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Wissensbilanzen preisgekrönt

06.06.2005 - (idw) Projektträger im DLR

BMWA-Projekt gewinnt beim "Wissensmanager des Jahres 2005" Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) angestoßene Projekt "Wissensbilanz - Made in Germany" kann einen weiteren Erfolg vermelden. Dr. Thomas Rusche, Geschäftsführer des Herrenausstatters SØR Rusche GmbH, nahm am 18.5.2005 die Auszeichnung "Wissensmanager des Jahres" in der Kategorie bis 500 Mitarbeiter entgegen, die Commerzbank, impulse und Financial Times Deutschland seit drei Jahren für vorbildliche wissensbasierte Unternehmensführung verleihen.

SØR hatte sich 2004 an dem deutschen Pilotprojekt zur Bewertung des intellektuellen Kapitals beteiligt. Unter der Leitung des "Arbeitskreis Wissensbilanz" um das Berliner Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) entstanden in kleinen und mittelständischen Unternehmen aus allen Branchen die ersten prototypischen Wissensbilanzen in Deutschland. Eine Wissensbilanz beschreibt diejenigen Vermögenswerte, die nicht direkt greifbar, aber entscheidend für den aktuellen und zukünftigen Geschäftserfolg sind. Damit ist die Wissensbilanz ein wichtiges Management-Instrument gerade auch für den deutschen Mittelstand, der so seine immateriellen Ressourcen wie das Wissen und die Kompetenzen der Mitarbeiter, aber auch interne Führungsstrukturen und externe Beziehungen, systematisch entwickeln und wertschöpfend einsetzen kann.

Qualitätsarbeit und Innovation werden so gefördert und die wichtigsten Einflussfaktoren bei ihrer Entstehung transparent gemacht. Dadurch wird nicht nur das Markenversprechen "Made in Germany" mit einem zeitgemäßen Managementkonzept untermauert, sondern es wird auch Banken und Kapitalgebern möglich gemacht, die "weichen" Erfolgsfaktoren bei Kreditvergaben und Investitionsentscheidungen systematisch zu berücksichtigen. Deshalb ist es ein gemeinsames Anliegen des Entwicklerteams "Arbeitskreis Wissensbilanz" und des BMWA, dieses Instrument weiter zu entwickeln und für den deutschen Mittelstand auf möglichst breiter Basis nutzbar zu machen.

Stellvertretend für das Wissensbilanz-Projekt und die beteiligten 14 Pilotunternehmen entschied sich die Jury unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Klaus North und Prof. Dr. Rudi Studer für die SØR Rusche GmbH als preiswürdiges Beispiel einer ganzheitlich wissensbasierten Unternehmensführung. Der Hersteller von Luxusmarken im Bereich Herrenbekleidung, allen voran sein engagierter Geschäftsführer Dr. Thomas Rusche, bewies, dass systematisches Wissensmanagement und die Fokussierung des intellektuellen Kapitals nachhaltig zum Unternehmenserfolg beitragen können. Dabei ist sicher auch eine intelligent eingesetzte Informationstechnologie sehr bedeutend, noch wichtiger sind jedoch klare Unternehmensziele, eine entsprechende Wissensstrategie sowie Kommunikationsprozesse, durch die das Wissen in den Betrieben konsequent genutzt werden kann. Weitere Preisträger waren die HELIOS Kliniken GmbH und die GTZ, die alle im Haus der Commerzbank am Pariser Platz feierlich ausgezeichnet wurden.


Der Schirmherr der Preisverleihung, Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, kann zufrieden sein: Die vom BMWA angeschobene Initiative wurde nicht nur mit einem Preis gekrönt - in diesen Tagen wurden auch die letzten Exemplare des ersten, im Rahmen des Pilotprojekts erstellten Wissensbilanz-Leitfadens (Auflage: 10.000 Stück), an interessierte Unternehmer verteilt. Der Nachdruck ist in Vorbereitung - die digitale Version steht weiterhin unter http://www.bmwa.bund.de/Navigation/Service/bestellservice.html zu Verfügung.

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