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Es gibt sie noch, die Stadt

30.08.2005 - (idw) Technische Universität Berlin

Konferenz Time Space Places beginnt am 8. September an der TU Berlin Die Stadt gehört zu den menschlichen Erfindungen, die in der Literatur besonders häufig für überholt erklärt werden. Zunächst schienen die Städte innerhalb nur eines halben Jahrhunderts ihre zuvor über Jahrtausende beibehaltene räumliche Kompaktheit vollständig zu verlieren und sich in Siedlungen mit immer weiter abnehmenden Bebauungsdichten aufzulösen. Gegen Ende des 20.Jahrhunderts veranlassten die technischen Revolutionen im Bereich der Mikroelektronik und Kommunikationstechnik einige Kommentatoren dazu, das Schicksal der Stadt als Organisationsform menschlichen Zusammenlebens für endgültig besiegelt zu halten. Spekulationen über eine weitgehende Virtualisierung städtischer Funktionen kamen auf: Cyberspace statt Stadt.

Die Flexibilisierung von Zeitstrukturen scheint nun der Fragmentierung der Stadtregionen eine zeitliche Dimension hinzuzufügen. Die Stadt als Phänomen räumlicher und zeitlicher Kompaktheit - ein Auslaufmodell? Das so gezeichnete Bild der Auflösung der Stadt ist nicht Realität geworden. Allerdings ist dieses Bild auch nicht vollständig irreführend. Tatsächlich beobachten wir die Simultanität von Dispersion und Konzentration. Räumliche und zeitliche Dichte befinden sich nicht im Prozess ihrer Auflösung, sondern erfahren eine Neudefinition. Die Bedeutung von Dichte, Zentralität, Kohäsion und Kontext verändert sich.

Den Spuren dieser Umdeutung will die internationale Konferenz TIME SPACE PLACES, ausgerichtet vom Institut für Stadt- und Regionalplanung der Technischen Universität Berlin, nachgehen. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen:

Beginn: am Donnerstag, dem 8. September 2005, um 9.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Straße des 17. Juni 152, 10623 Berlin, Architekturgebäude

Über das vollständige Konferenzprogramm können Sie sich auf der WWW-Seite >www.time-space-places.tu-berlin.de> informieren.

Die Konferenz untersucht zentrale Aspekte der zukünftigen Entwicklung der Stadtregionen: den Wandel der Zeitstrukturen, neue Dichtegefüge von Kernstadt und Peripherie, die Produktion von Ort und Identität und mögliche spezifische Vorteile der Kernstadt im Kontext sich verändernder sozialer Gefüge. Anerkannte Experten aus verschiedenen Ländern werden diese Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln analysieren und diskutieren.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Benjamin Herkommer, Tel.: 030/314-28086, E-Mail: herkommer@isr.tu-berlin.de und Grit Podstata, Tel.: 030/314-28141, E-Mail: podstata@isr.tu-berlin.de, TU Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung
Weitere Informationen: http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2005/pi194.htm http://www.time-space-places.tu-berlin.de
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