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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 6. Juli 2020 

Radiologie. Vom Fall zur Diagnose


von Jörg-Wilhelm Oestmann

Kategorie: Bildgebende Verfahren allgemein
ISBN: 3131267526

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Anschauliche Differentialdiagnosen
In diesem Buch wird man ĂŒber eine Menge von Differentialdiagnosen an die eigentliche Falldiagnose herangefĂŒhrt. Die bebilderten DD sind anschaulich und verstĂ€ndlich erklĂ€rt. Die allgemeine Beschreibung des Krankheitsbildes fĂ€llt allerdings recht oberflĂ€chlich aus. Ich hĂ€tte mir auch zum Anfang eines jeden Kapitels eine Übersicht des Organs mit Benennung der relevanten Strukturen gewĂŒnscht. Der ein oder andere Pfeil mehr hĂ€tte auch nicht geschadet!
Die eingestreuten Anekdoten fand ich erheiternd und auflockernd.
Insgesamt lĂ€ĂŸt sich das Buch in kurzer Zeit durchlesen und ist fĂŒr eine kurzfristige PrĂŒfung gut geeignet. Die große Anzahl der Bilder hat mir gut gefallen!

mittelmĂ€ĂŸig
Radiologie im mĂŒndlichen zweiten Staatsexamen....da musste noch schnell ein Buch her.
Insgesamt hat der Oestmann bei der Vorbereitung fĂŒr die PrĂŒfung geholfen, aber nochmal wĂŒrde ich das Buch nicht kaufen.
Erstens ist es viel zu unĂŒbersichtlich, weil die Bilder und der dazugehörige Text hĂ€ufig nicht auf der gleichen Seite sind. Man blĂ€ttert teilweise ĂŒber mehrere Seiten hinweg, um die zu einem Bild passende ErklĂ€rung zu finden. Der Seitenaufbau ist zu verschachtelt und unĂŒbersichtlich. Wenn man gerade ein Kapitel insgesamt durcharbeitet, geht es noch. Wenn ich aber spĂ€ter nochmal die ErlĂ€uterungen zu einem Bild lesen möchte, und mich dafĂŒr ewig durch ein Kapitel wĂŒhlen muß, finde ich das sehr lĂ€stig.
Außerdem ist mir das "nebenher-blabla" zu viel. In der Legende zu einer Kalottenberstungsfraktur möchte ich nicht noch den Kommentar "hoffentlich haben die Angehörigen jetzt genug Kraft, den Patienten zur Organspende freizugeben" lesen. Ähnliche Beispiele von "blabla", welches den Text ĂŒberflĂŒssig aufblĂ€ht, gibt es viele.
Was ich auch sehr störend (oder eher wirklich bescheuert) finde, ist die Tatsache, daß der Autor auf den Wunsch eines Lesers der ersten Auflage nach mehr Pfeilen und Beschriftung mit der ErklĂ€rung reagiert: "Mal sehen. Wo es sich machen lĂ€sst, fĂŒge ich noch Pfeile ein. Aber auf einem Bild im Radiologenalltag sind ja auch keine Pfeile." Ähhhhhhh----geht's noch? NatĂŒrlich gibt es auf den Bildern, die man spĂ€ter im Berufsleben zu befunden hat, keine Pfeile, die auf pathologische Strukturen hinweisen. Aber das hier soll ein LEHRbuch sein. Da hilft jeder Pfeil.

Insgesamt kann man mit dem Buch einiges lernen, und weil ich es nunmal gekauft habe, werde ich es auch durcharbeiten und evtl. sogar fĂŒr das kommende PJ behalten.
Aber um das Buch wirklich weiterzuempfehlen, gibt es zu viele Dinge, die mir ĂŒbel aufstoßen.

Fit in Radiologie!
Welcher Medizinstudent kennt das nicht: Mal wieder hat man zu spĂ€t mit dem Lernen begonnen, nun sind es nur noch wenige Tage bis zur Klausur. BĂŒcher gibt's genug, nur wie soll man als Student wissen, was aus diesen z.T. ausufernd dicken LehrbĂŒchern wirklich wichtig ist und was nicht? Und dann auch noch Radiologie! Sind das nicht diese komplizierten Röntgen-, CT- und MRT-Bilder, auf denen man als Student zunĂ€chst sowieso nur lustig anmutende Muster aus verschiedenen Graustufen erkennt?
Hier hilft das Buch von Oestmann!
Der Leser begleitet 4 Studenten durch deren turbulenten klinischen Alltag, meistert zusammen mit ihnen unzĂ€hlige FĂ€lle und lernt dabei spielend die Radiologie beinahe von ganz allein. Anhand von TestfĂ€llen am jeweiligen Kapitelende lĂ€sst sich das Erlernte und dessen richtige Anwendung schnell ĂŒberprĂŒfen. Auch die Grundlagen der radiologischen Bildgebung und das Zustandekommen verschiedener BildphĂ€nomene werden in einem EinfĂŒhrungskapitel leicht verstĂ€ndlich erklĂ€rt, endlich kein "Radiologie, das ist doch zur HĂ€lfte Physik, das verstehe ich ja sowieso nicht"-mehr.
Dabei ist der Umfang des Buches gut zu bewĂ€ltigen. Als Leser (mit u.U. nur wenig Zeit) merkt man schnell, dass die fĂŒr die klinische Anwendung wirklich wichtigen Dinge klar im Vordergrund stehen, und nicht -wie bei zahlreichen anderen LehrbĂŒchern- auch alle nur erdenklichen RaritĂ€ten mit aufgenommen wurden.
Dieses Buch hat alles, was man fĂŒr die anspruchsvolle Radiologieklausur, den klinischen Alltag als Student und das Examen braucht! Ich hab's selbst fĂŒr das 2. Staatsexamen (schriftlicher und mĂŒndlicher Teil) und im PJ verwendet, kann es Euch sehr empfehlen!
Siehe auch:

Bildgebende Verfahren allgemein > Radiologie. Vom Fall zur Diagnose
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