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Wolke


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Wolkenhimmel
Wolken im engeren meteorologischen Sinne sind große Ansammlungen von Wassertröpfchen bzw. Eisteilchen hauptsächlich in der Troposphäre .

Eine Wolke in Bodennähe bezeichnet man Nebel .

Ansonsten werden auch ähnlich aussehende fliegende von Staub und Sand umgangssprachlich als Wolken

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung besteht Wolke nicht aus Wasserdampf da dieser als genauso unsichtbar ist wie die restliche Luft. ist immer ein so genanntes Aerosol .

Erst nach dem Abkühlen des Wasserdampfes eine bestimmte Temperatur (der so genannte Kondensationspunkt ) bleiben einzelne Wasserdampfmoleküle durch Kohäsion aneinander und bilden winzige Wassertröpfchen in großer Höhe winzige schwebende Eiskristalle.

Die Tropfenbildung wird beschleunigt wenn sich der Atmosphäre eine ausreichende Anzahl sogenannter Kondensationskeime Solche Keime können z.B. Staubkörnchen sein aber größere Moleküle oder Pollen.

In der Meteorologie unterscheidet man Wolken nach Form und über dem Boden.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Wolken wie auch Nebel entstehen aus Luftfeuchtigkeit.

Zuerst verdunstet Wasser - meist unsichtbar.

Wenn sich die Bedingungen ändern d.h. und/oder Temperatur nimmt die Aufnahmefähigkeit der Luft Wasserdampf ab. Irgendwann ist die Luft gesättigt der Wasserdampf kondensiert.

Bei sehr niedrigen Temperaturen um 0°C die Aufnahmefähigkeit der Luft auch in Bodennähe gering. Dadurch entsteht beim nächtlichen Absinken der Bodennebel.

Siehe Aggregatzustand.

Klassifizierung

Nach der offiziellen Klassifzierung der World Meteorological Organization werden Wolken nach ihrer Höhe in Wolkenfamilien eingeteilt die 10 Wolkengattungen umfassen.

Die Höhenangaben variieren mit der geographischen da die unterste Schicht der Atmosphäre ( Troposphäre ) am Äquator rund doppelt so hoch reicht wie den Polen. Ausserdem sind im Winter die niedriger als im Sommer.

Pauschalisierend kann man sagen dass sich Höhen an der aktuellen Höhe der Tropopause orientiert.

In der Äquatorgegend erstreckt sich das Wolkenstockwerk von 2.000-8.000 Meter und das oberste 18.000 Meter in Polnähe sind es 2.000-4.000 und die Obergrenze liegt bei 8.000 Metern.

Cirrus+Cumulus

Normalerweise trifft man mehrere Wolkenformen gleichzeitig dadurch verbergen mitunter einige Wolken andere.

 

 

Hohe Wolken

Hohe Wolken auch Cirruswolken Federwolken genannt bewegen sich in 6.000 bis Metern Höhe.

Diese bestehen ausschließlich aus feinen Eiskristallen haben sie eine charakteristische strahlend weiße Farbe sind fast nicht mit anderen Wolkenfamilien zu

An ihrer Bewegung kann man die und Geschwindigkeit der Höhenwinde abschätzen die für Wettervorhersage entscheidend sind.

Cirrus

Cirruswolken

Cirren (Abkürzung: Ci ) sind zarte Fäden oder schmale Bänder Ränder meist durch die Höhenwinde ausgefranst sind. der Regel besitzen sie dennoch scharfe Umrisse.

 

 

Cirrocumulus

Cirrocumuluswolken

Cirrocumulus ( Cc ) sind kleine miteinander verwachsene Wolken die eine gerippelte Wolkenschicht bilden ("kleine Schäfchenwolken").

