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Idiopathische Thrombozytopenie (ITP): GlaxoSmithKline sucht Patienten für Studie mit einem Wirkstoff gegen die seltene A

20.07.2005 - (idw) GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG

Forscher von GlaxoSmithKline (GSK) suchen erwachsene Patienten mit Idiopathischer Thrombozytopenie (Morbus Werlhof) für eine Phase II-Studie mit einem neuen Wirkstoff. Die Studien beginnen voraussichtlich Ende August 2005. Erste Studienergebnisse mit dem von den GSK-Forschern entwickelten Thrombopoetin-Agonisten waren vielversprechend. Sollten die Ergebnisse weiterer Studien die Wirksamkeit bestätigen, so rechnen die Experten (wegen Doppelung) mit einer Zulassung des Medikamentes im Jahr 2008. Die Idiopathische Thrombozytopenie (ITP) ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem die Blutplättchen (Thrombozyten) angreift. Die Zahl der Thrombozyten im Blut wird somit verringert und es kommt zu Störungen des Blutgerinnungssystems. Der von GSK-Forschern entwickelte Thrombopoetin-Agonist soll die Thrombozytenzahl wieder erhöhen. Erste Studien mit gesunden Probanden haben gezeigt, dass die Gabe des Thrombopoetin-Agonisten die Thrombozyten um das zehnfache ansteigen lassen kann. "Wir sind froh, diesen Wirkstoff nun auch Patienten in Deutschland im Rahmen einer klinischen Studie anbieten zu können", so Dr. Jürgen Dethling, Fachbereichsleiter Infektiologie, Virologie und Onkologie bei GSK.

In Deutschland erkranken jährlich ca. 500-1.000 Kinder und 1.300-2.000 Erwachsene an ITP. Betroffen sind vor allem junge Frauen. Ein Teil der Patienten hat keine Symptome und die Krankheit wird zufällig während einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt. Typisches Merkmal der ITP sind kleine rötlich-braune "flohstichartige" Flecken, die so genannten "Petechien", die meistens zuerst an den Sprunggelenken und Unterschenkeln bemerkt werden. Im Extremfall können Blutungen im Magen-Darm-Trakt oder sogar lebensgefährliche Hirnblutungen auftreten. Jedes Jahr sterben ein bis drei Prozent der Patienten.

Ursache der Erkrankung ist eine fehlerhafte Aktivierung des Immunsystems, das sich dann gegen die körpereigenen Thrombozyten richtet. Die bisherige Therapie besteht in erster Linie aus der Gabe von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen, sowie der Infusion von Immunglobulinen. In manchen Fällen bessert sich die Erkrankung erst nach einer Entfernung der Milz. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen die ITP trotz aller Maßnahmen fortbesteht.

Hier könnte der von GlaxoSmithKline entwickelte Wirkstoff Hoffnung bringen. Bevor dieser Wirkstoff zugelassen werden kann, müssen noch weitere Studien durchgeführt werden. In Deutschland wird GlaxoSmithKline diese Studien voraussichtlich ab Ende August 2005 durchführen. Sollten diese erfolgreich sein, rechnen die GSK-Forscher mit einer Zulassung des Thrombopoetin-Agonisten im Jahr 2008.

Ärzte und Betroffene können sich direkt bei GlaxoSmithKline melden: Servicenummer 0180 / 3456 100 (9 Cent/Minute aus dem Festnetz der Telekom), E-Mail an werlhof.info@gsk.com oder im Internet unter www.morbus-werlhof-studien.de.

Unternehmensinformation
GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschungsorientierten Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Ansprechpartner für Journalisten:

Sonja Luz

Wissenschafts-PR
Telefon: 089/360 44-8256
Fax: 089/360 44-8066
E-mail: Sonja.Luz@gsk.com

Florian Martius
Leiter Unternehmenskommunikation
Telefon: 089/360 44-8329
Fax: 089/360 44-8066
E-mail: Florian.Martius@gsk.com

Postanschrift:
GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, Unternehmenskommunikation, Theresienhöhe 11,
80339 München
Weitere Informationen: http://www.morbus-werlhof-studien.de http://www.glaxosmithkline.de
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