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Webspinnen


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Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Tiergruppe Webspinnen. Für manchmal ähnlich genannte Suchprogramme des siehe Webcrawler .
Webspinnen

Systematik

Stammgruppe : Urmünder (Protostomia)
Überstamm : Häutungstiere (Ecdysozoa)
Stamm : Gliederfüßer (Arthropoda)
Unterstamm : Kieferklauenträger (Chelicerata)
Klasse : Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung : Webspinnen (Araneae)
Unterordnungen
  • Gliederspinnen (Mesothelae)
  • Vogelspinnenartige (Mygalomorphae)
  • Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Die Webspinnen (Araneae) häufig auch als echte Spinnen bezeichnet sind die bekannteste Ordnung der Spinnentiere (Arachnida) einer Klasse der Gliederfüßer (Arthropoda). Mit etwa 34.000 Arten stellen zugleich neben den Milben (Acari) die artenreichste Ordnung der Spinnentiere

Inhaltsverzeichnis

Bau der Webspinnen

Äußere Anatomie

Webspinnen haben acht Beine im Gegensatz B. zu den Insekten (Insecta) die nur sechs Beine haben. und Brust sind bei ihnen zu einem dem so genannten Prosoma (Cephalothorax) verschmolzen. Darauf folgt der ungegliederte und stark hervortretende Hinterleib ( Opisthosoma ).

Die vorderen Gliedmaßen des Kopfes die Kieferklauen ( Cheliceren ) dienen als Kiefer zum Ergreifen der Sie enden mit einer wie die Klinge Taschenmessers einschlagbaren Klaue an deren Spitze der einer Giftdrüse mündet. Das Gift fließt in die durch die Klaue Wunde und tötet kleinere Beutetiere fast augenblicklich. Auch die beiden anderen die Kiefertaster ( Pedipalpen ) haben im allgemeinen einen ähnlichen Bau eine ähnliche Verwendung. Als Unterkiefer tragen sie mehrgliedrigen Taster beim Weibchen von der Form eines Beins beim Männchen mit aufgetriebenem als Begattungsorgan Endglied. Es folgen dann am Prosoma vier Laufbeine. Diese Beine bestehen aus je sechs sieben Gliedern. Die meist langen bei den Gattungen sehr verschieden gebauten Beinpaare enden mit kammartig gezahnten Krallen oft noch mit kleiner Afterkralle oder einem Büschel gefiederter Haare.

Der Hinterleib ist rundlich und durch dünnen Stiel (Petiolus gebildet aus dem ersten mit dem Prosoma verbunden. Er trägt keine An seiner Bauchseite liegt die Geschlechtsöffnung und von ihr befinden sich die beiden Stigmen (Spaltöffnungen) der so genannten Lungensäckchen öfters noch ein zweites Stigmenpaar. Den After umgeben am Ende des Hinterleibs vier sechs Spinnwarzen aus denen die Absonderung der hervortritt. Letztere sind birnförmige zylindrische oder gelappte Ihr proteinhaltiges Sekret gelangt durch Hunderte feiner Röhrchen nach erhärtet an der Luft schnell zu einem und wird unter Mithilfe der Fußklauen zu bekannten Gespinst verwebt.

Innere Anatomie

Das Nervensystem besteht aus dem Gehirn und einer Brustganglienmasse. Die Augen sind und befinden sich auf der Oberseite des Hinter dem Stirnrand stehen acht seltener sechs Punktaugen in einer nach den Gattungen und verschiedenen Anordnung.

Der Darmkanal läuft relativ geradlinig vom Mund zum After . Er ist in die Speiseröhre den Magen mit fünf Paar Blindschläuchen und den untergliedert. In den Darm münden die Lebergänge zwei verästelte Harnkanäle. Der Lebersaft wirkt ähnlich der Bauchspeicheldrüse der höheren Wirbeltiere .

