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Alexander von Humboldt und die Vereinigten Staaten von Amerika (Briefwechsel)

08.06.2005 - (idw) Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

In der Reihe "Alexander von Humboldts Netzwerke - Kolloquiumsreihe der
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der Berlin-Brandenburgischen
Akademie der Wissenschaften ist jetzt erschienen:

Ingo Schwarz (Hrsg.):
Alexander von Humboldt und die Vereinigten Staaten von Amerika
- Briefwechsel -

BUCHVORSTELLUNG

Donnerstag, 16. Juni 2005
18.00 Uhr

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften
Jägerstraße 22/23 (Raum wird angezeigt), 10117 Berlin

Gesprächsleitung: Petra Werner

Alexander von Humboldt besuchte die Vereinigten Staaten für einige Wochen am Ende seiner Reise in die Neue Welt (1799-1804). Präsident Jefferson empfing ihn im Weißen Haus als kongenialen Gesprächspartner über den Zustand und die Zukunft der spanischen Kolonien. Mit Außenminister Madison erörterte er ein Lieblingsprojekt: den Kanal zwischen Atlantik und Pazifik. Finanzminister Albert Gallatin lieferte ihm statistisches Material über die junge Republik und erhielt dafür die Kopie einer äußerst nützlichen Karte Mittel- und Nordamerikas. Später regte Humboldt diesen zu Unrecht weitgehend vergessenen Staatsmann zu Studien über die Sprachen der Ureinwohner an. Auch in den Pariser und Berliner Jahren lernte Humboldt einen wichtigen Teil der politischen, wissenschaftlichen und künstlerischen Elite der Vereinigten Staaten persönlich kennen oder korrespondierte mit ihm. Der 13. Präsident der USA M. Fillmore, der Bankier und Kunstmäzen W.W. Corcoran, der Völkerrechtler und Diplomat H. Wheaton, der Schriftsteller und Übersetzer B. Taylor, der Historiker W. H. Prescott, der Ozeanograph M. F. Maury, der Maler G. Catlin, der Astronom B. A. Gould sowie die Naturforscher L. Agassiz, A. D. Bache und B. Silliman, Sr. und Jr., hielten Humboldt über die neuesten Entwicklungen in ihrem Lande auf dem laufenden und erfreuten sich des Zuspruchs und der tätigen Hilfe durch den preußischen Gelehrten. Nicht ohne Grund nannte sich Humboldt gern mit Blick auf die USA "half an American", obwohl er aus seinem Abscheu vor der Sklaverei nie einen Hehl machte. Die mehr als 300 Briefe und zahlreichen Dokumente, die der Band vereinigt, belegen die vielfältigen Beziehungen Humboldts in die damals noch junge Republik und zeigen den Forscher einmal mehr als engagierten Weltbürger und, trotz seiner Nähe zum preußischen Hof, als Demokraten.

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