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Wiener Kongress


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Der Wiener Kongress ( 1. Oktober 1814 - 9. Juni 1815 ) war eine Konferenz aller politischen Mächte die sich anlässlich der Niederlage des napoleonischen Frankreichs im vorangegangenen Frühjahr zur Neuzeichnung der Landkarte des Kontinentes versammelte. Er wird als der metternichschen Restauration angesehen.

Die Verhandlungen wurden auch fortgeführt als Napoleon I. aus dem Exil zurückkehrte und seine in Frankreich im März 1815 wiederherstellte. Die Schlussakte des Kongresses wurde Tage vor Napoleons endgültiger Niederlage bei Waterloo unterzeichnet.

Wichtigste Teilnehmer des Kongresses waren Fürst von Metternich für Österreich der preußische Fürst von Hardenberg und Zar Alexander I. von Russland die sich zur so Heiligen Allianz zusammenschlossen sowie Viscount Castlereagh für England.

Hauptresultate des Kongresses

  • Frankreichs gibt seine 1795 - 1810 annektierten Gebiete zurück bleibt aber Großmacht den Grenzen von 1792.
  • Russland vergrößert sein Territorium auf Kosten von (große Teile des von Napoleon I. beherrschten polnischen Gebietes hatte der Zar Herzogtum von Warschau als "Königreich von Polen" Kongresspolen ") einverleibt)
  • Preußen verzichtet auf Polen erhält jedoch das um Posen und verschiebt seinen Bereich nach Westen gewinnt Westfalen und das nördliche Rheinland ).
  • Deutschland wird in eine erheblich verringerte Zahl Einzelstaaten gegliedert ein Prozess den bereits Napoleon der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches 1806 begonnen hatte. Der lockere Deutsche Bund souveräner Staaten entsteht. Diese Entscheidung wird allem von patriotisch gesinnten Studenten als Verrat erhofften deutschen Reich angesehen. Die Burschenschaften entstehen.
  • Auch Österreich erwirbt Gebiete hinzu vornehmlich die ehemalige Republik Venedig erobert durch Frankreich 1797 . Es wird aber durch die Vergrößerung imperialen Nachbarn eher geschwächt.
  • Die früher österreichisch beherrschten südlichen Niederlande (in etwa das heutige Belgien) werden Nordniederlanden einverleibt und bilden damit das vereinigte Königreich der Niederlande .
  • Die deutschen Staaten Bayern und Hannover werden vergrößert während Sachsen gleichsam als Strafe für sein einstiges mit Frankreich nördliche Gebiete an Preußen verliert.
  • Dänemark gibt aufgrund seiner Unterstützung für Napoleon Norwegen an Schweden ab. Siehe hierzu: Frieden von Kiel

In den meisten anderen Punkten sucht Kongress eine Rückkehr zu den Vorkriegsgrenzen von 1792 und eine Wiederherstellung der Herrschaft der Monarchien Europas – einschließlich einer wieder hergestellten Bourbonen dynastie .

Während des Kongresses kursierte in Wien Witz der trotz seiner Übertreibung einiges über paar wichtige Teilnehmer des Kongresses aussagt:

  • Zar Alexander I von Russland: Er für alle.
  • Friedrich Wilhelm von Preußen: Er denkt alle.
  • Friedrich von Dänemark: Er redet für
  • Maximilian von Bayern: Er trinkt für
  • Friedrich von Württemberg: Er isst für
  • Kaiser Franz von Österreich: Er bezahlt alle.

Folgen des Wiener Kongresses

Die "Neu"ordnung Europas durch den Wiener die im Grunde eine Rückbesinnung auf die vor Napoleon und vor der französischen Revolution von 1789 waren blieben langfristig so haltbar. Trotz der dem Kongress folgenden Restauration der Unterdrückung nationaler und liberaler gar Bestrebungen hatten sich die Ideen von bürgerlichen und nationaler Eigenständigkeit im Bürgertum durch die französische Revolution und Napoleons Code Civil auch nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon festgesetzt. In den Jahren dem Kongress kam es immer wieder zu Aufständen bis hin zu Revolutionen und Kriegen die sich gegen die jeweils innenpolitischen auch zwischenstaatlichen Beschlüsse des Wiener Kongresses wandten. Frankreich kam es 1830 bei der liberalen Julirevolution die auch Auswirkungen auf die Nachbarstaaten wo sie teilweise nach zusätzlichen Aufständen zu führte zum Sturz des 1815 wieder installierten Karl X. und zur Einsetzung des Bürgerkönigs Louis Philippe . Die Polen gaben sich nie mit ihrer Aufteilung Österreich Preußen und Russland ab. In fast regelmäßigen Abständen kam in den jeweiligen polnischen Provinzen immer wieder nationalpolnischen Aufständen gegen die Vorherrschaft Russlands Preußens Österreichs. In den Staaten des deutschen Bundes trotz massiver Repression und Zensurmaßnahmen eine liberale und nationale Bewegung heran schließlich in der Märzrevolution von 1848/49 zum Sturz des metternichschen führte. In Italien blühten nach 1815 bis immer wieder die verschiedenen Aufstände des Risorgimento (=Wiedererstehung) auf. Mit dem Ziel einer Italiens die endgültig zwischen 1861 und 1870 in Kriegen gegen Österreich erkämpft wurde lehnten die italienischen Nationalrevolutionäre gegen die Vorherrschaft der Habsburger in Norditalien und der Bourbonen in Süditalien auf.

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