Die Atmungsorgane sind meist eigentümliche so Fächertracheen oder Tracheenlungen auch Lungensäckchen genannt; doch sich außerdem auch noch gewöhnliche Tracheen in welche die Luft durch Luftlöcher eintritt.

Das Herz liegt gewöhnlich als mehrkammeriges Rückengefäß im es besitzt seitliche Spaltöffnungen zum Eintritt des und häufig Arterienstämme am vorderen und hinteren Das Blut fließt aus einem pulsierenden im Hinterleib Rückengefäß durch Arterien zu den Gliedmaßen und Kopf umspült zurückkehrend die Lungensäckchen und tritt drei Paar seitliche Spaltöffnungen in das Rückengefäß

Fortpflanzung und Entwicklung

Kreuzspinne

Webspinnen sind getrenntgeschlechtlich. Die Männchen oft äußere Merkmale erkennbar und kleiner als die haben einen Hinterleib von geringerem Umfang als Weibchen und besitzen paarige Hodenschläuche aber in der Regel keine eigenen so dass mitunter so entfernt gelegene Gliedmaßen die Kiefertaster die Übertragung der Spermien auf Weibchen übernehmen. Das verdickte Endglied der Kiefertaster dazu löffelförmig ausgehöhlt und enthält einen spiralig Faden nebst hervorstreckbaren Anhängen. Bei der Begattung füllt das Männchen dieses Glied mit und führt es in die weibliche Geschlechtsöffnung wo sich ein besonderes Behältnis zur Aufbewahrung Spermien (die Samentasche) befindet. Die Weibchen besitzen oder paarige Eierstöcke deren Eileiter meist gemeinschaftlich am Anfang des Hinterleibs Zuweilen leben beide Geschlechter friedlich nebeneinander in Gespinsten oder selbst eine Zeit lang in Gespinst; in anderen Fällen stellt das stärkere dem schwächeren Männchen wie jedem anderen Beutetier und selbst bei der Begattung ist das gefährdet dem Weibchen als Beutetier zu dienen.

Eichblatt-Radnetzspinne

Bei Webspinnen ist das Verhalten des Tieres wichtig für eine erfolgreiche Befruchtung des Wenn das Männchen nicht das artspezifische Ritual kann es vom Weibchen nicht als Geschlechtspartner werden und wird nicht selten Opfer desselben Kannibalismus ).

Alle Webspinnen legen Eier. Die Entwicklung im Ei ist insofern interessant als Embryo eine Zeitlang einen deutlich aus zehn zwölf Segmenten bestehenden Hinterleib besitzt an dem auch die Anlagen von Gliedmaßen zeigen die im weiteren Verlauf samt der Gliederung wieder Die Weibchen tragen die Jungen häufig in Gespinsten bis zu ihrem Ausschlüpfen in einem mit sich herum. Die ausschlüpfenden Jungen erleiden Metamorphose haben also meist schon die Form ausgewachsenen Tiere bleiben aber bis nach der Häutung im Gespinst der Eihüllen.

Junge Webspinnen verschiedener Arten erzeugen im lange Fäden ( siehe Altweibersommer) mittels welcher sie sich hoch die Luft erheben um sich an andere tragen zu lassen.

Die Lebensdauer der Webspinnen ist nicht bei den Insekten beschränkt; Weibchen häuten sich auch als Tiere noch in bestimmten Zeiträumen und sind fortpflanzungsfähig. Sie besitzen ein zähes Leben so manche monatelang ohne Nahrung existieren können. Ihre Regenerationsfähigkeit ist enorm. Verlorene Gliedmaßen können z.B. ersetzt werden.


Lebensweise der Webspinnen

Eine Kreuzspinne spinnt ihre Beute ein

Webspinnen leben räuberisch und ernähren sich meist von erbeuteten Gliedertieren besonders Insekten die sie aussaugen. Hierzu werden die zunächst mit einem enzymhaltigen Verdauungssaft aufgelöst welchen Spinne in ihr getötetes Opfer einbringt ( siehe extraintestinale Verdauung ). Viele Spinnenarten bauen Netze um ihre Beute einzufangen. Die Gespinste bei den verschiedenen Gattungen im Aussehen stark ab. Oft halten sich die Spinnen in Nähe der Netze in röhren- oder trichterartigen auf. Es gibt aber auch viele Spinnen vagabundieren und ihre Beute im Lauf oder überfallen.

