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Forschung zum Anfassen: die Lange Nacht der Wissenschaften am FBH

07.06.2005 - (idw) Forschungsverbund Berlin e.V.

Das FBH bietet Reinraumführungen für Kinder und Erwachsene, außerdem zahlreiche Exponate und praktische Experimente zum Erleben und Selbermachen. Unter dem Motto "klein, aber oho - Innovationen mit Mikrowellen und Licht" gewährt das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) in Berlin-Adlershof auch in diesem Jahr Einblicke in die Welt der winzigen Hochleistungslaser und Mikrowellen-Bauelemente. Zur Langen Nacht der Wissenschaften am 11. Juni 2005 öffnet das FBH wieder einen seiner Reinräume für Kinder und Erwachsene. In den Laboren und im Foyer zeigt das Institut mit zahlreichen Experimenten und Exponaten Ergebnisse aus seiner Forschung und Grundprinzipien, die zur Herstellung der Mini-Bauteile benötigt werden. So legen Besucher beispielsweise selbst Hand an einen Helium-Neon-Laser. Anhand des großen Aufbaus wird deutlich, mit welcher Präzision am FBH gearbeitet werden muss, damit ein Laser auch noch im Sandkornformat funktioniert.

Das Programm im Einzelnen

Führungen (begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung im Foyer)
Kinderführung - im Reinraumanzug durchs Labor
Wissenschaftler erklären kindgerecht und kurz, was am Institut erforscht und hergestellt wird. Die Kinder "verkleiden" sich anschließend mit Reinraumanzügen und besichtigen den Reinraum
Zeit: 17:30 Uhr, 18:30 Uhr, 19:30 Uhr

Reinraumführung für Erwachsene
Einführung & Reinraumbesichtigung
Zeit: stündlich ab 18 Uhr bis 24 Uhr

Experimente zum Erleben und Mitmachen
Neu 2005: "Es werde Licht" - Bau eines Lasers (laufend, frei zugänglich)
Anhand eines offenen Helium-Neon-Laser-Aufbaus wird das Funktionsprinzip von Lasern deutlich: Besucher können durch Justieren der Laserspiegel selbst die charakteristische Laserstrahlung erzeugen.

Laser-Mikrostrukturierung - live
Besucher erleben, wie ein etwa zwei Zentimeter großes Plättchen mit dem Laserstrahl mit feinsten Strukturen versehen wird. Die Details der filigranen Strukturen werden erst unter dem Mikroskop sichtbar. Interessenten können das Plättchen mit dem Motiv "Einsteinjahr 2005" mitnehmen.
Zeit: stündlich ab 17 Uhr bis 24 Uhr; begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung im Foyer


Belichtung im Becherglas - Grundprinzip Lithografie
Die Vorführung stellt auf einfache Weise Prinzipien eines lithografischen Strukturierungsprozesses vor und verdeutlicht damit einen der Schlüsselprozesse der Chipherstellung. Gezeigt wird, wie ein Motiv von einer Kontrastmaske als Vorlage über fotolithografische Verfahren auf einen Wafer übertragen wird.
Zeit: halbstündlich ab 17 bis 24 Uhr; begrenzte Teilnehmerzahl, Anmeldung im Foyer

"Scherenschnitte" mit Diodenlasern (laufend, frei zugänglich)
Besucher können selbst mit einem Laser Muster (Linien, Punkte) in eine Fotoplatte einbrennen. Der fertige "Scherenschnitt" wird anschließend an die Wand projiziert.

Mini-Mobilfunkstrecke (laufend, frei zugänglich)
Handys kommunizieren über Funkwellen, vom Handy zur Basisstation und wieder zurück. Die Frequenzen liegen wesentlich höher als bei Rundfunk oder Fernsehen, nämlich im Mikrowellenbereich. Diese unsichtbaren Signale werden auf dem Bildschirm des Messgerätes sichtbar: besonders deutlich sind die Rufzeichen und auch die Frequenzen verschiedener Anbieter erkennbar.

Zum Informieren

Neu 2005: Mikrotechnologe - Infostand zur Berufsausbildung (laufend, frei zugänglich)
Das FBH bildet jährlich etwa drei Lehrlinge zu Mikrotechnologen/-innen sowie jeweils einen Industriemechaniker aus. Die Auszubildenden informieren über den Beruf und stellen anhand von Exponaten ihren Aufgabenbereich vor.

Ausstellung und Exponate (laufend, frei zugänglich)
Eine Ausstellung mit Exponaten und Postern im Foyer bietet einen Überblick über die Forschungsarbeiten am FBH: Diodenlaser, Mikrowellenbauteile, Wafer etc.
Weitere Informationen bietet eine Film-/Medienecke.

Hintergrundinformationen zum FBH

Das Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik ist eines der weltweit führenden Institute für anwendungsorientierte und industrienahe Forschung in der Mikrowellentechnik und Optoelektronik. Auf der Basis von III/V-Verbindungshalbleitern realisiert es Hochfrequenz-Bauelemente und Schaltungen für Anwendungen in der Kommunikationstechnik und Sensorik sowie hochbrillante Diodenlaser für die Materialbearbeitung, Lasertechnologie, Medizintechnik und Präzisionsmesstechnik. Die enge Zusammenarbeit des FBH mit Industriepartnern und Forschungseinrichtungen garantiert die schnelle Umsetzung der Ergebnisse in praktische Anwendungen. Das Institut beschäftigt 150 Mitarbeiter und hat einen Etat von 14 Millionen Euro. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB) und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.


Weitere Informationen

Petra Immerz, M.A.
Referentin Kommunikation & Marketing
Tel. 030.6392-2626
Fax 030.6392-2602
E-Mail petra.immerz@fbh-berlin.de
Web www.fbh-berlin.de

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