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Wiener Becken


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Das Wiener Becken ist ein tektonisches Becken im Nahtbereich zwischen Alpen und Karpaten . Die weite Ebene hat spindelförmigem Grundriss mit einer Ausdehnung 50 x 200 km und liegt zu 80% in Niederösterreich . Kleine Teile reichen nach Tschechien und in die Slowakei hinüber.

Die "prätertiäre" Basis des Beckens sank mittleren Tertiär - gegen Ende der alpinen Gebirgsbildung vor etwa 20 Millionen Jahren - in die Tiefe da die Erdkruste im Bereich Wiens eine Schwächezone hat. Diese Bewegung hält 1-2 mm pro Jahr auch heute noch

Im Becken und an seinem westlichen wo das Gelände von 800 bis 2000 m Höhe 150-200 m in der Ebene abfällt kommt regelmäßig zu kleineren Erdbeben . An der Thermenlinie finden sich unterirdische Quellen von Mineralwasser (z.B. das beliebte Vöslauer ). Zahlreiche bekannte Bade- und Kurorte liegen an den Beckenrändern z.B. Baden Bad Vöslau Oberlaa Bad Fischau oder - am Ostrand nahe Bratislava bzw. der Grenze zu Ungarn - Bad Deutsch Altenburg und Sauerbrunn.

In Wien und dem betroffenen Umland wohnen etwa Millionen Menschen. Die Erschließung durch Verkehrsadern und für den Fremdenverkehr ist traditionell gut - liegt doch Beckenzentrum an der Donau und der alten Bernsteinstraße . Etwa 10 von Wien ausgehende Bahnlinien 5 Autobahnen und rund 20 Bundesstraßen die Verkehrsknoten der Region. Im Nordteil überwiegt die Landwirtschaft im Süden wechseln Industrie Wald und Weingärten .

In den Jahrmillionen seit seinem Absinken das Wiener Becken mit Meeres - und Fluss - Sedimenten aufgefüllt die Mächtigkeiten bis zu 6 erreichen. Sie stammen vom hier befindlichen Meer und aus den Ostalpen vom Wienerwald und den Karpaten . Die obersten Zehnermeter wurden in den Eiszeiten abgelagert.

Die Sedimente sind - wie auch ungarischen Pannonien und im südwest-deutschen Rheingraben - vornehmlich Schotter Sande Mergel und der "Wiener Tegel". Sie sorgen teilweise fruchtbare Ackerböden und gutes Trinkwasser im Untergrund.

Der vor- tertiäre Beckenboden besteht aus Sandstein bzw. Flysch Kalk Grauwacke und Kristallin und spiegelt die lokalen Gesteine an Erdoberfläche wieder. Er hat eine spezifische Dichte zwischen 2.6 und 2.8 g/cm³ wogegen Sedimente an der Oberfläche nur etwa 2.0

Der resultierende Dichtekontrast von 0.4 bis 0.8 g/cm³ wurde früh mit gravimetrischen Methoden untersucht aber auch mit Seismik . Denn in Tiefen von etwa 500 4000 m befinden sich große Mengen an Erdöl und Erdgas die seit den 1930ern gefördert werden.

Siehe auch: Autobahn Erdölbohrungen Grundwasser klastisches Sediment Heilquellen Heuriger Industrie Kurorte Marchfeld Pannonisches Becken Steinfeld Weinbau Weinviertel .




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