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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 23. Oktober 2019 

Der Kreuzritter


von Stephen J. Rivelle

Kategorie: USA
ISBN: 3453195698

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Ein außergewöhnliches Buch
Nachdem die Welle der historischen Romane über uns geschwappt ist, konnte man sehr schnell feststellen, dass nicht viel gutes oder sogar außergewöhnliches dabei ist. Das Buch die Kreuzritter von Rivelle ist da eine Ausnahme. Aus der Sicht eines Kreuzfahrers wird die "Unternehmung" rettet das heilige Land aus der Perspektive eines teilnehmenden erzählt. Schnell verliert der Leser die Einstellung, dass das Kreuzfahrertum edel und heroisch war. Vielmehr wird dem Leser klar, dass neben religiösem Fanatismus, erheblichen organisatorischen Problemen in erster Linie Verrat an der Tagesordnung waren. Schon nach kurzer Zeit bleibt in dem Buch nichts mehr von dem strahlenden Expeditionskorps Richtung Jerusalem übrig. Bemerkenswert ist auch, wie der Autor es schafft, die Rolle des Protagonisten zu gestallten. Im Laufe der Geschichte wird aus dem gottesfürchtigen Mann mit hohen moralischen Ansprüchen ein Realist, der die Ziele des Kreuzzugs in Frage stellt.
Neben der Haupthandlung gelingt es Rivelle auch immer wieder ein sehr lebhaftes Bild des Lebens des Mittelalters zu zeichnen. Insgesamt ein empfehlenswerter Lesespass, der nur durch sein etwas abruptes Ende ein wenig enttäuscht.

Eine gelungene Story über den 1.Kreuzzug
Vorweg gesagt: Ein Buch das ich jedem Freud von Historienromanen empfehlen kann. In eindrucksvoller und authentisch erscheinender Form werden hier die Abenteuer und Strapazen der Kreuzritter auf dem ersten Kreuzzug geschildert. Der Held steht jedoch auch den Führern des Zuges nahe genug, um den Leser einen Einblick in die Charaktere der Anführer der Kreuzritter zu gewähren. So ist es möglich nachzuvollziehen, daß nicht immer unbedingt here Glaubensmotive die Triebfeder ihres Handelns waren. Packend sind auch die Beziehungen des Helden zu den ihn umgebenden Personen beschrieben und auf den Leser warten überraschende Wendungen. Der Held wird sehr menschlich dargestellt, also kein beutegieriger Raubpatron oder streng-gläubiger Sühnetuender. Gläubige Beweggründe des Helden, die zu Beginn des Romans sein Handeln prägen, werden teilweise mit feinem Humor des Autors und teilweise durch realitätsnahe Meinungen der ihn umgebenden Personen hinterfragt, sodaß er gezwungen ist die Motive seines Handelns zu überprüfen.
Insgesamt ist das Buch sehr spannend und hat mir so manche schlaflose Nacht bereitet.

Zu schön um wahr zu sein ...
Dieses Buch entführt einen in die Zeit des 1. Kreuzzuges, welchen man mit den Augen des "Roger de Lunel" verfolgt. Flüssig zu lesen und recht spannend geschrieben wiedersteht man mühelos dem Drang das Buch aus der Hand zu legen. Die zweifellos erfunde Lebensgeschichte der Hauptfigur spielt sich vor dem uns bekannten, realen Hintergrund ab.

So gern ich auch der Versuchung erliegen möchte, zu glauben, ein Mann von Rogers Stand und Bildung hätte zu seiner Zeit Überlegungen wie die im Buch geschilderten, anstellen können, erscheint es mir doch etwas zu optimistisch. Aber ohne diese Brise würde vielleicht einfach der "Zauber" fehlen.

Alles in Allem hat mir dieses Buch sehr gefallen und ich werde nicht müde es weiter zu empfehlen.
Siehe auch:

USA > Der Kreuzritter
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