Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 24. Januar 2020 

Die Einkaufstüte als Kunst- und Kultobjekt

26.07.2005 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

The bag incorporation: Realer Lauf durch eine virtuelle Welt

Deutsch-niederländisches Designstudenten-Team gestaltet Ausstellungskonzept für Museum in Venlo

Dass eine Kunstausstellung nach der realen Präsentation weiter im Internet zu sehen ist, ist normal. Ganz ungewöhnlich ist hingegen, dass sie aus einer virtuellen Galerie in ein reales Museum wandert. Das geschieht mit der Ausstellung "The-bag-incorporation", die vom 14. Oktober 2005 bis 8. Januar 2006 im Museum van Bommel van Dam in Venlo gezeigt wird. Design-Studenten der Hochschule Niederrhein und der Fontys Hogeschool Venlo stellten jetzt in der niederländischen Grenz- und Einkaufsstadt das futuristische Präsentationskonzept vor.

Angeregt von der virtuellen Herkunft der Ausstellungsexponate - künstlerisch gestaltete Einkaufstüten - schufen sie eine virtuelle Welt, durch die man laufen kann, ohne den Computer anmachen zu müssen. Vorbild waren die Platinen, Prozessoren und Leiterplatten eines Computers, die sich als Boden- und Wandlinien sowie farbige Rohre durch die Räume des Museums ziehen. Transparente Wände ändern je nach Lichteinfall die Farbe. "Eine spannende Verbindung von Virtualität und Realität", so der neue Museumsdirektor Dr. Rick Vercauteren nach der Vorführung der Computer-Animation. Gerome Pahnke und Joanne Bartusik aus Krefeld sowie Katja van Beek und Lisette Hendriks aus Venlo setzten sich zugleich intensiv mit der Zukunft des Einkaufens auseinander, die auch durch Verwendung moderner Elektronik wie Chips geprägt ist. Angesprochen werden sollen insbesondere 20- bis 30-Jährige, die sich durch eine besondere Vorliebe fürs Shoppen, aber weniger durch ein Faible für Museumsbesuche auszeichnen.

"The-Bag-Incorporation" ist das zweite Projekt einer fünfteiligen Reihe "Art meets Economy" der deutschen Designerin und Künstlerin Ursula Pahnke-Felder. 39 meist deutsche und niederländische Künstlerinnen und Künstler haben sich die hundert Jahre alte Einkaufstüte als Objekt der kreativen Auseinandersetzung vorgenommen. Dass die Ergebnisse nun in der Einkaufsstadt Venlo präsentiert werden, ist kein Zufall: "Der Sponsoringgedanke hat sich überlebt. Kunst, Kultur und Wirtschaft müssen sich als kreative Partner begegnen", so Ursula Pahnke-Felder. Das Entstehen der Ausstellung kann im Internet in einem Tagebuch mitverfolgt werden: www.virtuelle-galerie.de/the-bag-incorporation
Weitere Informationen: http://Weitere Informationen unter http://www.virtuelle-galerie.de/the-bag-incorporation
uniprotokolle > Nachrichten > Die Einkaufstüte als Kunst- und Kultobjekt
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/103698/">Die Einkaufstüte als Kunst- und Kultobjekt </a>