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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 2. Juli 2020 

Kreide für den Wolf


von Roland Baader

Kategorie: Sozialismus
ISBN: 3930039699

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Für fortgeschrittene Baader-Fans
"Kreide für den Wolf" gehört zu den frühen Werken des Nationalökonomen Roland Baader, einem geistigen Schüler des Nobelpreisträgers, Wirtschaftswissenschaftlers und freiheitlichen Philosophen Friedrich August von Hayek. Einerseits ist das Buch eine Kampfansage an den vorherrschenden Sozialismus und sein (un-)geistiges Fundament, eine flammende Streitschrift für die Freiheit. Andererseits ist es aber zum Einstieg in die Lektüre Baaders nicht zu empfehlen, da es in der Aussage noch nicht die Radikalität und Klarheit späterer Bücher hat, dafür aber eine sehr aggressive Sprache benutzt. Für Einsteiger besser: "Die belogene Generation" oder "Totgedacht"

Sozialismus ist Tod
Als der Kommunismus zusammenbrach, glaubten in der westlichen Welt alle, daß die sozialistische Idee am Ende sei. Auch heute ist dieser Irrglaube noch sehr weit verbreitet. In Wirklichkeit hat der Wolf nur ein Schafsfell angelegt: Die sozialistische Wahnidee, die für den Tod von Millionen Menschen verantwortlich ist, lebt im modernen Sozialstaat weiter, der unter dem Deckmantel der Humanität ein inhumanes und unsoziales, weil zutiefst ineffektives System errichtet hast, ein System, das fortwährend Wohlstand und Wachstum verhindert und zum Zusammenbruch des deutschen und europäischen Wirtschaftssystems führen wird, wenn ihm nicht Einhalt geboten wird. Diese Feststellung ist zugleich Thema und Ausgangspunkt von Roland Baaders Buch. Die geistesgeschichtlichen Grundlagen des sozialistischen Irrtums und auch seine Wirksamkeit in der aktuellen Politik werden schlüssig, packend und nachvollziehbar aufgezeigt, wobei der Autor sich nicht scheut, seine Aussagen auch polemisch zuzuspitzen, was seinem Buch nicht schadet, sondern die nötige Würze verleiht. Der Sozialismus ist nicht tot, er lebt auf mörderische Weise bis heute fort. Aber „Sozialismus ist Tod" - dieser These Baaders kann man sich nach der Lektüre seines Buches nicht mehr entziehen.

Brillant
Baader hat es vorausgesehen! Bereits 1991, nach dem (scheinbaren) Zusammenbruch der kommunistischen Systeme in Osteuropa und der UdSSR, zeigt Baader gnadenlos auf, wie und warum die sozialistisch-kollektivistischen Kräfte bis heute weiterwirken.
Auch und vor allem ist das Buch ein sprachliches Geniestück. Mit einem flotten und gnadenlos zynischen Spruch auf den Lippen vermag es Baader, die Argumente seiner Gegner mit leichter Feder zu entzaubern und die Systematik hinter der Gehirnakrobatik der Sozialisten aufzuzeigen.
Er geht auch auf die Frühsozialisten in Frankreich ein, zeigt auf, welchen Einfluss sie auf Marx, Engels, Lenin, Trotsky etc. etc. gehabt haben, um sich anschließend diesen zu widmen.

Durchaus als Abendlektüre geeignet und durch Baader's Schreibstil leicht verständlich, ist es kaum zu glauben, dass ein so wichtiges Buch so wenige Wellen schlägt.
Siehe auch:

Sozialismus > Kreide für den Wolf
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