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Strategische Partnerschaft: Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen der Universität Kassel und der Fachhochschu

27.07.2005 - (idw) Universität Kassel

Am Mittwoch dieser Woche unterzeichneten die Präsidenten der Universität Kassel, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, und der Fachhochschule Fulda, Prof. Dr. Roland Schopf, einen Kooperationsvertrag.
Im Rahmen der hochschulübergreifenden Entwicklungsplanung des Landes Hessen streben die Universität Kassel und die Fachhochschule Fulda eine Intensivierung ihrer Kooperationsbeziehungen an. Dies betrifft vor allem die gemeinsame Entwicklung und Organisation gestufter Studiengänge, Forschungsprojekte, kooperative Weiterbildungsangebote und die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Wissenstransfer. Am Mittwoch dieser Woche unterzeichneten die Präsidenten der Universität Kassel, Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep, und der Fachhochschule Fulda, Prof. Dr. Roland Schopf, einen Kooperationsvertrag.
Im Rahmen der hochschulübergreifenden Entwicklungsplanung des Landes Hessen streben die Universität Kassel und die Fachhochschule Fulda eine Intensivierung ihrer Kooperationsbeziehungen an. Dies betrifft vor allem die gemeinsame Entwicklung und Organisation gestufter Studiengänge, Forschungsprojekte, kooperative Weiterbildungsangebote und die verstärkte Zusammenarbeit im Bereich Wissenstransfer.

"Bereits in den gemeinsamen Sitzungen der Präsidien der beiden Hochschulen waren die gute Atmosphäre und die dichte Kommunikation spürbar", so Schopf, der die Bedeutung dieser strategischen Partnerschaft für die Hochschulregion Nordhessen unterstrich. Beiden Hochschulen komme - so der Präsident der FH Fulda - eine wesentliche strukturpolitische Funktion in der Region zu. "Denn Kassel und Fulda haben als die beiden Hochschulstandorte in Nord- und Osthessen eine ganz zentrale und künftig noch wachsende Bedeutung für die Regionalentwicklung. Zum Vergleich: In Mittelhessen gibt es drei Hochschulen, in Südhessen sogar sieben." Für die Zusammenarbeit gereiche diese Situation allerdings durchaus zum Vorteil. Eine gewisse räumliche Distanz und die unterschiedliche Ausrichtung - Universität einerseits, Fachhochschule andererseits - ließen etwaige Wettbewerbsprobleme hinter einer Zusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen zurücktreten.

Die Kooperation der Universität Kassel und der Fachhochschule Fulda begrüßt der Kasseler Universitätspräsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep ausdrücklich: "Die Wissenschaftsregion Nord-/Osthessen muss alle vorhandenen Kräfte bündeln und einen wissensbasierten Wirtschaftsstrukturwandel damit anstoßen. Dies geht nur unter Einschluss der Hochschulen der Nordhessischen Wissenschaftsregion, der Universität in Kassel und der Fachhochschule in Fulda sowie deren Netzwerken." Im Vergleich der hochschulbezogenen Kennziffern mit Mittel- und vor allem Südhessen bestehe in Nordhessen erheblicher Nachholbedarf, so Postlep. Er verwies dabei auch auf die im Vergleich der hessischen Wissenschaftsregionen unterproportionale Rate an Schulabgängern mit Hochschulreife, Zahl der Studierenden und Hochschulabsolventen, die Verteilung von außeruniversitären Forschungsinstituten und die wissenschaftsbezogenen Zuwendungen des Landes Hessen.

"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der FH Fulda. Dies ist der Beginn eines Prozesses, der auf vorhandenen Kooperationen in Lehre, Wissenstransfer und Forschung basiert, gemeinsame Masterstudiengänge entwickelt und für weitere gemeinsame Entwicklungen offen steht", so Postlep. Die Universität Kassel hatte im Februar 2005 die bundesweit erste länderübergreifende Kooperation -hier mit der Universität Göttingen- geschlossen. Daraus resultiert unter anderem eine gemeinsame Professur, die sich derzeit im Berufsverfahren befindet.

Schon in diesem Herbst startet an den Hochschulen in Kassel und Fulda der gemeinsame Master-Studiengang "Pädagogik für Pflege- und Gesundheitsberufe", angeboten vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Kassel und dem Fachbereich Pflege und Gesundheit der Fachhochschule Fulda. Der neue Studiengang trägt den gewandelten rechtlichen Rahmenbedingungen Rechnung, die sich durch die Novellierung des Krankenpflegegesetzes von 2004 ergeben haben. Damit wurden bundesweit die fachliche und pädagogische Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern für den theoretischen und praktischen Unterricht an Krankenpflegeschulen auf Hochschulebene festgelegt. Der Fulda-Kassel Masterstudiengang baut auf dem Studium einer pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Disziplin auf, wie sie etwa im Fulda als Bachelor-Studiengang angeboten wird. Die Masterausbildung enthält das Studium eines zweiten pflege- und gesundheitswissenschaftlichen Faches an der FH Fulda und der Berufspädagogik und Fachdidaktik, die an der UNIK studiert werden. Start wird zum Wintersemester 2005/06 sein.

Im nächsten Jahr folgt der Studiengang "International Food Business and Consumer Studies", angeboten vom Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften der Uni Kassel und dem Fachbereich Oecotrophologie der FH Fulda. "Das Besondere an diesem Master-Studiengang - im Vergleich zu anderen Programmen - ist die Integration des Verbrauchers als Teil der Lebensmittel- oder Wertschöpfungskette. Diese Konzeption ermöglicht es den Studierenden tatsächlich die Erzeugnisse von der Produktion über die Verarbeitung und Vermarktung bis hin zum unmittelbaren Konsum zu bearbeiten", so Prof. Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller, Vizepräsidentin der Fachhochschule Fulda für Studium und Lehre und frühere Dekanin des Fachbereichs Oecotrophologie. Die Lehrveranstaltungen dieses Studiengangs werden in englischer Sprache abgehalten.


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