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Forschungsprojekt: Kindersterblichkeit und Gesundheitsversorgung in Südasien

27.07.2005 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Die wirtschaftlichen Faktoren für geschlechtsspezifische Unterschiede in Kindersterblichkeit und Gesundheitsversorgung in Südasien sind Thema eines neuen Forschungsprojekts, das Wissenschaftler der Universität Göttingen durchführen. Projektleiter Prof. Stephan Klasen, Ph.D., vom Volkswirtschaftlichen Seminar wird darin mit ökometrischen Methoden national repräsentative Daten analysieren, die für die vergangenen 15 Jahre für Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal und Sri Lanka erhoben wurden. An der Studie beteiligt sich Dr. Abay Asfaw vom International Food Policy Research Institute in Washington (USA). Mit insgesamt 160.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das zweijährige Projekt. Die Förderung beinhaltet die Finanzierung von Mitarbeiterstellen sowie Sach- und Reisemittel. Pressemitteilung
Göttingen, 27. Juli 2005 / Nr. 258/2005

Forschungsprojekt: Kindersterblichkeit und Gesundheitsversorgung in Südasien
Prof. Klasen untersucht die wirtschaftlichen Faktoren geschlechtsspezifischer Unterschiede

(pug) Die wirtschaftlichen Faktoren für geschlechtsspezifische Unterschiede in Kindersterblichkeit und Gesundheitsversorgung in Südasien sind Thema eines neuen Forschungsprojekts, das Wissenschaftler der Universität Göttingen durchführen. Projektleiter Prof. Stephan Klasen, Ph.D., vom Volkswirtschaftlichen Seminar wird darin mit ökometrischen Methoden national repräsentative Daten analysieren, die für die vergangenen 15 Jahre für Indien, Pakistan, Bangladesch, Nepal und Sri Lanka erhoben wurden. An der Studie beteiligt sich Dr. Abay Asfaw vom International Food Policy Research Institute in Washington (USA). Mit insgesamt 160.000 Euro fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das zweijährige Projekt. Die Förderung beinhaltet die Finanzierung von Mitarbeiterstellen sowie Sach- und Reisemittel.

"In Südasien weisen Mädchen deutlich höhere Sterblichkeitsraten als Jungen auf", sagt Prof. Klasen. Dieses Phänomen und seine Ursachen wurden bisher jedoch nur anhand von kleinen Fallstudien mit einfachen Methoden der Statistik untersucht. "Ziel des Forschungsprojektes ist, die ökonomischen Determinanten der geschlechtsspezifischen Unterschiede unter wirtschaftstheoretischen Aspekten und mit Hilfe neuester statistischer Verfahren zu analysieren", so der Wissenschaftler. Grundlage der Studie werden zudem zwei große Mikrodatensätze zu Indien sein. "Ein Hauptaugenmerk wird darauf liegen, das Nachfrageverhalten nach Gesundheitsdienstleistungen von Haushalten zu untersuchen, wobei die räumliche und zeitliche Dimension besondere Beachtung finden wird", erläutert Prof. Klasen.

Der Lehrstuhl von Prof. Klasen umfasst die Fachrichtungen Volkswirtschaftstheorie sowie Entwicklungsökonomik und Internationale Wirtschaft. Zu den Forschungsschwerpunkten des Wissenschaftlers gehören unter anderem die Messung von Armut und Ungleichheit, Ursachen und Konsequenzen von geschlechtsspezifischer Ungleichheit in Entwicklungsländern und Determinanten der Arbeitslosigkeit sowie ökonomische Faktoren der Unterernährung und Kindersterblichkeit. Stephan Klasen promovierte 1994 bei dem indischen Nobelpreisträger Prof. Dr. Amartya Sen an der Harvard University (USA).


Kontaktadresse:
Prof. Stephan Klasen, Ph.D.
Georg-August-Universität Göttingen
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Volkswirtschaftliches Seminar
Platz der Göttinger Sieben 3, 37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-7303, Fax (0551) 39-7302
e-mail: sklasen@uni-goettingen.de
Internet: http://www.vwl.wiso.uni-goettingen.de/klasen.html

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