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Wechsel Arbeit ins Studium / Zulassung u. Vorbehalt / Tipps?
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Malaikat
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Anmeldungsdatum: 23.05.2009
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 11 Feb 2017 - 01:53:56    Titel: Wechsel Arbeit ins Studium / Zulassung u. Vorbehalt / Tipps?

Hallo zusammen,

mich würde interessieren, ob jemand Erfahrungen / Vorschläge hat (Anfragen an die Studienberatung kann ich immer noch stellen, am Wochenende aber schwierig) -

Ich bin 26, arbeite seit ca. 2,5 Jahren im öffentlichen Dienst ( noch Probezeit), habe davor eine dreijhährige Ausbildung mit Diplomabschluss / Finanzamt gemacht.
Prinzipiell würde ich gerne mit Data Science anfangen (Stuttgart oder Marburg), Beginn zum Wintersemester, d.h. so Anfang Oktober, in Stuttgart gäbe es Vorkurse für Mathe / Informatik, bereits ab September 17.

Problem sieht wie folgt aus:

Durch den Abschluss bin ich fünf Jahre gebunden, da zu arbeiten, die Hälfte ist jetzt rum, bis zum Oktober wären 3 / 5 rum, bei einer Kündigung meinerseits müsste ich wohl Bezüge zurückzahlen (ich rechne da überschlägig mit ca. 10 000 - 15 000 €, selbst wenns bedeutend niedriger wäre imo finanziell keine sinnvolle Entscheidung).
Bei einer Entlassung (wäre Anfang November) würde ich wohl um Rückzahlung herumkommen, macht sich aber schlecht im Lebenslauf, liegt ggf. in der Akte - wenn ich aber meinen Urlaub aufspare, könnte ich rechtzeitig prinzipiell zu den Vorkursen fahren, Wohnung organsieren, etc.

Kündigen will ich also nicht, bei Entlassung hätte ich wohl Zeit zum studieren (würde nebenbei Arbeiten gehen), wenn ich die Verbeamtung kriegen würde, könnte ich das Studium nicht beginnen. Ob ich entlassen werde, weiß ich nicht (O-Ton der Zuständigen: "Die Entscheidung liegt bei Ihnen"), hinzu kommt, dass ich theoretisch nicht schlecht war, praktisch wahrscheinlich nicht schlecht bin, aber die Arbeit nicht leiden kann (im Wesentlichen in der Ausbildung und auch jetzt anderen Leuten hinterhergeräumt).

Sollte ich mich versuchsweise mal Einschreiben - würde dadurch eine evtl. spätere Einschreibung verwirkt? Sollte ich die Entlassung um jeden Fall vermeiden (in zwei Jahren dann zu kündigen, wäre ja irgendwie verschwendete Zeit, wobei ich mich natürlich privat weiterbilden könnte)?
Die aktuelle Arbeit hat keinen Reiz, jeden Tag dasselbe....bei entspr. Organisation wäre effizientes Arbeiten schon möglich, aber wird einem maximal durch jährliche Versetzung gedankt. Ich habe nicht vor, eine Entlassung zu provozieren, d.h. werde auch weiterhin weiterarbeiten, unabhängig was passiert....

Tipps / Meinungen? Fürchte halt , dass ich bei Entlassung im Oktober schon zu viel vom Studium / Vorkursen verpasst haben könnte.
Sollte ich die Verbeamtung doch kriegen und mir das alles vorab organisieren/studieren anfangen, wäre die gesamte Orga für die Katz, müsste ja dann weiter arbeiten....
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5963

BeitragVerfasst am: 12 Feb 2017 - 04:58:02    Titel:

Die Entscheidung ob du Entlassen wirst liegt bei dir? Wie ist das zu verstehen? Weiss der Arbeitgeber von dem Wechsel-/Studienwunsch? Kündigung erzwingen, warum nicht. Du musst das Arbeitszeugnis ja nicht beilegen in Bewerbungen nach dem Studium (erwartet ohnehin niemand, weil es fachfremd ist).

Die IT der Finanzverwaltung (Elster) ist dir nicht interessant genug? Sicherer geht es nämlich nicht. Sobald man 2 oder mehr Kinder hat, nimmt sich das Gehalt auch nicht mehr viel zur Industrie (abgesehen von Städten wie München, Frankfurt, Düsseldorf...).

