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Entspannt per Auto in den Urlaub - mit gut gesichertem Gepäck

20.07.2005 - (idw) Universität Dortmund

Koffer und Taschen sind gepackt, die Sportausrüstung steht bereit, die Vorfreude auf den Urlaub ist groß. Wenn doch nur nicht die lange Anreise mit Staus in praller Sonne wäre! Viele Staus und Unfälle werden durch verlorengegangene Ladung auf der Fahrbahn verursacht - ein Grund, der sich eigentlich relativ leicht vermeiden lässt, erklären Logistiker der Universität Dortmund und geben Tipps, die eine böse Überraschung auf der Autobahn verhindern.

Für den Straßengüterverkehr mit LKW gibt es mit den Richtlinien des VDI Informationen, die den Berufskraftfahrern das richtige Verladen und Sichern von Ladegütern erläutern. Für den privaten Autofahrer fehlen solche Informationsquellen allerdings. Dabei ist die Ausgangslage eindeutig: Die Straßenverkehrsordnung verlangt im § 22 von allen Verkehrsteilnehmern, dass verladene Güter beim Fahren nicht verrutschen, verdrehen oder gar vom Fahrzeug herabfallen dürfen. Das gilt bei normalen Fahrsituationen, zu denen auch Vollbremsungen oder schnelle Kurvenfahrten oder Spurwechsel in Baustellen gehören. Das Risiko von Unfällen durch verlorene Ladung ist einfach zu groß.

Norbert Biermann, Oberingenieur am Fachgebiet Logistik, empfiehlt daher allen Autofahrern, den Berufskraftfahrern über die Schulter zu schauen. Denn beim PKW sollte, genau wie beim LKW, der Schwerpunkt der gesamten Ladung möglichst in der Mitte, zwischen den Rädern liegen. Und er sollte möglichst tief liegen - das heißt es wird geraten, schwere Teile des Urlaubsgepäcks so tief wie möglich zu verladen.

Zum Schutz aller Insassen muss verhindert werden, dass einzelne Gepäckstücke bei einer Vollbremsung nach vorne fliegen und die Mitfahrer gefährlich verletzen können. Dies geschieht am besten, wenn Trenngitter oder Netze oder größere Gepäckstücke gleichsam als Schutzwand oder obere Abdeckung wirken können. So können aufgestellte - und natürlich gut fixierte Koffer - die Stabilität der Rücksitzlehnen verstärken und kleinere Taschen werden auf diese Weise festgehalten.

Zur weiteren Ladungssicherung im PKW bieten sich gummielastische Spanngurte oder Netze an, mit denen die Ladung nach unten nieder gespannt wird. Sie können ebenfalls verhindern, dass sich einzelne Ladegüter selbständig machen. Sie sollten in modernen Fahrzeugen an geeigneten Halteösen festgemacht werden. Unterstützt werden diese Sicherungsmittel, wenn Decken oder Planen einzelne Kleinteile abdecken.

Insbesondere bezüglich der Ladung auf dem Fahrzeugdach müssen die zulässigen Traglasten der Fahrzeughersteller beachtet und eine Überladung vermieden werden. Generell gilt, dass alle Sicherungsmittel stabil sein sollten und Schrauben und Muttern ausreichend befestigt werden müssen - dann steht einer sicheren Fahrt in den wohlverdienten Urlaub nichts mehr im Weg.

Weitere Infos:
Dipl.-Ing. Norbert Biermann
Ruf: (02 31) 755 57 03
e-mail: biermann@maschinenbau.uni-dortmund.de

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