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Einladung zur Pressekonferenz anlässlich des Kongresses für Nephrologie 2005: Nieren-Krankheiten und Bluthochdruck

30.08.2005 - (idw) Universität des Saarlandes

Die Gesellschaft für Nephrologie und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Klinische Nephrologie, beide unter Vorstand bzw. Ländervertretung durch Prof. Dr. Hans Köhler, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums des Saarlandes, möchten Sie herzlich zur wissenschaftlichen Pressekonferenz des Nephrologie-Kongresses 2005 nach Saarbrücken einladen:

Montag, 19. September 2005, 11 bis 12 Uhr
in der Congresshalle Saarbrücken, Konferenzraum II.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und hoffen auf eine umfangreiche Berichterstattung. Für Ihre frühzeitige Akkreditierung wären wir Ihnen sehr dankbar; bitte teilen Sie der Gesellschaft für Nephrologie per Telefax (03643/8158 999) mit, ob wir mit Ihrer Teilnahme rechnen dürfen. ·Was ist Nephrologie und welches sind ihre Herausforderungen?
·Präventionsmaßnahmen gegen Nierenschädigungen
·Frühdiagnostik von Nierenerkrankungen

Dem Kongress für Nephrologie 2005 ist es neben dem wissenschaftlichen Austausch ein Anliegen, das sich rasant vermehrende Wissen auf dem Gebiet der Nieren- und Hochruckkrankheiten in kompakter und aktueller Form im Rahmen von Sitzungen mit Fortbildungscharakter zu vermitteln. Wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Interdisziplinarität der Nephrologie, die Immunologie sowie Früherkennung und Prävention. Die hohe Zahl an freien Beiträgen zum Thema der Transplantation weist auf die große Bedeutung der Nierentransplantation für dieses Fach hin. Der Kongress bietet ein Forum für den Grundlagenforscher, den Klinischen Wissenschaftler und den Nephrologen in Klinik und Praxis.

Die Themen der Pressekonferenz im Überblick:

· Was ist Nephrologie und welches sind ihre Herausforderungen?
Prof. Dr. Hans Köhler,
Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums des Saarlandes
In der Bevölkerung werden Nierenerkrankungen häufig unterschätzt. Nephrologie ist den meisten Menschen kaum ein Begriff. Dies liegt vor allem daran, dass Nierenerkrankungen meist schleichend ohne relevante Schmerzen verlaufen, damit aber umso gefährlicher sind. Die Zahl der Patienten mit Nierenversagen steigt deutlich an, und zwar um jährlich etwa 5 Prozent. Die Hauptursachen für die terminale Niereninsuffizienz sind Diabetes mellitus (in 30 bis 40 Prozent der Fälle) und Bluthochdruck (15 Prozent). Zur Zeit sind in Deutschland etwa 60.000 Menschen dialysepflichtig, 20.000 Patienten haben ein funktionstüchtiges Nierentransplantat, wobei die Transplantation leider durch die zur Verfügung stehenden Spendernieren begrenzt ist. Dabei stellen die Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz nur die Spitze eines Eisbergs dar. Es ist davon auszugehen, dass eine chronische Nierenerkrankung etwa 50 mal häufiger als die terminale Niereninsuffizienz vorkommt. Auch die Belastungen für das Gesundheitssystem sind nicht unerheblich - pro Patient müssen jährlich ca. 30.000 Euro aufgebracht werden. Diese Fakten machen es dringend erforderlich, die Nierenheilkunde stärker in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit zu rücken und die Bevölkerung für Früherkennung und Präventionsmaßnahmen zu sensibilisieren. Unsere Herausforderung liegt darin, den Aufwärtstrend von Nierenerkrankungen zu bremsen.

· Präventionsmaßnahmen gegen Nierenschädigungen
PD DR. Martin Marx,
SHG-Kliniken Völklingen

Diabetiker stellen eine besondere "Hochrisikogruppe" für Niereninsuffizienz dar, weshalb ihre Nierenwerte regelmäßig überprüft werden sollten. Auch die Wechselwirkungen zwischen Bluthochdruck und Nierenerkrankungen sind bedeutsam. Die Senkung des Blutdrucks auf Normalwerte und etwas darunter mit besonders geeigneten Antihypertensiva ist eine wichtige Präventionsmaßnahme, um das Fortschreiten einer Niereninsuffizienz aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen.
Grundsätzlich sind die Risikofaktoren für Nierenerkrankungen identisch mit denen für kardiovaskuläre Erkrankungen - Nikotingenuss, Übergewicht und Bluthochdruck - und somit würden sich Präventionsmaßnahmen gerade auch unter dem Aspekt der Gesundheitsökonomie doppelt auszahlen.

· Frühdiagnostik von Nierenerkrankungen
Prof. Dr. Jan Galle,
Klinikum der Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Dr. Michael Nebel,
KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e.V.,
KfH Nierenzentrum Köln-Merheim

Meistens werden Nierenerkrankungen erst viel zu spät erkannt, da die Niere ein "leises Organ" ist und sich Verschlechterungen der Organfunktion nicht umgehend durch Schmerzen oder andere auffällige Symptome bemerkbar machen. Das hat fatale Folgen: Stellt der Nephrologe die Nierenerkrankung erst im Stadium der terminalen Niereninsuffizienz fest, ist der Schaden meist nicht mehr zu beheben. Deshalb wird empfohlen, den Urintest (Mikroalbuminurie) zur Bestimmung einer Eiweißausscheidung im Urin als Indikator für Nierenerkrankungen neben der Blutbildanalyse als Standard in den hausärztlichen Jahres-Checkup zu integrieren. Somit können Schädigungen frühzeitig diagnostiziert, therapiert und vielen Patienten die Dialyse erspart werden. Aber der Mikroalbuminurintest kann noch mehr: Er ist auch ein "Marker" für den allgemeinen Zustand der Gefäße und zeigt somit auch ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko an.

Weitere Informationen: http://www.porstmann-kongresse.de/gfn/
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