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Pressekonferenz zum Nephrologiekongress in Saarbrücken

29.08.2005 - (idw) Gesellschaft für Nephrologie e.V. (GfN)

Die Kongresspressekonferenz findet am Montag, den 19. September 2005, 11-12 Uhr, Congresshalle Saarbrücken, Konferenzraum II statt. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Medienvertreter,

die Gesellschaft für Nephrologie und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie möchten Sie herzlich zur wissenschaftlichen Pressekonferenz des Nephrologiekongresses in Saarbrücken einladen.

Dem Kongress für Nephrologie 2005 ist es neben dem wissenschaftlichen Austausch ein Anliegen, das sich rasant vermehrende Wissen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochruckkrankheiten in kompakter und aktueller Form im Rahmen von Sitzungen mit Fortbildungscharakter zu vermitteln. Wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Interdisziplinarität der Nephrologie, die Immunologie sowie Früherkennung und Prävention. Die hohe Zahl an freien Beiträgen zum Thema der Transplantation weist auf die große Bedeutung der Nierentransplantation für dieses Fach hin. Der Kongress bietet ein Forum für den Grundlagenforscher, den Klinischen Wissenschaftler und den Nephrologen in Klinik und Praxis.
Die Kongresspressekonferenz findet am Montag, den 19. September 2005, 11-12 Uhr in der Congresshalle Saarbrücken, Konferenzraum II statt.

Die Themen:

· Was ist Nephrologie und welches sind ihre Herausforderungen?
Prof. Dr. Hans Köhler
In der Bevölkerung werden Nierenerkrankungen häufig unterschätzt. Nephrologie ist den meisten Menschen kaum ein Begriff. Dies liegt vor allem daran, dass Nierenerkrankungen meist schleichend ohne relevante Schmerzen verlaufen, damit aber umso gefährlicher sind. Die Zahl der Patienten mit Nierenversagen steigt deutlich an, und zwar um jährlich etwa 5 Prozent. Die Hauptursachen für die terminale Niereninsuffizienz sind Diabetes mellitus (in 30 bis 40 Prozent der Fälle) und Bluthochdruck (15 Prozent). Zur Zeit sind in Deutschland etwa 60.000 Menschen dialysepflichtig, 20.000 Patienten haben ein funktionstüchtiges Nierentransplantat, wobei die Transplantation leider durch die zur Verfügung stehenden Spendernieren begrenzt ist. Dabei stellen die Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz nur die Spitze eines Eisbergs dar. Es ist davon auszugehen, dass eine chronische Nierenerkrankung etwa 50 mal häufiger als die terminale Niereninsuffizienz vorkommt.
Auch die Belastungen für das Gesundheitssystem sind nicht unerheblich - pro Patient müssen jährlich ca. 30.000 Euro aufgebracht werden.
Diese Fakten machen es dringend erforderlich, die Nierenheilkunde stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken und die Bevölkerung für Früherkennung und Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren. Unsere Herausforderung liegt darin, den Aufwärtstrend von Nierenerkrankungen zu bremsen.

· Präventionsmaßnahmen gegen Nierenschädigungen
PD DR. Martin Marx
Diabetiker stellen eine besondere "Hochrisikogruppe" für Niereninsuffizienz dar, weshalb ihre Nierenwerte regelmäßig überprüft werden sollten. Auch die Wechselwirkungen zwischen Bluthochdruck und Nierenerkrankungen sind bedeutsam. Die Senkung des Blutdrucks auf Normalwerte und etwas darunter mit besonders geeigneten Antihypertensiva ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, um das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen.
Grundsätzlich sind die Risikofaktoren für Nierenerkrankungen identisch mit denen für kardiovaskuläre Erkrankungen - Nikotingenuss, Übergewicht und Bluthochdruck - und somit würden sich Präventionsmaßnahmen gerade auch unter dem Aspekt der Gesundheitsökonomie doppelt auszahlen.

· Frühdiagnostik von Nierenerkrankungen
Prof. Dr. Jan Galle/ Dr. Michael Nebel
Meistens werden Nierenerkrankungen erst viel zu spät erkannt, da die Niere ein "leises Organ" ist und sich Verschlechterungen der Organfunktion nicht umgehend durch Schmerzen oder andere auffällige Symptome bemerkbar machen. Das hat fatale Folgen: Stellt der Nephrologe die Nierenerkrankung erst im Stadium der terminalen Niereninsuffizienz fest, ist der Schaden meist nicht mehr zu beheben. Deshalb wird empfohlen, den Urintest (Mikroalbuminurie) zur Bestimmung einer Eiweißausscheidung im Urin als Indikator für Nierenerkrankungen neben der Blutbildanalyse als Standard in den hausärztlichen Jahres-Checkup zu integrieren. Somit können Schädigungen frühzeitig diagnostiziert, therapiert und vielen Patienten die Dialyse erspart werden.
Aber der Mikroalbuminurintest kann noch mehr: Er ist auch ein "Marker" für den allgemeinen Zustand der Gefäße und zeigt somit auch ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko an.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen auf eine umfangreiche Berichterstattung!

Für Ihre frühzeitige Akkreditierung wären wir Ihnen sehr dankbar; bitte teilen Sie uns auf beiliegendem Antwort-Telefax mit, ob wir mit Ihrer geschätzten Teilnahme rechnen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Bettina Albers
Pressestelle GfN

RÜCKANTWORT per Telefax

An
Gesellschaft für Nephrologie, Pressestelle

Telefax: +49 (03643) 8158-999

Betreff: Kongresspressekonferenz am 19. September 2005, 11-12 Uhr
in der Congresshalle Saarbrücken, Konferenzraum II
HIER: Rückantwort bzgl. der Einladung vom 29. August 2005

Absender:
Verlag: ____________________________________________________
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Telefax: ____________________________________________________
Email: ____________________________________________________

ð Gern nehme ich an der Pressekonferenz teil.

ð Leider kann ich nicht an der Pressekonferenz teilnehmen.

ð Bitte senden Sie mir ___ Pressemappen zu.

ð Unsere Kontaktdaten haben sich geändert.

Anmerkungen: _____________________________________________
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