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Fachtagung zur Kinder- und Jugendhilfe

25.08.2005 - (idw) Fachhochschule Dortmund

"Hinterm Horizont geht's weiter" ist Titel einer großen Fachtagung, die im September an der Fachhochschule stattfindet. Im Focus: Die Zukunft für Kinder und Jugendliche. Auf dem groß angelegten Kongress soll es vom 14. bis 16. September um die Perspektiven der Jugendhilfe in Deutschland gehen. Veranstalter sind die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) in Kooperation mit der Fachhochschule Dortmund und dem Jugendamt der Stadt Dortmund.
An der Fachhochschule ist Prof. Dr. Reinhold Schone vom Fachbereich Soziales maßgeblich an den Planungen, Inhalten und Organisation der Fachtagung beteiligt. Er wird auf dem Kongress, der gleichzeitig IGfH-Jahrestagung ist, darüber hinaus auch eine Arbeitsgruppe zu den Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Jugendhilfe leiten.
Die Veranstaltung, zu der rund 500 Teilnehmer erwartet werden, will den Blick auf die gewaltigen Herausforderungen richten, vor denen die Kinder- und Jugendhilfe in den nächsten Jahren steht. Rechtliche und organisatorische Veränderungen im europäischen Binnenraum, neue Politikkonzepte, die an-gespannte Finanzsituation in Bund, Ländern und Kommunen sowie der demographische und soziale Wandel sind nur einige Stichworte, die die Dimension der anstehenden Veränderungen umreißen. So haben die Sparmaßnah-men der öffentlichen Hand bundesweit zu einem enormen Abbau von Ressourcen in der Jugendhilfe geführt. Viele Formen der Hilfen zur Erziehung sind von einem Verlust an fachlicher Substanz bedroht. Gleichzeitig sind die Anforderungen an die Effektivität der Hilfen deutlich gestiegen.
Im Rahmen der Tagung sollen in erster Linie Möglichkeiten aufgezeigt werden, wie die Kinder- und Jugendhilfe auf diese Herausforderungen in Zukunft reagieren kann. Ziel ist es vor allem, eine Diskussion anzustoßen, um wieder weg vom bloßen Reagieren hin zum Agieren zu kommen.
In parallel laufenden Foren mit Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen wird es um die Veränderung sozialer Strukturen, die organisatorischen und sozialpolitischen Herausforderungen, um Personalprofile und um die Metho-denentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe gehen. In einer Reihe von Workshops werden Einzelthemen erarbeitet, wie beispielsweise Kinder in Gewaltbeziehungen, soziale Frühwarnsysteme, Kooperationsmodelle von Jugendhilfe und Schule oder auch Rechtsberatung für Jungen und Mädchen. Eine Besonderheit sind die sechzehn Praxisexkursionen, bei denen die Tagungsgäste Einblick in interessante Einrichtungen der Region erhalten können: Beispiele sind etwa der Besuch eines Projektes zu tiergestützter Pädagogik, eines Familienzentrums für Migrantenfamilien oder eines Streetworker-Projektes.
Weitere Informationen: http://www.igfh.de/jahrestagung/
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