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Klonieren im Klassenzimmer: Vertreter öffentlicher Genlabore aus ganz Deutschland treffen sich beim Workshop Genlabor &a

08.06.2005 - (idw) Verbund biowissenschaftlicher und biomedizinischer Gesellschaften (VBBM)

Derzeit gibt es in Deutschland rund 40 öffentliche Schüler-Labore im Bereich der molekularen Lebenswissenschaften. Sie ermöglichen Schülergruppen durch selbstständiges Experimentieren ein eigenes "Begreifen" von Themen wie Klonierungen, Genetischer Fingerabdruck oder transgene Pflanzen. Mit dem Netzwerk Genlabor & Schule unterstützt die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V. die Labore bei ihrer Arbeit. Am 10. und 11. Juni Treffen sich am XLAB - Experimentierlabor für Junge Leute in Göttingen jetzt zum zweiten Mal die Mitglieder dieses Netzwerks zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

Wie ticken Wissenschaftler? Neue Themen - neue Versuchsansätze

Im Zentrum stehen der Erfahrungsaustausch über bestehende Versuchsreihen und der Ausblick auf neue Themen. Wie können Klonierungen im Klassenzimmer im Einklang mit dem Gentechnikgesetz sicher durchgeführt werden? Können Fragen etwa zum Klonen oder zur Stammzellforschung für Schulen verdichtet und im Labor aufgegriffen werden? Kann man technisch aufwendige und hochsensible Verfahren wie die Genomanalyse, die Neurochemie oder die Lebensmittelanalytik (Stichwort: Transgene Pflanzen) im Schülerlabor angemessen simulieren? Auf welche Weise sind ethische und gesellschaftspolitische Aspekte zu integrieren? Auch sind pädagogisch-didaktische Fragen zu beachten: Wie ticken Naturwissenschaftler, wie kann etwa die für die Grundlagenforschung so charakteristische Hypothesen-getriebene, ergebnisoffene Forschung Schülern nahe gebracht werden? Hierzu werden neue Ansätze in Göttingen präsentiert werden.

Diskussion mit Schulbehörden und Ministerien

"Viele gute Ideen scheitern an der Finanzierung" so Dr. Ulrich Scheller, Sprecher des Arbeitskreis Öffentlichkeit der GBM und einer der Workshop-Organisatoren. "Auch behindern Lehrplan-Zwänge und gesetzlichen Auflagen. Wie wollen Sie etwa Interdisziplinarität üben, wenn der Lehrplan klares Fächerdenken vorgibt?" Fragen zu den politischen Rahmenbedingungen sind Teil der abschließenden Podiumsdiskussion, der sich neben Vertretern von Schulbehörden und Instituten der Lehrer(fort)bildung aus Hamburg und Karlsruhe auch Vertreterinnen der Kultusministerien aus Hannover und Düsseldorf stellen werden. Die Schirmherrschaft für den Workshop hat Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung übernommen.

80 Teilnehmer, darunter Vertreter von 33 öffentlichen Genlaboren, aus Forschungseinrichtungen, Schulen und Schulbehörden, Unternehmen, Stiftungen und wissenschaftlichen Verbänden sowie Lehrkräfte und Fachdidaktiker aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz haben ihre Teilnahme zugesagt. Der Workshop findet statt in Kooperation mit Lernort Labor - dem BMBF-geförderten Zentrum für Beratung und Qualitätsentwicklung von Schülerlaboren am IPN Kiel. Die Robert Bosch Stiftung unterstützt die Veranstaltung und das Netzwerk im Rahmen des NaT-Working Programms - Naturwissenschaft und Technik: Schüler, Lehrer und Wissenschaftler vernetzen sich. Das vollständige Programm zum Workshop steht im Internet unter http://www.gbm-online.de/akoeweb/goettingen.htm

Eine Übersicht über die existierenden Initiativen bietet der Internetauftritt der GBM unter http://www.gbm-online.de/akoeweb/

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) e.V. (http://www.gbm-online.de) ist mit rund 5300 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie die große wissenschaftliche Fachgesellschaft auf dem Gebiet der Biochemie, Molekularbiologie und Molekularen Medizin in Deutschland. Die GBM fördert Forschung und Lehre der Biochemie und molekularen Biologie und die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie und Medizin und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit.
Der Arbeitskreis Öffentlichkeit (AkOe) der GBM wurde vor sieben Jahren gegründet, um das Verständnis der Biochemie und Molekularbiologie in der Öffentlichkeit zu erhöhen und einen breiten gesellschaftlicher Dialog über die Perspektiven biowissenschaftlicher Forschung zu fördern. Der Arbeitskreis veranstaltet regelmäßig Schülerkongresse und Lehrerfortbildungen und betreut seit 2003 das Netzwerk Genlabor & Schule.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister, Leiter der GBM-Geschäftsstelle, D-60598 Frankfurt a. M.
Tel. 069/660567-12 (während der Tagung: Tel. 0173 157 28 35), Email: maxton@gbm-online.de
Weitere Informationen: http://www.gbm-online.de/akoeweb/goettingen.htm Programm zum Workshop http://www.genlabor-schule.de Informationen zum Netzwerk http://www.gbm-online.de Information zur GBM und dem AK Öffentlichkeit
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