Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 5. Dezember 2019 

"Tourismus und Terrorismus" - Nur ein Wortspiel? - Öffentlicher Vortrag des Tourismus-Experten Prof. Karl Born

29.07.2005 - (idw) Hochschule Harz, Hochschule für angewandte Wissenschaften (FH)

"Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens." - ganz in diesem Sinne sieht nicht nur Friedrich Hebbel Urlaub als die schönste Zeit des Jahres. Eine Zeit, in der es nicht nur gilt neue Regionen, exotische Kulturen und faszinierende Landschaften zu entdecken, sondern ebenso sich vollends der Entspannung hinzugeben. Doch die Wahl der Reisedestination hängt nicht mehr ausschließlich von der Präferenz eines jeden einzelnen ab. Buchen oder nicht? Vor einer Reise muss sich der Urlauber von heute gründlicher denn je über Gefahren und Risiken informieren.

Gerade in jüngster Zeit gehört dazu auch die tatsächliche oder empfundene Bedrohung durch einen offenbar weltweit möglichen Terrorismus. Mithin zählen zu den Gefahren für Leib und Leben, denen Touristen bisweilen ausgesetzt sind, längst nicht mehr nur ortsübliche Ansteckungskrankheiten oder kriminelle Übergriffe. Politisch sowie religiös motivierte Attentäter setzen vermehrt ihren Fokus auf touristische Idyllen. Der potentielle Urlauber quält sich zunehmend mit den Fragen wie und vor allem wohin er in den gegenwärtigen und zukünftigen Zeiten des Terrors noch reisen kann. Die Zahl derer, die der Reisesicherheit eine sehr große Bedeutung beimessen, hat sich so zum Beispiel seit dem 11. September 2001 verdreifacht.

Doch ziehen Urlauber tatsächlich die ihrer Ansicht nach notwendigen Konsequenzen? Inwieweit ist ein Einbruch der touristischen Nachfrage in vermeintlichen Krisenregionen zu spüren und welche dramatischen wirtschaftlichen Verluste zieht ein terroristisches Attentat, wie jüngst in der ägyptischen Touristenmetropole Sharm el Sheikh, langfristig für die Ziel- und Quellregion mit sich?

Prof. Karl Born, ehemaliges Mitglied des Vorstands der TUI Group, Experte für touristisches Krisenmanagement und seit 2000 auch Lehrbeauftragter an der Hochschule Harz, nimmt im Rahmen einer öffentlichen Vorlesung dieses ebenso brisante wie aktuelle Thema zum Anlass, um am Freitag, den 5. August, aktuelle Entwicklungen, Trends und Konsequenzen des Terrorismus für die Reisebranche aufzuzeigen.

Da der Tourismus im allgemeinen stets als komplexes System zu sehen ist, das von zahlreichen Komponenten beeinflusst wird, betrachtet Born besonders die vielschichtigen Ursachen und Auswirkungen von terroristischer Gewalt. Warum werden immer mehr Tourismusdestinationen zum Ziel von Gewaltattentaten und in welche Mitleidenschaft wird die Tourismuswirtschaft im In- und Ausland dadurch gezogen? Wie viel Aufmerksamkeit schenken die Touristen den jeweiligen erschreckenden Medienberichten - oder ist der Tourismus sogar zum Teil mitverantwortlich für die Attentate?

Diese und zahlreiche weitere Fragen werden im Mittelpunkt der Veranstaltung von Karl Born stehen, zu der Rektor Prof. Willingmann mit Rücksicht auf aktuelle Ereignisse in London und Ägypten auch die interessierte Öffentlichkeit einlädt. Vortag und anschließende Diskussion finden am Freitag, den 5. August 2005, in der Zeit von 16 bis 17 Uhr im Gebäude des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (Haus 4, Raum 4.014) der Hochschule Harz auf dem Campus in Wernigerode statt.

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen." (Matthias Claudius) - hoffen wir, dass sich auch zukünftig der Großteil der Urlaubsberichte auf positive Erlebnisse bezieht und weiterhin den Genuss des Reisens in den Mittelpunkt stellt?
Weitere Informationen: http://www.hs-harz.de
uniprotokolle > Nachrichten > "Tourismus und Terrorismus" - Nur ein Wortspiel? - Öffentlicher Vortrag des Tourismus-Experten Prof. Karl Born
ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/103856/">"Tourismus und Terrorismus" - Nur ein Wortspiel? - Öffentlicher Vortrag des Tourismus-Experten Prof. Karl Born </a>