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New York Büro der hessischen Hochschulen nimmt Arbeit auf

26.07.2005 - (idw) Philipps-Universität Marburg

Das Verbindungsbüro der Hessischen Hochschulen beim Deutschen Akademischen Aus-tauschdienst (DAAD) New York hat jetzt seine Arbeit aufgenommen. Mit der Repräsentanz "Hessen Universities" sind unter dem Dach des DAAD im Deutschen Haus in New York die zwölf staatlichen hessischen Hochschulen erstmals dauerhaft in den Vereinigten Staaten vertreten. Für Herbert Claas, Vizepräsident der Philipps-Universität Marburg, verbessert dies die Strukturen für Austausch und Kooperation. Das Büro wird bestehende Kooperationen vertiefen und erweitern, amerikanischen Wissenschaftlern und Studierenden als Ansprechpartner zur Verfügung stehen und dazu beitragen, Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen des Landes in den USA besser zu positionieren. "Um die Stellung unserer Hochschulen im internationalen Wettbewerb um die besten Studierenden zu stärken und die vielen hervorragenden Angebote besser darzustellen, ist eine solche Initiative notwendig", sagte Wissenschaftsminister Udo Corts.

Gegenwärtig kommen rund 15 Prozent der Studierenden in Hessen aus dem Ausland, von diesen aber nur ein Prozent aus den USA. Für die Philipps-Universität sehen die Zahlen allerdings etwas anders aus: Von gut 12 Prozent ausländischen Studierenden kommen rund 70 aus den USA. Die relativ hohe Quote von 3 Prozent amerikanischer Studierender geht zurück auf die seit 1982 planmäßig ausgebauten Beziehungen der Philipps-Universität zu nordamerikanischen Partnerhochschulen. Allerdings addieren sich diese 3 Prozent aus einer Vielzahl von Hochschulkontakten, nur wenige sind Langzeitstudierende. "Die Tatsa-che, dass auch in den USA immer weniger Studierende die deutsche Sprache lernen, ist auch für die Philipps-Universität eine Barriere, die durch entsprechende attraktive Lehrangebote überwunden werden muss. Die Sprachbarriere ist nämlich kein Indiz dafür, dass bei den amerikanischen Studierenden das Interesse an Deutschland und Europa nachgelassen hat. Wir sehen hier für Marburg und Hessen noch ein erhebliches Potenzial", erklärt Tho-mas Komm, Leiter des Referats Internationale Beziehungen der Philipps-Universität.

Tatsächlich werden durch die Einführung von Bachelor- und Masterprogrammen sowie englischsprachiger Studiengänge die deutschen Hochschulen für amerikanische Studierenden künftig attraktiver. "Die Internationalisierung der Studiengänge hier steigert ihren Wert für den Austausch in beiden Richtungen. Das Büro wirbt für die gute Sache", so Herbert Claas, Vizepräsident der Philipps-Universität.

Die Vereinigten Staaten bilden den größten "Wissenschaftsmarkt" der Welt. Die Präsenz eines Hochschulbüros in New York bietet daher auch Möglichkeiten, über die USA hinaus internationale Kontakte zu knüpfen sowie Profile und Stärken der hessischen Hochschulen besser zu nutzen. Das gilt auch für schon erfolgreich etablierte Programme wie die Hessen International Summer University an der Universität Marburg, die heute mit hundert Teilnehmern begonnen hat.

Leiter des New Yorker Büros "Hessen Universities" ist Dr. Michael Werz, der zuletzt als Transatlantic Fellow beim German Marshall Fund of the United States in Washington D.C. tätig war. Er hat an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt studiert und wurde 1998 am Institut für Philosophie promoviert. Forschungsaufenthalte führten ihn nach Berkeley, Kalifornien, nach Cambridge, Massachusetts, und Washington D.C. Er lehrte fünf Jahre lang als Wissenschaftlicher Assistent am Institut für Soziologie der Universität Hannover, wo er sich im Sommer 2004 habilitierte.


Weitere Informationen:
Dr. Michael Werz
New York Office - Hessen Universities Consortium,
871 United Nations Plaza
New York, NY 10017, USA

Tel: +1 (212) 758-3408, Fax: +1 (212) 758-1629
E-Mail: m_werz@web.de

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