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Walross


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Walross

Pazifisches Walross

Systematik
Überordnung : Laurasiatheria
Ordnung : Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie : Hundeartige (Canoidea)
Familie : Walrosse (Odobenidae)
Gattung : Odobenus
Art: Walross ( Odobenus rosmarus )

Das Walross ( Odobenus rosmarus ) ist eine Robbe die in den kalten Meeren der vorkommt. Zwei Unterarten das Atlantische ( O. r. rosmarus ) und das etwas größere Pazifische Walross O. r. divergens ) werden unterschieden.

Das Walross gehört zur Ordnung der Raubtiere und ist die einzige Art in Familie der Walrosse (Odobenidae). Der zoologische Name Odobenus ist aus dem griechischen odous (Zahn) und baino (gehen) abgeleitet und leitet sich von Beobachtung her dass Walrosse sich an Land ihren Stoßzähnen vorwärts ziehen. Rosmarus ist vom schwedischen Wort für Walross abgeleitet. Divergens (wegdrehen) kommt aus dem lateinischen und bezieht sich auf die Stoßzähne.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Das auffälligste Merkmal des Walrosses sind langen Stoßzähne. Sie sind bei beiden Geschlechtern die Männchen aber haben in der Regel Stoßzähne. Im Schnitt werden die Stoßzähne 50 lang ausnahmsweise werden aber Rekordlängen von 1 beobachtet. Außerdem kennzeichnend ist der Borstenbart der der Oberlippe herabhängt. Dieser wird beim Leben freier Wildbahn jedoch weitgehend abgenutzt und ist bei im Zoo gehaltenen Tieren so prominent. werden Walrossbullen 350 cm lang die Kühe 3 m; das Gewicht eines Männchens liegt einer Tonne Weibchen wiegen um 800 kg.

Walrosse wirken aus der Entfernung kahl aber in Wahrheit von einem kurzen stoppeligen bedeckt. Die Haut ist extrem dick (4 und faltig. Bei der Geburt haben Walrosse kräftig rotbraune Farbe im Alter werden sie blasser und sind schließlich gelblichbraun. An der eines Walrosses kann man daher sein Alter

Bei jungen Walrossen sind auch die nicht entwickelt. Sie haben noch eine vollständige Sowie die Hauer (die beiden oberen Eckzähne) wachsen beginnen. Die Schneidezähne fallen während des aus und die Backenzähne sind ohnehin verkümmert.

Wie die wahrscheinlich verwandten Ohrenrobben haben Walrosse sehr bewegliche Flossen die bessere Beweglichkeit an Land erlauben als beispielsweise Flossen der Seehunde . Der Penisknochen des Bullen ist mit Länge von über 60 cm der längste Tierreich sowohl in absoluter Länge als auch Relation zur Körpergröße.

Lebensraum

Meistens leben Walrosse auf dem Treibeis Arktis . Im Winter ziehen sie südwärts um Packeis auszuweichen verlassen aber die polaren Breiten der Regel nicht. Es gibt vier voneinander Populationen:

  1. Das Pazifische Walross hält sich im in der Beringsee auf; im Sommer durchqueren die Populationen Beringstraße in Richtung Norden und suchen den in der Tschuktschensee auf.
  2. Die westlichen Populationen des Atlantischen Walrosses zwischen der Hudson Bay und der Westküste Grönlands .
  3. Die östlichen Populationen des Atlantischen Walrosses zwischen der Ostküste Grönlands und Spitzbergen .
  4. An der Nordküste Sibiriens lebt eine weitere Population die gelegentlich eine dritte Unterart (Laptewsee-Walross O. r. laptevi ) eingestuft wird.

Lebensweise

Ernährung

Walrosse ernähren sich im Wasser wo bis zu 100 m tief und über Minuten lang tauchen. Sie fangen gelegentlich Fische aber vorwiegend von Muscheln Schnecken und Krebstieren . Bei der Suche nach diesen Organismen Meeresbodens setzen sie ihren Borstenbart ein mit sie den Sand durchkämmen. Die Stoßzähne kommen der Nahrungssuche nicht zum Einsatz. Muscheln und werden entweder zwischen den Vorderflossen oder durch Aufeinanderdrücken der Lippen geknackt.

