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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 23. September 2019 

Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere


von Milton Hildebrand

Kategorie: Allgemein
ISBN: 3540007571

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Endlich !!!
Endlich! Ein Ersatz für das bisherige Standardwerk, den "Romer/Parsons", ist auf dem deutschsprachigen Markt. Die Übersetzung und Überarbeitung des Werkes war dringend notwendig. Insbesondere unter didaktischen Gesichtspunkten ließ der Romer viele Wünsche offen. Ganz anders das von Claudia Distler übersetzte Buch von Hildebrand/Goslow. Es besticht einerseits durch seine detaillierte Darstellung der verschiedenen Aspekte der vergleichenden Anatomie. Dies betrifft auch die Abbildungen, welche wesentlich übersichtlicher als beim "Romer", aber trotzdem sehr detailliert und ausführlich beschriftet sind. Andererseits ist mit diesem Werk eine beispiellose Breite gelungen. So werden Morphologie, Phylogenie und Ontogenie von Strukturen und strukturelle Adaptatioen äußerst detailiert, und in einer sehr lebendigen und leicht zu verstehenden Sprache erläutert. Das Buch ist für Studierende des Hauptstudiums ein absolutes "Muss". Daneben kann ich es meinen zukünftigen Kollegen (den Lehrern) und allen anderen nur dringend empfehlen, die von den Wirbeltieren unseres Planeten fasziniert sind. Eine wahre Freude dieses Buch zu lesen!

Äußerst gelungene Übersetzung eines Klassikers
Es ist ein Zeichen der Zeit, Anglizismen in großer Zahl zu benutzen, oft ohne das eigentlich dafür notwendige Verständnis der englischen Sprache, wie immer wieder in Umfragen deutlich dokumentiert wird. Deshalb kommt eine deutsche Übersetzung eines renommiertes Lehrbuch aus dem englischsprachigen Bereich genau zur richtigen Zeit. Die Details der Anatomie der Wirbeltiere sind gelegentlich so kompliziert, dass vor allem bei Studierenden im Grundstudium ein deutschsprachiger Text bevorzugt wird. Wie die Vorlage überzeugt die Übersetzung einerseits durch eine Fokussierung auf verschiedene funktionelle Aspekte der Anatomie, nicht nur bei den Anpassungen des Skelettes an die unterschiedlichen Formen der Fortbewegung. Andererseits bieten vor allem die Exkurse Informationen weit über den Tellerrand der vergleichenden Anatomie hinaus (siehe z.B. die Beschreibung der Kontinentaldrift, der hox-Gene oder nicht-invasiver Methoden in der Hirnforschung). Erfreulich ist die Tatsache, dass Claudia Distler eine Übersetzung gelungen ist, die weitgehend ohne die anfangs angesprochenen Anglizismen auskommt. Einziger kleiner Wermutstropfen, der wohl unvermeidbar durch den äußerst attraktiven Preis des Buches diktiert wird: Die Abbildungen sind allesamt schwarzweiß und wenig eindrucksvoll.

Eine sehr gute Alternative! Voll und ganz empfehlenswert!!
Eine sehr gute Alternative!

Das Standardwerk zur Anatomie der Wirbeltiere war bisher der Romer, weil es kein anderes Buch gab, welches diese Thematik umfassend behandelt. Die Texte im Hildebrand sind im Gegensatz zum Romer verständlich geschrieben, was das Lernen deutlich erleichtert! Man erfährt zusätzlich viel über die Zusammenhänge zwischen Anatomie und Funktion (wieso gibts das eigentlich?) und es macht auch Spaß sich „einfach so" etwas durchzulesen. Voll und ganz empfehlenswert!!
Siehe auch:

Allgemein > Vergleichende und funktionelle Anatomie der Wirbeltiere
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