Fast sämtliche Webspinnen sind Landtiere die am Tage oft verborgen halten und nur der Dämmerung oder nachts aktiv sind. Sie sind den ganzen Erdkreis verbreitet doch finden sich den heißeren Zonen die meisten und größten Die einzige Spinnenart welche im Wasser lebt die Wasserspinne ( Argyroneta aquatica ). Allerdings gibt es eine Reihe von die auf der Wasseroberfläche jagen.

Systematik der Webspinnen

Grammastola rosea aus Chile

Die Arten der Webspinnen werden aktuell 105 Familien aufgeteilt wobei die Einteilung vor allem der Form und Größe der Spinndrüsen der der Augen dem Bau der Cheliceren und Pedipalpen sowie dem Vorhandensein eines Cribellum erfolgt. diese Weise ergeben sich drei als Unterordnungen Gruppen:

  • Webspinnen
    • Unterordnung Gliederspinnen (Mesothelae)
    • Opisthothelae
      • Unterordnung Vogelspinnenartige (Orthognatha)
      • Unterordnung Echte Webspinnen (Araneomorphae)

Fossile Arten finden sich z. B. in Bernstein eingeschlossen vor. Ein bekannter ausgestorbener Vertreter Spinnen ist die Megarachne .

Die weitere Unterteilung der Gruppen wird den jeweiligen Artikeln angesprochen.

Spinnen und Menschen

Einige Webspinnen können durch ihr Gift dem Menschen gefährlich werden so die in Nord - und Südamerika beheimatete Schwarze Witwe deren Biss tödlich wirken kann oder in Australien beheimatete Atrax robustus . Europäische Webspinnen wie die Kreuzspinne oder die italienische Tarantel dagegen sind harmlos. Dies gilt auch die manchmal in Bananenkisten eingeschleppte Vogelspinne . Die einzige in Deutschland beheimatete Giftspinne Biss unangenehme Begleiterscheinungen hervorrufen kann ist der Dornfinger ( Cheiracanthium punctorium ).

Die Angst vor Spinnen nennt man Arachnophobie .

Siehe auch: Spinne des Jahres Portal Lebewesen

Literatur

  • Ax P (1999): "Das System der II. Ein Lehrbuch der phylogenetischen Systematik"; Gustav Verlag.
  • Brusca RC Brusca GJ (2003): Invertebrates 2nd Ed.; Sinauer Ass. Kap. 19 661 ISBN 0878930973
  • Foelix RF (1992): " Biologie der Spinnen "; Thieme Stuttgart
  • Heimer S Nentwig W (1990): " Spinnen Mitteleuropas "; Verlag Paul Parey Berlin Hamburg
  • Jones D (1996): " Der Kosmos-Spinnenführer "; Franch-Kosmos Verlags-GmbH & Co Stuttgart
  • Kullmann E Stern H (1981 1996): Leben am seidenen Faden "; Franch-Kosmos Verlags-GmbH & Co Stuttgart
  • Roberts EJ (1995): Field Guide:Spiders of Britain and Northern Europe ; Harper Collins ISBN 0002199815
  • Ruppert EE Fox RS Barnes RP Invertebrate Zoology - A functional evolutionary approach 7th Ed.; Brooks/Cole Kap. 18 S. ISBN 0030259827
  • Weygoldt P (1996): " Chelicerata - Spinnentiere "; in Westheide W Rieger R: " Spezielle Zoologie - Teil 1: Einzeller und Tiere " Gustav Fischer Stuttgart Jena

Weblinks

  



Bücher zum Thema Webspinnen

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