Zu den Vorkursen: das ist das Gleiche was dann in der regulären Vorlesung kommt, nur noch schneller, weil die Vorkurse ja 2 bis 3 Wochen am Stück gehen und nicht 4 Monate. Auf Amazon gibt es entsprechende Bücher zu Vorkursen, die sich deinem Tempo anpassen und damit besser geeignet sind.
Für Leute mit Abi geht es aber auch ohne Vorkurse, wenn man im Semester fleißig ist.

Dich zwingt aber auch niemand im ersten Semester alle Scheine zu machen. Wenn du nur die Hälfte schaffst, weil du das halbe Semester in der Kündigungsfrist gearbeitet hast, dann ist es halt so. 1-2 Semester mehr haben bei gefragten Studiengängen wie Informatik oder Elektrotechnik null Auswirkungen.

Was aber Auswirkungen hat: Ein Studium aus dem falschen Grund anzufangen. Zum Beispiel Programmieren kann jeder seit fast 20 Jahren zuhause, Computer und Compiler kosten kaum was oder sind ohnehin vorhanden. Mit RaspberryPi kann man sich an Trends wie Internet of Things probieren.
Wer das nie probiert hat und trotzdem denkt, Informatik sei das richtige. Dem rate ich dringend sich intensiv mit dem Stoff aus dem Modulhandbuch auseinanderzusetzen.

Btw: Informatik an der Uni ist ein halbes Mathe-Studium, was für die Forschung ausbildet. Die FHs bereiten einen darauf vor was die Industrie will.
Malaikat
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Anmeldungsdatum: 23.05.2009
Beiträge: 40

BeitragVerfasst am: 16 Feb 2017 - 23:46:26    Titel:

Okay, vielen Dank für die Antwort.

Ja, das habe ich mir auch schon gedacht, Studium aus falschen Gründen heraus anzufangen, wäre keine gute Idee, zumal Vorkenntnisse kaum vorhanden sind (ich "bediene" halt, war aber kein Mathe / IT-Crack).

Werde mich wohl mal vorsichtshalber einschreiben, Tendenz geht aber zum weiter arbeiten. Die Informatiksachen kann ich mir hobbymäßig ja erstmal drauf schaffen und mich dann ggf. doch noch umentscheiden.

Sicherheit ist zwar nett, aber ich wohne in einer der genannten Gegenden, Kinder will ich grds. keine und ich will aus Ballungsgebieten nicht weg, evtl. aber wechseln. A9 ist für mich single zwar schön, aber wie ich mir von dem Gehalt ne Wohnung ggf. für ne Familie leisten sollte, frage ich mich schon, grade bei wah. weiter steigenden Preisen. Verspreche mir halt von nem Wechsel evtl. internationales Umfeld, bessere Gehaltsaussichten und mehr Abwechslung / interessantere Tätigkeiten. Geld alleine machts nicht...
konstantin87
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Anmeldungsdatum: 08.08.2008
Beiträge: 5963

BeitragVerfasst am: 17 Feb 2017 - 15:23:10    Titel:

Du hast schon diverse Optionen, die dich auch zu den genannten Zielen bringen können. Zum Beispiel:

- als Diplom-Finanzwirt stehen dir diverse Master wie Wirtschaftsinformatik offen. Wenn ein BWL Bachelor zugelassen wird, hast du auch gute Chancen (vielleicht geringe Auflagenfächern)
- als Diplom-Finanzwirt kannst du dich direkt in der Industrie bewerben, was sogar gesucht wird. Es hat sich rumgesprochen, dass ihr zum Thema Steuern viel mehr könnt als einfache BWLer
- bleibe 10Jahre im Amt und werde Steuerberater
- studiere Informatik direkt. Hier würde aber wenigstens empfehlen ein C# tutorial mal durchzuackern, gerne auch durch ein gutes Buch, oder alternativ sich an einer Android App zu probieren. Wenn dir das kein Spaß macht, wird Informatik evtl auch sehr langatmig.
- wechseln in die IT der Finanzdirektion

Nur du kannst dir selbst beantworten, was am besten zu dir passt.

PS: Richtig am Arsch ist der Mittlere Dienst. Im gehobenen Dienst gibt es noch wenigstens Aufstiegschancen. Den Aussendienst stelle ich mir auch nicht schlecht vor.
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