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Zweites Schnupperstudium für Schülerinnen in Naturwissenschaft und Technik

29.07.2005 - (idw) Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

Büro der Frauenbeauftragten der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg veranstaltet in den Sommerferien eine Probestudien-woche in naturwissenschaftlichen und technischen Fächern für Schülerinnen der Klassen 10-13

Das Büro der Frauenbeauftragten der Universität Freiburg organisiert vom 05. - 09. September 2005 in Zusammenarbeit mit der Fakultät für angewandte Wissenschaften, der Fakultät für Mathematik und Physik und der Fakultät für Forst- und Umweltwissenschaften auch in diesem Jahr ein Schnupperstudium in Naturwissenschaft und Technik für Schülerinnen der Klassen 10 - 13. Anmeldeschluss ist Freitag, der 12. August 2005.
In der letzten Woche der Sommerferien vom 05. - 09. September 2005 haben interessierte Schülerinnen die Möglichkeit, die Universität, Dozierende und Studierende kennen zu lernen und zwei Studienfächer nach Wahl in-tensiv zu erleben. Beteiligt sind die Fächer Informatik, Mikrosystemtechnik, Mathematik, Physik und Meteorologie, die sich mit Vorlesungen, Diskussionsrunden, Exkursionen und Workshops den Schülerinnen präsentieren und über Studienaufbau und -inhalte sowie mögliche Tätigkeitsfelder nach Studienabschluss informieren.

Neu an der erstmals eine Woche umfassenden Veranstaltung ist, dass die Teilnehmerinnen sich in das damit eröffnete Mentoring-Programm "idea" einklinken können. Das Schnupperstudium findet in den naturwissenschaftlichen Studienfächern statt, weil hier die Frauenanteile in Deutschland im internationalen Vergleich - trotz sehr guter Berufaussichten - noch immer extrem niedrig sind. Trotz Begabung und Interesse schrecken junge Frauen aus verschiedenen Gründen leider häufig davor zurück, ein Studium in die-sen Bereichen aufzunehmen. Das Schnupperstudium will bestehende Vorurteile, aber auch Unkenntnisse abbauen und junge Frauen ermutigen, sich die chancenreichen beruflichen Möglichkeiten in Naturwissenschaft und Technik nicht entgehen zu lassen.

Eröffnet wird das Schnupperstudium am Montag, den 05. September für alle Teilnehmerinnen mit einer Einführung in das Mentoring-Programm "idea" für Schülerinnen und Studentinnen in Naturwissenschaft und Technik. In kleinen Gruppen können sich die Teilnehmerinnen kennen lernen und sich mit erfahrenen Studentinnen austauschen, die sie während des Schnupperstudiums (und auf Wunsch auch danach) mentoriell begleiten. Diese Mentorinnen stellen die einzelnen Studienfächer vor und beraten die Schülerinnen bei allen praktischen und inhaltlichen Fragen rund um das Studium.
Sie stehen den Teilnehmerinnen auch an den übrigen Tagen des Schnupperstudiums zur Verfügung. Die Schnupperstudentinnen profitieren so von den Erfahrungen, die fortgeschrittene Studentinnen mit der Studienwahl, dem Studium und dem Universitätsalltag bereits gesammelt haben. Daneben stehen an diesem Tag weitere Dinge auf dem Programm wie die beliebte Vorlesung von Prof. Dr. Volker Schmid "Erlebte Naturwissenschaft - Physik einmal anders", eine Besichtigung der Universität, ein Besuch des neuen Universitätsmuseums "Uniseum" und die Ausstellung "Frauen in Naturwissenschaft und Technik". Interessierte Eltern der Teilnehmerinnen sind an diesem Tag ebenfalls herzlich willkommen, ihnen stehen die Frauenbeauftragte der Universität, Prof. Dr. Ingeborg Villinger, und Fachangehörige der beteiligten Disziplinen bei Fragen zur Verfügung.

An den folgenden Tagen können die Teilnehmerinnen eine Fächerkombination belegen: Am Dienstag, den 06. und Mittwoch, den 07. September stehen Mathematik, Informatik und (nur am Mittwoch) Meteorologie zur Wahl. Am Donnerstag, den 08. und Freitag, den 09. September können die Schülerinnen zwischen Physik und Informatik wählen.

