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TU Dresden stellt als erste sächsische Universität alle Magisterstudiengänge auf Bachelorstudiengänge um

26.08.2005 - (idw) Technische Universität Dresden

Die TU Dresden hat als erste sächsische Universität mit Zustimmung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst zum Wintersemester 2005/06 alle Magisterstudiengänge eingestellt. Der Magisterabschluss war bislang der übliche Abschluss in den Geistes- und Sozialwissenschaften. An Stelle der Magisterstudiengänge treten Bachelorstudiengänge. Bereits zum Wintersemester 2004/05 haben an der Philosophischen Fakultät die Bachelorstudiengänge Medienforschung/Medienpraxis und Soziologie begonnen. Ab Wintersemester 2005/06 folgen nun die Bachelorstudiengänge Evangelische Theologie, Geschichte, Katholische Theologie, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft sowie Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, in dem zwei Philologien (z.B. Germanistik, Anglistik) kombiniert studiert werden.

Hintergrund der Umstellung der Studiengänge sind die Beschlüsse der Regierungschefs der EU-Staaten aus dem Jahr 2000, dass bis 2010 ein einheitlicher europäischer Hochschulraum geschaffen werden soll. Ein wesentlicher Kernpunkt dieses großen Vorhabens ist die Einführung gestufter Studiengänge. In den meisten Bereichen soll an die Stelle der gängigen Studiengänge ein Studium in zwei Phasen treten. Die erste Phase ist das Bachelorstudium, die zweite das Masterstudium. In einer verbindlichen Willenserklärung haben die Bundesländer im Oktober 2003 erklärt, diese Reform in Deutschland bis 2010 umzusetzen.

Die Universitätsleitung der TUD begrüßt die schnelle Umsetzung der Reform in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Dadurch werden die Studienangebote inhaltlich optimiert und die Attraktivität des Studienstandortes Dresden gesteigert. Dass diese neuen Studiengänge auch von den Studierenden bestens angenommen werden, zeigt die große Anzahl von Bewerbungen, die in den zulassungsbeschränkten Studiengängen eingegangen sind.

Der Dekan der Philosophischen Fakultät Prof. Dr. Karl Lenz betont, dass diese Reform für die Studierenden zahlreiche Veränderungen, vor allem aber viele Vorteile zur Folge hat. Nunmehr können sie bereits nach drei Jahren einen berufsqualifizierenden Hochschulabschluss erwerben. Die neuen Studiengänge sind ungleich stärker strukturiert als bisher. Das neue Studium gliedert sich in Module, die jeweils mehrere Lehrveranstaltungen umfassen und in der Regel zwei Semester dauern. Dadurch wird eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass das Studium innerhalb der
vorgegebenen Zeit erfolgreich abgeschlossen werden kann. Bislang dauerte es in diesen Fächern im Schnitt sechs Jahre bis der akademische Titel erworben wurde. Das Sammeln von Leistungsnachweisen fällt ebenso weg wie der große Prüfungsstress nach 11 oder 12 Semestern. Nicht mehr die zahlreichen Prüfungen am Ende entscheiden über den Studienerfolg; in den neuen Bachelorstudiengängen werden die Prüfungen vielmehr verteilt über alle Semester abgelegt. Dies dürfte maßgeblich dazu beitragen, dass mehr Studierende als in der Vergangenheit ihr Studium erfolgreich abschließen. Ergänzt werden sollen die Bachelorstudiengänge durch attraktive Masterstudiengänge, die bereits in Planung sind und in ein bis zwei Jahren an der TU Dresden starten sollen.

Informationen für Journalisten: Prof. Dr. Karl Lenz, Tel. 0351 463-34022, -32892, E-Mail: Karl.Lenz@tu-dresden.de

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