Diese können mitunter so hoch werden sie unter sich cirrusuntypische Schatten bilden und Altostratus (sh. unten) verwechselt werden können

 

Cirrostratus

Cirrostratuswolken

Cirrostratus ( Cs ) sind feine Schleier aus Eiskristallen die bilden wenn große Warmluftmassen langsam emporsteigen sich abkühlen und die Feuchtigkeit kondensiert.

Sie sind Vorboten einer Warmfront und einer Wetterverschlechterung. Cirrostratus erzeugen oft Halos .

Kondensstreifen

Kondensstreifen sind künstliche von Flugzeugen erzeugte Cirruswolken. der Verbrennung von Flugbenzin entsteht neben CO 2 auch Wasserdampf welcher fast augenblicklich gefriert.

Kondensstreifen können je nach Wetterlage lange haben und mit zusätzlicher Luftfeuchtigkeit mächtige regelrechte bilden.

In niedrigeren Luftschichten erzeugen Flugzeuge kein Phänomen.

Mittelhohe Wolken

Mittelhohe Wolken befinden sich zwischen 2.000 und 6.000 Höhe. Sie bestehen überwiegend aus Wassertröpfchen und relativ uncharakteristisch; Verwechslungen mit tiefen Wolken kommen vor.

Einziges Indiz ist da die Winde dieser Höhe in der Regel stärker sind die Wolken kleinere länglichere Formen bilden und starkem Wind scheinbar viel langsamer vorbei ziehen die niederen Wolken.

Altocumulus

Altocumuluswolken

Altocumulus ( Ac ) könnte man als "gröbere Schäfchenwolken" umschreiben. der stärkeren Winde sind sie meist etwas und kleiner als niedrigere Wolken sie sind trotz allem schwer von Stratocumulus zu unterscheiden.

 

 

Altostratus

Altostratuswolken

( As ) ist eine mittelhohe Schichtwolke auch "Hochnebel" Sie ist leicht von Cirrostratus zu unterscheiden weil sie die Sonne verdeckt.

Die Unterscheidung von Stratus fällt deutlich schwerer weil auch bei die Sonne sichtbar sein kann.

Niedrige Wolken

Niedrige Wolken bewegen sich unter 2.000 Metern Höhe.

Da sie aus Wassertröpfchen bestehen sind oben meistens bläulich-weiß aber an ihrer Unterseite nach Mächtigkeit bläulich-grau bis dunkel.

Cumulus

Cumuluswolken

Cumulus ( Cu ) Haufenwolke umgangssprachlich auch "Blumenkohlwolken" genannt sind scharf einander abgegrenzte dichte Wolken und bestehen hauptsächlich Wassertröpfchen.

Dies ist die klassischste unverwechselbarste Wolkenform. tritt meist bei schönem Wetter auf wenn Luft etwas feuchter ist.

Am frühen Morgen kann sie als gewertet werden dass sich Gewitter bilden werden. entstehen Cumuluswolken im Tagesverlauf aus dem durch Sonne verdunstende Wasser.

Aus Cumuluswolken entwickeln sich bei genügend Cumulonimbuswolken ; Anzeichen dafür sind eine turmartige Form Wolken. Sind die Wolken eher kugelig ist genügend Luftfeuchtigkeit für die Gewitterbildung vorhanden.

Aus mächtigen Cumuluswolken kann es auch aber nur äußerst wenig sodass man nicht einer Regenwolke sprechen kann.

Stratocumulus

Stratocumuluswolken

Stratocumulus ( Sc ) Schicht-Haufenwolken entstehen ähnlich wie Cumuluswolken allerdings bei unterschiedlicher Luftschichtung und stärkerem

Dies macht die Unterscheidung vom Altostratus schwer.

 

Stratus

Stratuswolke

Stratus ( St ) ist eine niedere Schichtwolke auch als Nebel bezeichnet die bei geeigneter Wetterlage bis Boden reichen kann.

Stratus Pannus

Stratus Pannus (lat. zerrissener Stratus ) ist eine Begleiterscheinung von Nimbostratus .