Das Mathematische Institut eröffnet das Schnupperstudium mit der Ein-führungsveranstaltung "Gibt es verschiedene Sorten 'unendlich'?", in der das Cantorsche "Diagonalverfahren", inzwischen eine der grundlegenden Methoden der Mathematik, vorgestellt wird, wofür in erster Linie etwas abs-traktes Denkvermögen nötig ist. In verschiedenen Workshops beschäftigen sich die Teilnehmerinnen dann u.a. mit der Winkeldrittelung, einem klassischen Problem der griechischen Geometer, der Frage, ob eine Gleichung lösbar ist oder nicht und dem öffentlichen Vereinbaren geheimer Schlüssel, wobei mit Hilfe des Taschenrechners versucht wird, geheime Nachrichten zu entschlüsseln.

Das Institut für Mikrosystemtechnik bietet nach einer Einführung in das Studium der Mikrosystemtechnik allgemein und einem Vortrag über "Frauen in Männerberufen" verschiedene Workshops an. Die Teilnehmerinnen können ein Taschenmikroskop bauen, mit taktilen Sensoren auf Tuchfühlung mit Mikrosystemen gehen oder dekorative Schichten herstellen. Eine Mensch-Computer-Schnittstelle wird aufgebaut und ausprobiert, wie Com-puter mit Muskel- und Nervensignalen gesteuert werden, die Wirklichkeit wird mit Simulationswerkzeugen nachgebildet, Gummilinsen für Handy und Co werden gebaut und vieles mehr.
Das Meteorologische Institut führt interessierte Schülerinnen in die Meteorologie, die so genannte "Physik der Atmosphäre", ein. "Climate Change und Hochwasserkatastrophen" stehen in der Einführung im Mittelpunkt, eine anschließende Exkursion widmet sich Hochwasserkatastrophen in Freiburg in den letzten 500 Jahren.
Das Physikalische Institut beginnt das Schnupperstudium mit einer Einführungsvorlesung speziell zum Einsteinjahr "E=m² - Urknall im Labor", neben einer Vorlesung mit Demoversuchen über "Die kleinsten Bauteile der Materie" werden verschiedene Workshops angeboten. Es werden z.B. Materie-Antimaterie-Crashs am Computer sichtbar gemacht, Brennstoffzellen gebaut und ihre Funktionsweise unter die Lupe genommen, die Entstehung von Laserstrahlung aus Farbstoffen und Materialerkennung durch Laserstrahlung thematisiert und im Labor mit sichtbarer und unsichtbarer Laserstrahlung experimentiert.

Das Institut für Informatik startet mit einer Einführungsveranstaltung, in der gefragt wird "Informatikerin? - Wieso nicht!". Die Einbindung und Bedeutung von Informatik in der Gesellschaft ist hier genauso Thema wie die angewandte Wissenschaft selbst. Eignungstests für das Informatikstudium werden kritisch unter die Lupe genommen und Roboter mit Lego gebaut, um so das Zusammenspiel von Soft- und Hardware zu untersuchen. Unter dem Titel "Wie Pinguine arbeiten" gibt es eine Einführung in das Betriebs-system LINUX, Computeranimationen sind das Thema einer Vorlesung mit Videodemonstrationen, in einer der Übungen dreht sich alles um die Frage "Wie bewacht man eine Kunstgalerie?".

Programmhefte mit weiteren Informationen und Anmeldeformular wurden an den Gymnasien in Freiburg und im Umland verteilt, interessierte Schülerinnen können sich an die Frauenbeauftragten der Schulen wenden. Auf Anfrage versendet das Büro der Frauenbeauftragten auch gerne weitere Exemplare, solange der Vorrat reicht. Das ausführliche Programm ist zu-dem unter http://www.frauenbuero.uni-freiburg.de/projekte/ zu finden. Aufgrund der begrenzten Teilnahmeplätze empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.


Anmeldeschluss ist Freitag, der 12. August 2005.

Infos unter:
www.frauenbuero.uni-freiburg.de/projekte/schuelerinnentage.php

Kontakt:

Büro der Frauenbeauftragten der Universität Freiburg
Prof. Dr. Ingeborg Villinger
Projektkoordination Schnupperstudium: Bettina Volm, M.A.
Werderring 8
79098 Freiburg
Tel. 0761/203-4299 (Mo-Fr 10-12h)
Fax: 0761/203-4256
E-Mail: frauenbuero@zuv.uni-freiburg.de

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