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Die Qualität von Studiengängen und ihrer Prüfer sichern

30.08.2005 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zwei Professoren der Universität Jena in Akkreditierungsgremien berufen Jena (30.08.05) In Deutschland wird landauf, landab geprüft, um eine bestimmte Qualität sicherzustellen. So wie der TÜV die Verkehrstauglichkeit der Autos untersucht, so müssen inzwischen auch die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge vor ihrer Einführung an den Hochschulen das OK einer Akkreditierungsagentur erhalten.

Etabliert für diese Studiengangsprüfungen haben sich inzwischen mehrere Agenturen. Zu Mitgliedern in zwei der wichtigsten Akkreditierungsgremien sind jetzt zwei Professoren der Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen worden.

Prof. Dr. Olaf Werner gehört nun zur Evaluationsagentur Baden-Württemberg. Der Jenaer Jurist ist in deren Gutachtergruppe Rechtswissenschaft berufen worden, die das Fach Rechtswissenschaft an den Fachhochschulen und Universitäten Baden-Württembergs evaluieren soll. Werner kann dabei auf intensive Evaluierungserfahrungen zurückgreifen, hat er doch bereits für den Norddeutschen Verbund die Rechtswissenschaft in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie die Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg geprüft. Damit hat der Jenaer Jurist auch dazu beigetragen, einheitliche Qualitätsmaßstäbe für die juristische Ausbildung und ihre Abschlüsse in Deutschland sicherzustellen. "Ich hoffe", begründet Werner sein zusätzliches Engagement, "dass ich mit dieser Tätigkeit weitere Erfahrungen und Anregungen sammeln kann, die auch der Friedrich-Schiller-Universität zu Gute kommen werden".

Genau dies ist auch für Prof. Dr. Reinhold R. Grimm der Grund gewesen, die angebotene Mitgliedschaft im deutschen Akkreditierungsrat anzunehmen. Der erfahrene Hochschulpolitiker war bereits seit längerem Mitglied der Akkreditierungskommission von ACQUIN, einer der drei bundesweit arbeitenden Akkreditierungsagenturen. "Nur ungern" hat er diese Tätigkeit aufgegeben, um in den kommenden vier Jahren im zentralen Gremium der "Stiftung zur Akkreditierung von Studiengängen in Deutschland" ehrenamtlich mitzuarbeiten. Er ist dort einer von nur vier Vertretern der Hochschulen. Aufgabe des 18-köpfigen Akkreditierungsrates ist es unter anderem, über die Zertifizierung von Akkreditierungsagenturen zu entscheiden und die Arbeit der Agenturen kritisch zu begleiten. "Wir entscheiden sozusagen darüber, wer Prüfer für die Hochschulen werden und die Evaluationen durchführen kann", macht Grimm deutlich. "Dadurch fällt dem Rat eine zentrale Funktion in der Qualitätssicherung der Lehre und in der Entwicklung von neuen Studiengängen an allen deutschen Hochschulen zu", erläutert der Jenaer Romanistik-Professor, der die wichtige politische Funktion des Akkreditierungsrates hervorhebt, dessen Mitglieder von der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz benannt werden.

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