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10 Millionen Euro für größtes Einzelprojekt der europäischen Sehforschung - Tübinger Uni-Augenklinik beteiligt

07.06.2005 - (idw) Universitätsklinikum Tübingen

Das bisher größte Einzelprojekt in der Geschichte der europäischen Sehforschung erhält 10 Millionen Euro von der Europäischen Union. Unter maßgeblicher Beteiligung der Universitäts-Augenklinik Tübingen geht das integrierte Projekt "Functional Genomics of the Retina in Health and Disease" ("EVI-GenoRet"-Projekt) jetzt an den Start. Prof. Eberhart Zrenner, Ärztlicher Direktor der Augenklinik sieht darin einen wichtigen und zukunftsweisenden Meilenstein auf dem Weg zu einer vernetzten Forschung in der Augenheilkunde. Mittelfristig profitieren durch neue Therapieansätze auch die von Netzhautdegenerationen betroffenen Patienten. Die Vertragsunterzeichnung fand am 2. Juni 2005 in Brüssel statt.

Wissenschaftliche Schwerpunkte von EVI-GenoRet sind die Funktionelle Genomik, Entwicklungsbiologie und Genetik der Netzhaut, sowie die Phänotypisierung und potentielle therapeutische Ansätze bei Netzhauterkrankungen. Dr. Thomas H. Wheeler-Schilling, Geschäftsführer des European Vision Institute EEIG und Leiter der Stabsstelle Wissenschaftsmanagement der Universitäts-Augenklinik Tübingen: "Dies ist eine besondere Chance innovative Konzepte in der Sehforschung paneuropäisch umzusetzen und die Brücke zwischen Grundlagenwissenschaften und klinischer Anwendung zu stärken."

Insgesamt sind 24 Einrichtungen aus zwölf Mitgliedsstaaten beteiligt, darunter auch mehrere Firmen und die Patientenorganisation Retina International. In Deutschland sind neben dem Universitätsklinikum Tübingen auch die Universitätsklinika in Bonn und Hamburg sowie das Forschungszentrum Jülich und das Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in München im Boot. Koordiniert wird das Projekt in den nächsten vier Jahren vom European Vision Institute EEIG (EVI) in Brüssel. Prof. Zrenner, Vorsitzender und mit drei Kollegen aus Paris, London und Coimbra einer der Gründungsväter dieser neuen Institution, erntet damit auch die Früchte seiner nachhaltigen Bemühungen, die Sehforschung in Europa auf einen internationalen Spitzenplatz zu katapultieren.

Ansprechpartner für nähere Informationen:

Universitätsklinikum Tübingen
Augenklinik, Pathophysiologie des Sehens und Neuro-Ophthalmologie
Prof. Dr. Eberhart Zrenner, Ärztlicher Direktor
Schleichstrasse 12-16, 72076 Tübingen
Tel. 0 70 71/29-8 47 86, E-Mail ezrenner@uni-tuebingen.de
http://www.evi-genoret.org

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