Dieser entsteht durch im Fall verdunstenden kondensierenden Regen wodurch er baldigen Regen ankündigt. ist auch bei lang anhaltendem Regen zu

Nimbuswolken

Nimbuswolken (lat. Sturmwolken ) oder auch Regenwolken sind Wolken mit großer vertikaler Ausdehnung sich über alle 3 Höhenbereiche); nur diese verursachen anhaltenden Regen oder auch Hagel .

Nimbostratus

Nimbostratuswolke

Nimbostratus ( Ns ) ist eine tiefhängende blaugraue Wolkendecke die langanhaltende Niederschläge verursacht. Sie besteht aus Wassertröpfchen Regentropfen Eis- und Schneekristallen und entwickelt sich oft Altostratuswolken.

 

 

Cumulonimbus

Cumulonimbuswolke

Cumulonimbus ( Cb ) sind mächtige Sturmwolken die sich etliche hoch auftürmen.

Häufig verbreitert sich das obere Ende weil die sich auftürmende Wolkenmasse an die Tropopause stößt.

Sie sind die klassischen Gewitterwolken und aus Wassertröpfchen und in den oberen Wolkenschichten Eiskristallen. Sie bringen massive Schauer und Hagel sind auch die Wolkenform von Wirbelstürmen .

Allerdings ist ihre Form häufig nicht zu erkennen da sie von anderen Wolken wird.

Besondere Wolkenformen

Zur genaueren Beschreibung und für ungewöhnliche werden diese noch in Wolkenarten und Wolkenunterarten

  • linsenförmig
  • Cirrocumulus Floccus flockenartig
  • Stratus Pannus zerrissen
  • Castellanustürmchen
  • Mamma Euter

Wetterbeobachtung

Frontpassage

Eine Front kündigt sich meist langsam indem zuerst immer mehr Cirruswolken dann Cirrostratus zusätzlich Altostratus und schließlich Nimbostratus aufziehen. Diese läuft in umgekehrter Reihenfolge nach Durchzug der ab.

In der Regel ist sie begleitet Cumuluswolken je nach Stärke der Front auch Cumulonimbuswolken.

Eine Warmfront unterscheidet sich von der bezüglich der Wolken vorallem darin dass bei Warmfront die Wolken langsamer aufziehen und sie der Kaltfront langsamer abziehen.

Gewitter und Stürme

Gewitter und Stürme sind die charakteristischen Sie treten in der Regel schnell auf verziehen sich schnell wieder. Sofern sie nicht Verbindung mit Fronten auftreten klart der Himmel schnell auf.

In einigen Fällen sind die Wolken isoliert d.h. sie bilden einen einzelnen Block ansonsten heiterem Himmel. Daher sind Gewitter vorallem Gebirge tückisch. Sie können lokal innerhalb einer auftauchen abregnen und weiter ziehen.

Es gibt aber auch extrem große sog. Superzellen. Sie sind aufgrund der Ausdehnung dem Auge kaum von Nibostratus oder einer zu unterscheiden. Diese können Wirbelstürme mit sich bringen und bestimmen das viel länger als normale Gewitter.

Anomalien

Anomalien sind sehr ungewöhnliche Wolken die dem klassischen Modell widersprechen.

Perlmutterwolke

Eine Anomalie stellt die Perlmutterwolke dar. Sie bildet sich in der Stratosphäre nahe der Polarregionen in Höhen von bis 29 km.

Normalerweise kommen in der Stratosphäre wegen niedrigen Wasserdampfgehaltes keine Wolken vor.

Perlmutterwolken entstehen in Europa an den Gebirgen Norwegens und Schottlands durch aufsteigende Luftmassen.

Sie zeigen schöne Farben die besonders sind wenn die Sonne bereits hinter dem steht. Die Perlmutterwolke besteht aus Eiskristallen welche Lichtbrechung die perlmuttartigen Farben erzeugen.

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