Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 20. August 2019 

Wolfgang Clement


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Wolfgang Clement

Wolfgang Clement (* 7. Juli 1940 in Bochum ) ist ein deutscher Politiker ( SPD ) und seit Oktober 2002 Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit .

Leben

Nach seinem Abitur auf der Graf-Engelbert-Schule in Bochum absolvierte zunächst ein Volontariat bei der Westfälischen Rundschau in Dortmund . Danach begann er ein Studium der Rechtswissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster welches er 1965 mit dem ersten juristischen Staatsexamen beendete. Er war dann Rechtsreferendar und Assistent am Institut für Prozessrecht Marburg . Ab 1968 arbeitete er wieder bei der Westfälischen zunächst als politischer Redakteur dann als Ressortleiter Politik und schließlich als stellvertretender Chefredakteur .

Seit 1970 ist Clement Mitglied der SPD . Von 1981 bis 1986 war er Sprecher des Bundesvorstandes von 1985 bis 1986 war er zugleich stellvertretender Bundesgeschäftsführer der SPD . Von 1994 bis 2001 war er Mitglied des Landesvorstandes in ab 1996 als stellvertretender Vorsitzender. Seit 1997 ist er Mitglied im Bundesvorstand der SPD seit Dezember 1999 als stellvertretender Bundesvorsitzender.

1986 wechselte er als Chefredakteur zur " Hamburger Morgenpost". 1989 verließ er dieses Blatt und wurde der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsident Johannes Rau . Ab 1990 bekleidete er diesen Posten im Range Ministers für besondere Aufgaben. Von 1993 bis 2002 war er Mitglied des Landtages von Nordrhein-Westfalen . 1995 dann wurde er Minister für Wirtschaft und Mittelstand Technologie und Verkehr .

Im Frühsommer 1998 wurde er als Nachfolger von Johannes Rau Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen . Seit dem 22. Oktober 2002 ist er Bundesminister für Wirtschaft und

Wolfgang Clement gilt als engagierter und kompromißlos harter Verfechter einer strukturkonservativen Industrieförderungspolitik innerhalb SPD. Schon zu seiner Zeit als nordrhein-westfälischer lieferte er sich erbitterte regierungsinterne Debatten mit grünen Umweltministerin Bärbel Höhn die – wenn meist erfolglos – nicht bereit war die Clement vertretene Fortsetzung der Kohlesubventionierung und der ausschließlichen Förderung großindustrieller Projekte mitzutragen (vgl. Garzweiler II ).

Wurde Clement bei seinem Eintritt in Bundesregierung noch als Hoffnungsträger der SPD gesehen im Jahr 2003 angesichts der sich häufenden Bundeskanzler Gerhard Schröders als dessen einzig denkbarer Amtsnachfolger) wandelte dieses Bild bald unter dem Einfluß zweier

  • Ressortbezogen durch die – erneut innerhalb Regierung ausgetragene – Dauerfeindschaft mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen). Entscheidend für diesen ist der Umstand daß Clement als geradezu Lobbyist der Großindustrie auftritt der sich offen bekennt die Interessen der Industrie in Politik zu wollen und dabei keinerlei Interesse für Lösungen an den Tag legt. Bezeichnend für Haltung war Clements Politik u.a. in der des Dosenpfands des Ausstiegs aus der Atomenergie und auf der Weltklimakonferenz von Kyoto beschlossenen Handels mit Emissionszertifikaten .
  • Übergreifend durch die zunehmenden Akzeptanzprobleme denen die Regierung Schröder wegen der im Rahmen Agenda 2010 beschlossenen Reformen ausgesetzt sieht. Clement besetzt diesem Zusammenhang ein Schlüsselressort das unter Erfolgszwang In dieser von starkem äußeren Druck gekennzeichneten erweist sich das aufbrausende Temperament und die diplomatische Begabung Clements als wachsendes Problem für Vermittlung der teilweise schmerzhaften Reformen.

siehe auch: Bundesregierung

Web-Links


Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen :
Rudolf Amelunxen | Karl Arnold | Fritz Steinhoff | Franz Meyers | Heinz Kühn | Johannes Rau | Wolfgang Clement | Peer Steinbrück

Arbeitsminister der Bundesrepublik Deutschland :
Anton Storch | Theodor Blank | Hans Katzer | Walter Arendt | Herbert Ehrenberg | Heinz Westphal | Norbert Blüm | Walter Riester | Wolfgang Clement

Wirtschaftsminister der Bundesrepublik Deutschland :
Ludwig Erhardt | Kurt Schmücker | Karl Schiller | Helmut Schmidt | Hans Friderichs | Otto Graf Lambsdorff | Manfred Lahnstein | Otto Graf Lambsdorff | Martin Bangemann | Helmut Haussmann | Jürgen Möllemann | Günter Rexrodt | Werner Müller | Wolfgang Clement



Bücher zum Thema Wolfgang Clement

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wolfgang_Clement.html">Wolfgang Clement </a>