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Studiengang Projektmanagement - Einmal um die ganze Welt: Mehr als ein Abenteuer

20.06.2005 - (idw) Hochschule Biberach

Das klappt niemals! Dieses Feedback könnte vernichtend wirken auf manche Menschen. Nicht auf das 6. Semester des Studienganges Projektmanagement an der Hochschule Biberach. Erstens, weil sie diese Reaktion schon kennen. Und zweitens, weil sie ihren Trotz weckt. Oder positiv formuliert, ihre Motivation verstärkt, das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben: Eine Reise um die Welt. "One World - Our Project" wie sie es nennen.
Geplant ist diese Unternehmung als Große Exkursion im Frühjahr des kommenden Jahres; ein Projekt, das die Studierenden im Studiengang Projektmanagement in der Regel selbst vorbereiten. Nahe liegend für angehende Projektmanager. Die Semester der vergangenen Jahre reisten nach China, nach Portugal oder Griechenland, nach Skandinavien, Brasilien und Japan. Im derzeit fünften Semester gab es viele Wunsch-Ziele - und es gab vor allem eine gute Idee: all diese Wünsche mit einem Ticket speziell für Studenten zu verbinden, dem Round-the-world-Ticket. Fünf verschiedene Flughäfen können damit in drei Wochen angeflogen werden, New York, Los Angeles, Auckland, Melbourne und Bangkok werden es bei der Großen Exkursion sein. Einzige Bedingung dabei: man muss in einer Richtung um die Erde fliegen. Damit ist die Pauschale weitaus preiswerter als einzelne Buchungen für Zwischenstopps. Bei dieser Großen Exkursion werden die Studierenden der Bau-Hochschule Biberach das aktuelle Baugeschehen auf mehreren Kontinenten mitverfolgen, in traditionellen Baunationen wie die Vereinigten Staaten oder Australien aber auch in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens. Das international gesammelte Wissen bringen sie und die begleitenden Professoren mit nach Biberach. Es wird in die Lehre einfließen und in ihr späteres Berufsleben. Die globale Ausrichtung der Exkursion spiegelt die Aktivitäten und Zielsetzungen vieler deutscher Firmen wieder und sie vermittelt vor allem eins: internationales Projektmanagement. Denn Planung und Durchführung der Exkursion dauern mehr als 15 Monate und werden von fünf miteinander vernetzten Teams übernommen. Die dabei angewandten Methoden und Instrumente können auf vielfältige Bereiche übertragen werden, auf die Wirtschaft, die Politik oder den individuellen Alltag. Die Große Exkursion also als realistisches Studienprojekt.

Beispielsweise die 72-Stunden-Regel für die Umsetzung spontaner Ideen: Beginne in den ersten drei Tagen, damit die Idee tatsächlich Realität wird. Ein erster Schritt als motivierende Initialzündung.
Dieser erste Schritt ist längst getan, das Projekt angeschoben. Die Studierenden haben eine Projektmappe erstellt, in der sie ihr Vorhaben schildern, auch der Internetauftritt steht mit allen Informationen, die Interessierte suchen. "Aus Begeisterung" haben sie diese Darstellung überschrieben; der Titel ist Programm.
Mit dieser Begeisterung identifiziert sich auch Walter Zimmermann; Zimmermann ist befreundet mit Leif Würtz, einem der Organisatoren. Über diese Freundschaft erfuhr er von "One World - Our Project". Zimmermann aber ist auch Motivationstrainer und gilt als Experte für mehr Effizienz. Vor allem aber kennt er den Ausspruch "Das klappt niemals" aus eigener Erfahrung. "Das klapp niemals" musste auch er sich anhören, als er sich mit knapp 21 Jahren selbstständig machte. Damals hätte er beinahe aufgegeben. Doch zum Glück, so sagt er heute, gab es damals Menschen, die ihn bestärkt haben in seiner Idee und in seinem festen Glauben, dass "mit viel Einsatz, Ehrgeiz, Fleiß und Durchhaltevermögen" fast alles möglich ist. Als Zimmermann "das klappt niemals!" bezogen auf das P-Projekt hörte, stand sein Entschluss bereits fest: "One World - Our Project" muss klappen, wird klappen - und ich werde die Studierenden dabei unterstützen". Die Motivation der Studierenden ist auch seine.
Leute wie die Studenten der Hochschule Biberach sind für ihn ein Lichtblick: "junge Menschen ohne Grenzen im Kopf". "Was braucht unsere Wirtschaft, unser Land?", fragt Zimmermann in seinem Vorwort zur Projektmappe. "Brauchen wir Menschen, die dieses "das klappt niemals" akzeptieren? Oder brauchen wir Menschen, die bei einem "geht nicht" die Ärmel hochkrempeln um das Gegenteil zu beweisen?" Die Antwort ist klar: Deutschland braucht junge Leute, die an sich und ihre Möglichkeiten glauben. Ihr Selbstvertrauen ist eine Chance für uns alle, so Zimmermanns Argumentation. Und indem wir das Projekt der angehenden Biberacher Projektmanager unterstützen, investieren wir in deren und in unsere Zukunft. One World - Our Project eben.
Ein Netzwerkgedanke, den auch die Studierenden selbst aufgreifen. Im Internet (oneworldourproject.de) berichten sie laufend über ihr Projekt und dessen neusten Stand. Und sie laden alle ein, ihre Begeisterung für ihr Vorhaben zu teilen, in der Hochschule (Mitarbeiter, Professoren, Kommilitonen) aber auch außerhalb kann, wer will, das Projekt verfolgen und unterstützen. Förderung erhoffen sich die Studenten natürlich vor allem aus der Wirtschaft. Zwar wird das Vorhaben möglicherweise über den DAAD mitfinanziert, doch will das 5. Semester die Kosten so weit senken, dass die Exkursion für jeden von Ihnen bezahlbar ist: bei 1000 bis 1200 ¤ ist die Schmerzgrenze erreicht.

Auch das Stichwort Sponsoring greift Zimmermann beherzt auf: Jedes Unternehmen, das das Studenten-Projekt mit mindestens 1000 ¤ unterstützt, erhält von dem Motivationstrainer Walter Zimmermann einen so genannten Impulsvortrag zum Thema "Effizienz im Unternehmen". Außer den Reisekosten entstehen für den Sponsor keine weiteren Kosten. Denn "nur wer handelt, verändert die Dinge", sagt Zimmermann.
Das 5. Semester Projektmanagement handelt; die bunt gemischte Truppe versucht unbeeindruckt von pessimistischen Reaktionen ("das klappt niemals!") ihr ehrgeiziges Ziel zu erreichen. Dabei geht es den 30 Studenten auch darum ihre Teamfähigkeit auszutesten, das Experiment "One World - Our Project" gemeinsam zu wagen. Und sie sind zuversichtlich, dass sie im Frühjahr 2006 reisen können. "Gehen auch Sie mit auf große Reise! Lassen Sie sich begeistern und zu neuen Ideen inspirieren? - vielleicht beginnen die ersten 72 Stunden ja gerade in diesem Augenblick?", heißt es in der Projektmappe. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen. Außer einer Kontaktadresse: info@oneworldourproject.de

Weitere Informationen: http://www.fh-biberach.de http://www.oneworldourproject.de
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