliche Waldgrenze aufweisen oberhalb derer Wald mehr wachsen kann. Daneben spielen bestimmte z.B. Elefanten eine wichtige Rolle da sie sorgen das z.B Feuchtsawannen als offene Landschaften bleiben.

Innerhalb der thermischen Zonen ( tropisch meridional/austral nemoral boreal arktisch / antarktisch ) bilden sich je nach Humiditätsgrad (humid semiarid arid) und Jahreszeit der Niederschläge verschiedene bzw. Steppen Halbwüsten Wüsten und Tundren bzw. Hochgebirgsvegetationen aus.

Flächenverteilung

Die ausgedehntesten Waldgebiete der Erde sind tropischen Regenwälder um den Äquator und die Wälder der kalten bis gemäßigten Gebiete der ( Sibirien Kanada ).

Deutschland

Die Waldfläche in Deutschland beträgt ca. 30% das sind ungefähr 7 Mio. Hektar davon sind ca. 70% Staats- oder und 30% Privatwald. Dieser vergleichsweise hohe Waldanteil den Aufforstungsbemühungen hauptsächlich des 19. Jahrhunderts zu Im Vergleich dazu sind 25% der Siedlungsfläche davon sind 50% vollständig versiegelt (täglich um 129 ha zunehmend).

Deutschland ist damit dennoch wieder eines waldreichsten Länder in der EU . Dies gelang u.a. durch die Entwicklung Forstwirtschaft . (Siehe Geschichte des deutschen Waldes ).

Schottland

Schottland wurde ebenfalls in früherer Zeit völlig entwaldet jedoch wurden dort kaum Anstrengungen den so genannten Kaledonischen Wald der heute noch in kümmerlichen Resten existiert wiederaufzuforsten.

Ausprägungen

Vegetationstypen

siehe auch: Waldgesellschaften Mitteleuropas Weblink Info-Center Regenwald-Typen

Nutzung

Nicht nach den Pflanzengesellschaften oder dem vorherrschenden Klima sondern danach ob der Wald wirtschaftlich wird oder nicht kann man den Wald in nicht genutzen Urwald der sich wiederum lässt in:

  • Primärwald
  • Sekundärwald
und die bewirtschafteten Forsten .

Nutzungsformen

Diese lassen sich wiederum in verschieden der Bewirtschaftung einteilen obwohl aufgrund der Forstwirtschaft 19.Jahrhunderts die meisten Menschen nur noch Hochwälder Augen haben:

Durch "historischen Waldnutzungsformen" wie Waldweide und kam es zu sehr negativen Auswirkungen auf Fruchtbarkeit der Böden .

Sukzessionsstadien

Ökologisch lässt sich auch eine Einteilung nach Sukzessionsstadien vornehmen: das Mosaik-Zyklus-Konzept beschreibt die Formen der potentiell natürlichen Waldentwicklung. Auch die durch menschliche Nutzung Bestandesformen lassen sich in natürlich vorkommende Sukzessionsstadien

Ökonomie oder Ökologie ?

Durch die vielfältigen Funktionen des Waldes es bei Bewirtschaftung und sonstigen Nutzungen zu zwischen verschiedenen Interessengruppen.

Wilddichte

Zu hohe Wilddichte schadet dem Wald nicht nur als Wirtschaftsgut behaupten traditionelle Forstwirtschaftler und konservative Jäger an der Naturverjüngung sowie Verbissselektion seltener Arten auch Weblink " Jeden Tag Krieg im Forst - Forstmann Georg Meister über die seinen Kampf gegen die Jagdlobby und den Weg vom Holzacker zum Ökowald" ).

Hirsche Rehe und Feldhasen verbeißen den Jungwuchs so dass man umzäunen muss damit neue Bäume in großer und geradem Wuchs heranwachsen können (seien es oder die Etablierung der Naturverjüngung). Gerade Baumarten selten sind werden als "Spezialität" besonders stark

Pflanzen die in Baumschulen zur Wuchsbeschleunigung gedüngt wurden ziehen die besonders stark an (höhere Stärkeeinlagerung und höherer im Saft in den ersten Jahren nach Auspflanzung damit ein höherer Nährwert). Weiterhin ist von der Düngung einfach ein anderer Geschmack vermuten - sofern die angepflanzten Baumarten überhaupt nennenswerten Umfang "wild" vorkommen (rein aus Kostengründen die teure Pflanzung oft nur noch zur der Bestände mit dort nicht vorhandenen Laubbaumarten damit diese sich in einigen Jahrzehnten verjüngen. Kiefer und Lärche sähen sich oft genug selbst).