Obwohl Kleintiere die Hauptnahrung ausmachen überwältigt Walross manchmal auch sehr große Beute. Vor andere Robben fallen gelegentlich einem Walross zum Da Walrosse aber keine aktive Jagd betreiben dies nur selten vor. In manchen Fällen es auch zu Kannibalismus wobei ein altes Tier neugeborene Walrosse

Feinde hat das Walross kaum zu Der Eisbär versucht gelegentlich eine Herde in Flucht versetzen um zurückbleibende Einzel- oder Jungtiere zu wird sich aber hüten ein ausgewachsenes Tier

Sozialverhalten

Zwei Walrosse gehen an Land

Die Hälfte ihres Lebens halten sich an Küsten arktischer Inseln oder am Packeisrand wo sie sich in großen Herden versammeln. der Paarungszeit sind diese Herden nach Geschlechtern Es gibt eine feste Rangordnung die sich der Größe der Stoßzähne und der Körpergröße Vor allem zwischen den Bullen kommt es außerhalb der Paarungszeit zu Auseinandersetzungen deren Grund bevorzugter Ruheplatz an Land sein kann. Haben keinen Erfolg kommt es zu Kämpfen bei die Stoßzähne eingesetzt werden und die mit Wunden enden können.

Zur Paarungszeit sammeln sich Walrosse zu größeren Herden die - wo die Bejagung den Menschen noch keine gravierenden Folgen hatte mehrere tausend Tiere umfassen; Küstenlinien von 100 und mehr werden dann von den Kolonien Jüngere und schwächere Männchen haben in diesem keine Chance und sammeln sich an Randplätzen Kolonie. Auf zwanzig Kühe kommt in der ein Bulle der kräftig genug ist einen zu führen. Auch hier kommt es zwischen Bullen zu heftigen Kämpfen.

Fortpflanzung

Die Paarung findet wahrscheinlich im Wasser Nach der Befruchtung bleibt das Ei zuerst einige Monate dormant (entwickelt sich nicht weiter) die elfmonatige eigentliche Tragzeit beginnt. Eine trächtige bringt nur ein Kalb zur Welt. Die sind knapp 1 m lang und können schwimmen. Nach zwei Jahren werden die Jungtiere bleiben aber noch ein bis drei weitere bei dem Muttertier. Weibchen werden mit sechs mit neun bis zehn Jahren geschlechtsreif.

Ein Walross kann bis zu 40 alt werden.

Menschen und Walrosse

Vor allem für die Inuit hat das Walross seit jeher eine Bedeutung gehabt sowohl in religiöser Hinsicht als für den Alltagsbedarf. Es lieferte Fleisch und und die Stoßzähne waren wie die übrigen in den völlig baumlosen Gegenden wertvolles Baumaterial. Jagd durch die Inuit konnte die Bestände nicht gefährden.

Walross-Kolonie

Mit dem Vordringen weißer Jäger in arktischen Meere wurde die Situation für die fatal. Sie wurden nun intensiv bejagt vor um des Elfenbeins ihrer Stoßzähne wegen. Entlang der Ostküste kamen sie bis nach Cape Cod und Golf von St. Lorenz vor. Hier wurden 16. und 17. Jahrhundert jedes Jahr mehrere Walrosse getötet. Im 19. Jahrhundert gab es von Labrador kein einziges Walross mehr. Auf der nach noch nicht erloschenen Kolonien drangen die in immer entlegenere Regionen vor. Einen Eindruck den Dimensionen des Gemetzels bekommt man bei Schätzung dass allein zwischen 1925 und 1931 den Küsten der kanadischen Arktisinsel Baffinland 175.000 getötet wurden. Das Atlantische Walross war dadurch fast ausgestorben; aus nicht bekannten Gründen haben die Bestände nicht annähernd erholt und mit 15.000 atlantischen Walrossen gibt es heute nur winzigen Bruchteil der ursprünglichen Bestandsgröße.

Das Pazifische Walross wurde vergleichbar dezimiert die Jagd erst viel später begann. Hier konnten sich aufgrund von Schutzmaßnahmen seitens der und Russlands die Bestände wieder erholen und Zahl verzehnfachte sich so dass es heute 200.000 Pazifische Walrosse gibt.

Umgekehrt kam es in einzelnen Fällen zu Angriffen von Walrossen auf Menschen. Hier vor allem Boote wie Kajaks von aggressiven umgestoßen und die Insassen angegriffen und zum getötet. Zum Nahrungsspektrum des Walrosses gehört der allerdings nicht; solche Angriffe sind eher eine zu nahe kommender Eindringlinge in ein Walross-Territorium.

Sonstiges

Die Walrossfamilie ist fossil seit dem Miozän nachgewiesen. Im Miozän und im darauffolgenden Pliozän gab es mehrere Arten der Familie Während des Pleistozäns war bereits die heutige Art verbreitet zwar wegen der günstigen eiszeitlichen Bedingungen sehr viel weiter als heute. lebten selbst an den Küsten Mitteleuropas und

Das berühmteste Walross in Deutschland war Walross Antje das Maskottchen des NDR .

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