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Weißwurst


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Weißwurst ist eine helle Brühwurst die als Münchner Spezialität gilt. Sie wird traditionell frühmorgens und vormittags als Imbiss auf Märkten und Wirtshäusern mit süßem Senf "Brezen" (Laugenbrezeln) und Bier verzehrt.

Bei Weißwürsten wird der Darm nicht mitgegessen. Sie wird entweder "gezutzelt" d.h. Inhalt wird mit den Zähnen aus dem gezogen oder auf gesittetere Weise genossen in man sie zuerst auf dem Teller so halbiert daß der Darm auf der Unterseite bleibt und der Inhalt mit dem Besteck heruntergewälzt werden kann. Eine Weißwurst in Scheiben schneiden und komplett zu verzehren ist nicht unerfreulich für den Esser sondern verrät auch Mangel an landeskundlichem Wissen.

Echte Münchner Weißwürste werden aus Kalbfleisch und Schweinerückenspeck hergestellt je nach Rezept mit Petersilie Zitronenschale Macis und Zwiebeln auch Ingwer und Kardamom gewürzt. Die Zugabe von Kalbskopf oder ist möglich. Die fertige Wurstmasse wird in gefüllt zu etwa 12-15 cm langen Würsten und möglichst frisch gebrüht also in heißem nicht kochendem Wasser gegart.

Aus der Zeit vor Erfindung der stammt die Empfehlung Weißwürste dürften das Mittagsläuten 12 Uhr nicht hören. Heute werden sie ganzen Tag über angeboten.

Mittlerweile werden "Münchner Weißwürste" auch industriell außerhalb Münchens hergestellt und vorgebrüht in Dosen eingeschweißt weltweit vertrieben. Diese Würste entsprechen aber dem ursprünglichen Rezept schon weil sie nur Schweinefleisch hergestellt werden.

Die "Schutzgemeinschaft Münchner Weißwurst" will die Münchner Weißwurst" bei der EU-Kommission in Brüssel als heimische Marke registrieren wie es schon bei "Nürnberger Rostbratwurst" "Parma-Schinken" "Champagner" geschehen ist und hat dazu 2004 Antrag beim Patentamt gestellt. Dann dürften sich nur noch München nach Originalrezepten hergestellte Weißwürste "Münchner Weißwürste" Der Fleischerverband Bayern hat einen zweiten Antrag mit dem Ziel das Herstellungsgebiet von München Altbayern und Schwaben auszudehnen. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

Die Weißwurst ist so wird es erzählt eine Zufallserfindung des Wirts vom "Gasthaus ewigen Licht" Sepp Moser: Am Rosenmontag 1857 gingen ihm die Schafsdärme für die aus während schon die Gäste warteten. Der Lehrling kam aber mit Schweinedärmen zurück die zäh für Bratwürste sind. In der Not Moser sie trotzdem mit der fertigen Masse die Würste jedoch nicht sondern brühte sie heißem Wasser. Ähnliche Würste gab es bereits 14. Jahrhundert in Frankreich .

Zubereitet werden Weißwürste indem man sie Minuten in ca. 75° heißem Wasser erwärmt. kann auch Wasser zum Kochen bringen den vom Feuer nehmen und die Weißwürste in sich abkühlende Wasser geben. In kochendem Wasser sie und verlieren an Geschmack.

Eng verwandt mit der Weißwurst sind Wollwurst und Stockwurst .

Siehe auch: Weißwurstäquator



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