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Studenten aus Fernost zum Sommerkurs an der Magdeburger Universität

30.08.2005 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Zum fünften Mal sind Studierende der Partneruniversität Niigata, Japan, zum Sommerkurs "Wissenschaft, Technik und Kultur in Deutschland" (Science, Technology and Culture in Germany) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu Gast. Das Akademische Auslandsamt hat in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Lutz Wisweh von der Fakultät für Maschinenbau diesen zweiwöchigen Kurs (vom 29. August bis 10. September 2005) vorbereitet und bietet ein interessantes Programm.

Ein besonderes Anliegen des Sommerkurses sei, so Heidrun Willms vom Akademischen Auslandsamt, den japanischen Kursteilnehmern einen anderen Kulturkreis näher zu bringen. Dies geschehe in erster Linie durch das Erlernen der deutschen Sprache als Mittlerin von Kultur und zwischenmenschlichen Beziehungen, aber auch über die Vermittlung von Fachwissen während der verschiedenen Exkursionen. Diese führen die zehn Studenten, die überwiegend in den Ingenieurwissenschaften studieren, in Unternehmen der Region wie beispielsweise nach Schönebeck zur Lapua GmbH, die Jagd- und Sportmunition herstellt. Das mittelständische Unternehmen sowie die Universitäten Magdeburg und Niigata arbeiten und forschen gemeinsam auf dem Gebiet der Anwendung neuer Messverfahren. Geplant ist ebenfalls die Besichtigung des Müllheizkraftwerkes Rothensee, das Anfang Juni 2005 seinen Betrieb teilweise aufnahm und eine jährliche Verbrennungskapazität von rund 300.000 Tonnen haben wird. Auch der Besuch des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg, mit dem die Binnenschifffahrt eine direkte, vom Wasserstand der Elbe unabhängige, Verbindung zwischen dem Mittellandkanal und dem Elbe-Havel-Kanal erhielt, ist vorgesehen. Angeboten wird außerdem eine Fahrt in die Autostadt Wolfsburg. Natürlich besuchen die Gäste aus Japan zunächst einmal aber die Fakultäten für Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik sowie Verfahrens- und Systemtechnik, um so einen Einblick in das studentische und wissenschaftliche Leben an der Universität der Landeshauptstadt zu erhalten.

Zudem erwartet die Sommerkursteilnehmer ein reichhaltiges Kulturprogramm. Auf dem Plan stehen eine Stadtführung zu den Magdeburger Sehenswürdigkeiten und Baudenkmälern als Zeugnisse der 1200-jährigen Stadtgeschichte, ein Besuch im Elbauenpark und im Jahrtausendturm, ein Musicalbesuch auf der Seebühne des Parks sowie eine Exkursion in die Hauptstadt Berlin.

Die Magdeburger Universität knüpfte 1983 die ersten Kontakte zur Universität Niigata und 1984 kam es bereits zu ersten Vertragsabschlüssen zwischen den Fakultäten Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. In den Folgejahren intensivierten sich die Beziehungen zur Universität in der typischen Stadt des Maschinenbaus, die eine halbe Millionen Einwohner zählt und 300 km westlich von Tokio am Japanischen Meer liegt. Ein Universitätsvertrag wurde 1996 unterzeichnet und damit der Studentenaustausch forciert und die Sommerschule regelmäßig im Wechsel an den beiden Universitäten angeboten. Wissenschaftleraustausche, gemeinsame Forschungsarbeiten und Lehrprojekte sind die Schwerpunkte der über 20-jährigen Zusammenarbeit.

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