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TU München investiert 500 Tsd. EURO in die Qualitätsoffensive StudiTUM

28.07.2005 - (idw) Technische Universität München

Vertrag zwischen Hochschulleitung und Studierenden - Unterzeichnung im PresseClub München - TU-Präsident Herrmann: "Spitzenuniversität heißt auch Spitzenlehre; Spitzenforschung allein genügt nicht." Nach einer Serie hervorragender Ergebnisse in bundesweiten Rankings setzt die Technische Universität München zu weiteren Anstrengungen an, um die Studienqualität weiter zu verbessern und erkannte Defizite zu überwinden. Auf Initiative des Präsidenten hatte die Vertretung der Studierenden, die an der TUM im sog. Fachschaftenrat organisiert ist, zahlreiche Vorschläge erarbeitet, deren Umsetzung unmittelbar den Studierenden zugute kommen soll. Am 28. Juli 2005 unterzeichnen Präsident Wolfgang A. Herrmann und die Vorsitzenden des Fachschaftenrats Björn Ch. Klotzbücher und Petra Kleiner im PresseClub München einen Vertrag, der die Qualitätsoffensive StudiTUM auf den Weg bringt - ein Vorgang, der bundesweit ein Novum darstellt.

Die Hochschulleitung stellt für "StudiTUM" Sondermittel im Umfang von 500 Tsd. EURO zur Verfügung. Die Einzelprojekte werden von den Studierenden begleitet und größtenteils auch überwacht. Im Sommer 2006 wird der Erfolg des Projekts erstmals evaluiert.

Der Vertrag sieht beispielsweise vor,
· dass die Studierenden künftig darüber entscheiden, wie die Lehrbuchsammlung der Hochschule in München, Garching und Freising-Weihenstephan erneuert wird. Als Sofortmaßnahme stehen hierfür 100 Tsd. EURO zur Verfügung.
· Zur Unterstützung der Studiendekane durch studentische Hilfskräfte sind 180 Tsd. EURO disponiert. Damit soll auch das Konzept studienförderlicher Jobs unterstützt und die Handlungsfähigkeit der Studiendekane verbessert werden.
· Ferner erhält der Fachschaftenrat 50 Laptops, die er an bedürftige Studierende zur Abfassung ihrer schriftlichen Studienarbeiten kostenfrei verleihen kann.
· Mit einer "Campus Cneipe" schaffen Hochschulleitung und Studierende gemeinsam in Garching einen Ort der Begegnung. Der erforderliche Umbau wird aus Bau- und Fundraisingmitteln, die Einrichtung von der Hochschule finanziert.
· Erweitert werden die nützlichen Dienstleistungen: So erhält künftig jeder Absolvent zusätzlich zum Original drei beglaubigte Zeugnisabschriften. Darüber hinaus wird im Studenten-Service-Zentrum eigens eine Zeugnisbeglaubigungsstelle eingerichtet.
· SiROP, das Student Research Opportunity Program, wird als Plattform zur Vermittlung der Forschungsbeteiligung exzellenter Studierender bereits im Grundstudium aufgebaut. Nach dem Vorbild anderer Universitäten, z.B. MIT und ETH Zürich, wird auf diese Weise die frühzeitige Auffindung hervorragender Studierender und deren Integration in die Forschung beschleunigt.

Im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung sagte TU-Präsident Herrmann: "Unsere Studierenden haben sich durch ihre ideenreiche Mitarbeit in der tiefgreifenden Reformpolitik der Hochschule um die TU München als Partner auf gleicher Augenhöhe qualifiziert. Deshalb legen wir die Verantwortung für StudiTUM in deren Hand. Verantworten heißt nämlich unternehmerisch gestalten, und darin sind unsere Studierenden geübt!"

Zufrieden äußerte sich auch Björn Ch. Klotzbücher, Vorsitzender des Fachschaftenrats: "Es handelt sich bei der vorliegenden Initiative um echte Zusatzmaßnahmen, die konkret studentische Anliegen aufgreifen und sehr gezielt eine Verbesserung der Studienbedingungen finanzieren. Insbesondere was die intensive Einbeziehung der Studentischen Vertretung in die Entscheidungsfindung angeht, dürfte die Technische Universität München hier wohl eine Vorreiterrolle spielen."

Über "StudiTUM" hinaus mit eigener Finanzierung bereits angelaufen sind Groß-projekte der modernen Hochschul-Dienstleistung:


· IntegraTUM (Erneuerung der Informationsstrukturen incl. Studentenportal, eLibrary, eLearning)
· HIS@TUM (Integrierte Prüfungsverwaltung incl. Studentische Abfrage-funktionen, Lehrveranstaltungsplanung)
· elecTUM (Einführung eines eLearning Portals für die TUM)

In diese neuen Dienstleistungsfunktionen für die Studierenden der TUM, die alle der Verbesserung der Qualität der Lehre dienen, investiert die TUM gemeinsam mit DFG und BMBF mehrere Millionen EURO.

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