Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 24. Juni 2019 

Wolf Dietrich von Raitenau


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wolf Dietrich von Raitenau * 26. März 1559 in Schloss Hof (nahe Bregenz ) † 16. Januar 1617 auf der Festung Hohensalzburg Fürsterzbischof von Salzburg 1587 - 1612

Wolf Dietrich stammte aus einem Kleinadelsgeschlecht im Bodenseeraum begütert war hatte über seine jedoch entfernte Verwandtschaftsbeziehung zu den Medici . 1587 als Kompromisskandidat zum Erzbischof gewählt führte schon nach kurzer Zeit Reformen in der und Verwaltung durch. Anfänglich strikt auf gegenreformatorischer Linie (sogar mit einer Protestantenausweisung 1589 ) fand er bald zu einer Politik Toleranz die ihn allerdings der Kurie entfremdete. stand mit Tycho Brahe in Kontakt und rezipierte Machiavellis Ideal vom souveränen Renaissancefürsten das er früh absolutistischem Sinn umdeutete.

Er gilt als großer Kunstsammler. Bedeutend er aber vor allem als Bauherr die Bauten wurden allerdings von ihm wieder niedergerissen kamen unter seiner Regierungszeit nicht mehr zur Nach dem Brand des Salzburger Doms 1598 wurde die Ruine gemeinsam mit 55 niedergerissen um Platz für einen neuen Dombau machen. Die Planungen wurden von Vincenzo Scamozzi der zugleich ein neues Raster für die entwarf: Residenz- und Mozartplatz gehen auf diese Planungen zurück. Auch Residenz und die Neue Residenz wurden von ihm gebaut; die Residenz 1592 wieder abgerissen da sie nicht mehr erschien und erst 1609 fertig gestellt.

Für seine Lebensgefährtin Salome Alt (mit der er 16 Kinder hatte) er das Schloss Altenau bauen das von seinem Nachfolger in Mirabell umbenannt wurde. Ein Bild von Camillo (geb. 1546 in Bologna) das die Grablegung darstellt zeigt Salome Alt im Vordergrund als Magdalena. W.-D. stiftete dieses Werk dem Paulinerkloster wo sich das Familiengrab befand von wo es dann ins benachbarte Hiltensweiler (bei Tettnang kam und nun den dortigen barocken Hochaltar

Zu Fall brachten ihn die politischen mit Bayern: sein Fernbleiben von der Katholischen Liga lief der Politik Maximilians von Bayern zuwider. Weitere Streitpunkte waren der Salzpreis die Abtei Berchtesgaden die von Salzburg als Teil seines von Bayern jedoch als Satellitenstaat betrachtet wurde. Einmarsch der Salzburger Truppen in Berchtesgaden 1611 wurde von den Bayern mit einem in Salzburg beantwortet; Wolf Dietrich wurde auf Flucht gefasst und bis an sein Lebensende seinem Nachfolger Markus Sittikus Graf von Hohenems zuerst in Hohenwerfen später auf der Festung Hohensalzburg interniert.

Trotz des abrupten Endes seiner Regierung die Stadt Salzburg ihr barockes Aussehen in Linie ihm - dank seiner ist sie älteste Barockstadt nördlich der Alpen und wurde den späteren Zeitgenossen deswegen Deutsches Rom genannt. Diese Vorbildwirkung half dem Barockstil wesentlich bei seiner Verbreitung nördlich der




Bücher zum Thema Wolf Dietrich von Raitenau

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wolf_Dietrich_von_Raitenau.html">Wolf Dietrich von Raitenau </a>