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Der Beitrag von Gilles Deleuzes zur Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft

20.06.2005 - (idw) Universität zu Köln

Der Beitrag von Gilles Deleuzes zur Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft
Tagung in Köln

Der Beitrag der Philosophie von Gilles Deleuzes zur Geschichts-, Kultur- und Literaturwissenschaft ist das Thema einer Tagung, die vom Englischen Seminar und der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Seminars der Universität zu Köln die vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2005 in Köln veranstaltet wird. Im Fokus steht dabei insbesondere Deleuzes' Theorie des Ereignisses, die sich in wichtigen Aspekten von den gegenwärtig innerhalb der Literatur-, Kultur- und Geschichtswissenschaften gängigen Ereignistheorien poststrukturalistischer Ausrichtung unterscheidet.

Genauso wie das Aufeinandertreffen von Kulturen durch Verknüpfungen menschlicher und einer Unzahl bio-chemischer, z.B. bakterieller, Ebenen definiert wird, werden Geschichte, Kultur und Literatur für Deleuze auf 'tausend Ebenen' gleichzeitig produziert, die von humanen bis hin zu nicht-humanen Registern und von molekularen bis hin zu sprachlichen Kodierungen reichen. Im Gegensatz zum Poststrukturalismus ist die Frage bei Deleuze daher nicht lediglich die nach der Repräsentation des Ereignisses, sondern auch die nach seiner 'maschinellen' Funktion in der Produktion von Geschichte, Kultur und Literatur. In der Auslotung der verschiedenen Ereignisebenen adressiert Deleuze die Beziehungen zwischen Regimes der Produktion und Regimes der Repräsentation und eröffnet in dieser Hinsicht wichtige Denkfiguren für die Geschichts- Kultur- und Literaturwissenschaften.

Die Rezeption von Deleuze hat, insbesondere in Deutschland, zu lange darunter gelitten, dass er überwiegend als Vertreter des 'Chaos' und der 'Anarchie' verhandelt wurde. Ziel der international ausgerichteten Konferenz ist es, zu einer produktiven Neueinschätzung seines Werks zu kommen.

Der erste Konferenztag einschließlich der Eröffnungsveranstaltung mit dem amerikanischen 'Straßenphilosophen' Manuel DeLanda findet im 'Literaturhaus' (Mediapark) statt, die Veranstaltungen am 1. und 2. Juli in der Universität zu Köln (Neuer Senatssaal). Das genaue Tagungsprogramm ist unter http://www.uni-koeln.de/phil-fak/englisch/berressem/docs/deleuzian_events.pdf abrufbar. Vortragssprache ist Englisch.

Verantwortlich: Dr. Wolfgang Mathias

Für Rückfragen steht Ihnen Professor Dr Hanjo Berressem unter der Telefonnummer 0221/470-2978 und unter der Email-Adresse deleuzian.events@web.de zur Verfügung.

Unsere Presseinformationen finden Sie auch im World Wide Web unter http://www.uni-koeln.de/pi/.

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