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Stiftungsrat und Senat der Universität Lüneburg sprechen sich für Gründung von drei Fakultäten aus

30.08.2005 - (idw) Universität Lüneburg

Die neue Universität Lüneburg, entstanden aus der Fusion von Universität Lüneburg und Fachhochschule Nordostniedersachsen, soll sich künftig in drei Fakultäten gliedern:
Fakultät I - Bildung und Kultur
Fakultät II - Wirtschaft und Gesellschaft
Fakultät III - Umwelt und Technik
Das ist das Ergebnis der Sitzungen des Senats und des Stiftungsrates der Universität, die damit einem Vorschlag des Präsidiums gefolgt sind. Die seit dem 1. Januar 2005 aus einer Fusion der Universität Lüneburg und der Fachhochschule Nordostniedersachsen hervorgegangene neue Universität Lüneburg setzt sich derzeit noch aus zehn Fachbereichen zusammen, denen die rd. 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit ihren unterschiedlichen Disziplinen zugeordnet sind. Eine wichtige Aufgabe des Fusionsprozesses besteht darin, eine neue Binnengliederung für die Universität vorzunehmen, die u.a. die vorhandenen Doppelstrukturen abschafft und gleichzeitig durch eine Neuordnung der wissenschaftlichen Disziplinen das innovative Potenzial nutzt, das mit der Vereinigung der beiden Hochschulen entstanden ist.
Im Laufe dieses Jahres war das Thema an der Universität Lüneburg ausführlich und auch kontrovers diskutiert worden. Der Stiftungsrat hatte sich im Januar und im Juni des Themas angenommen, das Präsidium im Sommer eine mehrtägige Anhörung durchgeführt.

Der Stiftungsrat der Universität Lüneburg hat sich am 30. August 2005 auf einer außerordentlichen Sitzung erneut mit der Frage der Neugliederung beschäftigt und einstimmig dafür votiert, dass es an der Universität künftig drei etwa gleich große Fakultäten geben soll, in denen Forschung, Lehre und Transfer organisiert werden:
Fakultät I - Bildung und Kultur
Fakultät II - Wirtschaft und Gesellschaft
Fakultät III - Umwelt und Technik
Die Fakultäten sollen ihrerseits weiter untergliedert werden und zwar universitätsweit in sog. Departments oder Abteilungen. Die künftige Gliederung soll auch berücksichtigen, dass Einheiten, die bisher schon das Profil der Hochschule wesentlich geprägt haben, weiterhin sichtbar bleiben und neue hinzutreten können.

Tags zuvor hatte sich der Senat der Universität Lüneburg einhellig ebenfalls für dieses Modell ausgesprochen.

Die Gremien folgten mit ihren Entscheidungen den Vorschlägen des Präsidiums, das einen umfassenden Bericht vorgelegt hatte, der den Diskussionsprozess abbildet, auswertet und Entscheidungskriterien benennt. Ausgangspunkt für die Überlegungen zu einer Neugliederung war die Entwicklung sogenannter "cluster", also Gruppen von Wissenschaftsdisziplinen, die in einem sinnvollen Bezug zueinander stehen und inhaltliche Schwerpunkte der universitären Arbeit darstellen. Die künftige Gliederung - so ein wichtiges Entscheidungskriterium - sollte außerdem dazu geeignet sein, ein klares Profil der Universität nach außen zu vermitteln. Schließlich waren mit Blick auf die weitere Entwicklung auch ökonomische Fragen zu berücksichtigen: so muss etwa eine finanzielle Grundausstattung der neuen Fakultäten sicher gestellt werden können.

Zufrieden zeigten sich angesichts des breiten Konsenses zwischen Stiftungsrat, Senat und Präsidium Prof. Dr. Christa Cremer-Renz, Präsidentin der Universität Lüneburg, und Prof. Dr. Hartwig Donner, Präsident der Universität Lüneburg: "Diese Grundsatzentscheidung gibt dem Präsidium die Möglichkeit, den Fusionsprozess auf einem zentralen Feld voran zu bringen. Wir haben den Auftrag erhalten, zeitnah arbeitsfähige Fakultäten mit ihren Gremien und Untergliederungen entstehen zu lassen. In der Umsetzung der Entscheidung wird es zwar noch eine Fülle von Detailfragen zu klären geben, aber wir sind zuversichtlich, dass der Neuaufbau der Universität jetzt zügig weiter gehen wird." Auch Jens Petersen, der zusammen mit Dr. Norbert Bensel dem 13-köpfigen Stiftungsrat vorsitzt, freute sich über den jetzt erreichten Fortschritt: "Senat und Stiftungsrat haben mit ihren Beschlüssen die Weichen für die künftige Ausrichtung der Universität Lüneburg gestellt. Das 3-Fakultäten-Modell bietet einerseits die Möglichkeit, neue und interessante Kooperationen zwischen den Wissenschaftsdisziplinen der Hochschule zu realisieren, andererseits zeigt es ein klares Profil und wird so dazu beitragen, das Bild der neuen Universität Lüneburg in der Öffentlichkeit zu schärfen."


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