Gegen die von allen Seiten oft Vermutung des bevorzugten Verbisses von Baumschulpflanzen sprechen unter der Annahme das Wildlinge einen nur Anteil am Pflanzgut einnehmen - nach AFZ S. 459 die Ergebnisse der Bundeswaldinventur 1990 Rheinland-Pfalz : "Die Verbisssituation ist in Naturverjüngungsflächen noch als in Kunstverjüngungen (Pflanzungen)." Hier dürfte die einen entscheidenden Faktor darstellen: der verbissene Anteil Bäumen in Größen unterhalb der üblichen Pflanzsortimente erheblich größer.

Erst die Entwicklung der Forstbaumschulen ermöglichte großflächigen Anbau von anderen Baumarten als Kiefer und Fichte .

Megaherbivoren

Ob dieser Wildverbiss ökologisch schädlich ist oder nicht ist umstritten Wild und Verbiss in erträglichem Umfang gehört Abweidung und - der für Baumarten mit Anteilen eher Regel als Ausnahme darstellende - führen zu langfristiger Artenverarmung und zu wirtschaftlichen Die so genannte Megaherbivorentheorie geht davon aus dass erst durch durch große Pflanzenfresser ( Megaherbivoren ) eine mosaikartige Landschaft entsteht die eine Artenvielfalt ermöglicht. Die Megaherbivorentheorie geht davon aus die in Mitteleuropa ausgestorbenen Megacarnivoren also große Fleischfresser die Anzahl der auf einem Niveau halten würden dass es zur totalen Waldvernichtung noch zu eintönigen Buchenwäldern kommen würde sondern die Wälder einem Kreislauf aus entstehen wachsen altern und absterben wären. Letztes Stadium vor dem langsamen Auflichten der Wald dann langsam wieder verschwindet wäre artenreiche Hutewald .

Zu den Megaherbivoren fehlen in unserer Kulturlandschaft bisher noch die Megacarnivoren (die im Gegensatz zu ihren Beutetieren höhere Ansprüche stellen). Erfolge diese wieder anzusiedeln es aber bereits. Vor allem der Luchs aber auch der Wolf (in Sachsen) und der Braunbär (in Österreich) sind bereits wieder Teil Waldfauna.

Über die Dichte von Megaherbivoren in Zeiten gibt es fast keine Daten lediglich Forstwirtschaftlich wie ökologisch vorteilhafte dauerwaldartige Strukturen sind scharfe Bejagung der Megaherbivoren nach Meinung traditioneller Jägdverbände zu etablieren. Je höher die Schalenwilddichte (von Wildschweinen abgesehen) desto ärmer ist die Waldflora was reine Trophäe n jäger nicht interessiert. Oft hat selbst die Vergleich zu anderen Baumarten (sofern vorhanden) praktisch verbissene Fichte die auf den meisten Standorten auf sie heute nach künstlicher Ansiedelung wächst Probleme zu verjüngen.

historische Nutzungsformen

Wachholder in der Lüneburger Heide

Der sehr wertvolle und früher in Heidelandschaften häufige Wachholder dagegen wurde zum Beispiel die naturnahe Forstwirschaft fast ausgerottet. Fraglich ist der Bezugszeitraum: als Lichtbaumart geringer Wuchspotenz kann sich nur auf Magerstandorten "durchsetzen" die sogar Kiefer vor Probleme stellt. Diese Standorte entstanden nenneswerten Umfang erst durch Zerstörung von Wald Boden durch den Menschen - häufig viele vor Entwicklung der Forstwirtschaft.

Zu einer vollständigen Artenausstattung von Klimaxwaldgesellschaften es Jahrhunderte ununterbrochener Bestockung. Einzelne Flechtenarten reagieren aufgrund eines sehr geringen Ausbreitungspotentials gleichzeitiger Gebundenheit an Altbäume extrem empfindlich auf Störung des Klimaxzustandes.

Hutewälder sind eine historische landwirtschaftliche Form Waldnutzung. Nach traditioneller Meinung sei das dem wenig förderlich. Bis in die achtziger Jahre man einhellig der Meinung dass der relativ Buchenwald die potenziell natürliche Vegetationsform im überwiegenden Mitteleuropas sei. Seitdem haben aber andere Meinungen zunehmend an Boden gewonnen. Vor allem Versuche zum Beispiel im niederländischen Naturentwicklungsgebiet Oostvaardersplassen (einem erst in den 1970ern dem abgerungenen Land) aber auch in von Naturschutzverbänden Hutewaldprojekten kommen zu völlig anderen Ergebnissen.

Siehe auch: Bekannte Wälder in Deutschland Waldsterben Waldbrand Bergwaldprojekt

Diskussion

Da hier einige Sichtweisen aufeinanderprallen im selbst aber nicht diskutiert werden sollte sei auf die Diskussion:Wald verwiesen.

Weblinks




Bücher zum Thema Wald

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