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Giftmischerinnen - eine toxikologische Herausforderung

08.06.2005 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Von der Antike bis heute gibt es Berichte von spektakulären Vergiftungsfällen, bei denen Frauen eine herausragende Rolle spielten. Frauen greifen seltener zu Axt, Messer oder Pistole; sie morden sauberer und subtiler - meistens mit Gift. Das hat Dr. Erika Eikermann herausgefunden. Die Apothekerin hat kürzlich am Medizinhistorischen Institut der Universität Bonn ihre Promotion abgeschlossen. Sie referiert am Montag, 20. Juni 2005, um 18.15 Uhr im Hörsaal 5 des Universitätshauptgebäudes über historische Giftanschläge und ihre toxikologischen Aufklärung.

Zur Planung eines Giftanschlags bedarf es fundierter toxikologischer Kenntnisse, um mit dem passenden Gift zum passenden Zeitpunkt möglichst unauffällig die Tat begehen zu können. Je raffinierter das Giftverbrechen ausgeführt wird, umso schwieriger gestaltet sich die Aufdeckung des Verbrechens. Dieser Aufgabe stellen sich Kriminalisten, Gerichtsmediziner und -chemiker; sie nehmen die toxikologische Herausforderung zur Aufklärung des Geschehens an. Durch die Vorgehensweise und die Wahl der verwendeten Gifte haben viele Giftmischerinnen "Meilensteine" in der Geschichte der Toxikologie gesetzt.

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