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Solarschiffe und Netzteile: Schüler berichten über ihre "Ingenieur-Akademie"

25.07.2005 - (idw) Hochschule Reutlingen

Der Teich vor dem Bildungszentrum der Robert Bosch GmbH in Reutlingen war die ideale Präsentationsfläche. Hier konnten die Schülerinnen und Schüler von zwei Gymnasien ihre vier Solarschiffe vorführen, deren mechanische und elektronische Entwicklung sie im letzten Halbjahr in der Hochschule Reutlingen selbst vollbracht hatten. Zur Freude der Erbauer schien die Sonne, so dass die Solarschiffe mit ihren zwei ca. 10x10cm großen Solarzellen in flotte Fahrt kamen.

Als Teilnehmer der "Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) Reutlingen" nahmen die Schülerinnen und Schüler in den Räumen der Robert Bosch GmbH an der Abschlussveranstaltung mit feierlicher Übergabe der Zertifikate teil. Vorher präsentierten die Schüler den staunenden Eltern, was sie im Rahmen dieses Projekts gelernt und realisiert haben.
Im ersten Halbjahr stand der Bau eines elektronisch geregelten Netzteils bei der Firma Robert Bosch auf dem Programm. "So ein Schaltplan sieht auf dem ersten Blick ziemlich komplex aus" leitete ein Schüler die Präsentation ein. Doch inzwischen haben die Schüler kein Problem, die technischen Details eines geregelten Netzteils in der Fachsprache wie ein Profi zu erklären. Sie taten dies mit Hilfe von projizierten Präsentationsgrafiken, deren Qualität als professionell zu bezeichnen ist.
Auch die Ergebnisse des zweiten Halbjahrs wurden vorgestellt. In der Hochschule Reutlingen hatten die Schülerinnen und Schüler die mechanische Konstruktion der Solarschiffe mit einen CAD-System durchgeführt. Anschließend hatten sie die Produktion der Teile auf einem Rapid-Prototyping-System des Bereichs Maschinenbau der Hochschule verfolgt. Hier wurden die Daten aus dem CAD-System direkt in Werkstücke aus Kunststoff umgesetzt. Die sonst für den Bau von Prototypen verwendete computergesteuerte Maschine produzierte in diesem Fall das Endprodukt, die Komponenten für die Solarschiffe.
Im zweiten Teil des zweiten Halbjahrs beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Elektronik, die mit dem Strom der Solarzellen den Motor der Solarboote ansteuert. Auch hier arbeiteten die Schüler wie in der industriellen Praxis mit einem CAD-System, dieses Mal im Bereich Mechatronik der Hochschule, um die briefmarkengroße Elektronikplatine zu gestalten.
Vor der Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmer wurden den Rektoren der beiden beteiligten Gymnasien die Netzgeräte überreicht, die in den Physik-Sammlungen der Schulen Verwendung finden werden. Auch hier gab es, wie auch bei den übrigen Beteiligten, strahlende Gesichter.

Die fünf Beteiligten an diesem Projekt arbeiten seit 2003 zusammen. Aus Reutlingen sind dies das Gymnasium des Bildungszentrums Nord (BZN), die Firma Robert Bosch GmbH, die Fakultät Technik der Hochschule Reutlingen (mit den Bereichen Mechatronik und Maschinenbau) und der Verband Südwestmetall sowie aus Pfullingen das Friedrich-Schiller-Gymnasium (FSG).

Kontakt: Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schwager, Hochschule Reutlingen, Email: juergen.schwager@fh-reutlingen.de

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