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Methoden und Technologien zur Selbststeuerung logistischer Prozesse

19.09.2005 - (idw) Universität Bremen

Erstes Industriekolloquium am 29. September 2005 in Bremen Am 29. September 2005 findet unter dem Motto "Methoden und Technologien zur Selbststeuerung logistischer Prozesse" das erste Industriekolloquium an der Universität Bremen statt. In der Gemeinschaftsveranstaltung der Regionalgruppe Weser-Ems der Bundesvereinigung Logistik (BVL) und des Sonderforschungsbereiches 637 "Selbststeuerung logistischer Prozesse - ein Paradigmenwechsel und seine Grenzen" werden in Fachsequenzen und einer Podiumsdiskussion praxisrelevante Fragen zur technischen Realisierung und zum wirtschaftlichen Nutzen der logistischen Selbststeuerung behandelt.

Vor dem Hintergrund dynamischer Märkte und immer komplexerer logistischer Netzwerke stoßen heute Planungs- und Steuerungssysteme der Logistik immer häufiger an ihre Grenzen. Eine Lösung bietet die Selbststeuerung logistischer Prozesse, bei der das einzelne Transportgut mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechnologien wie beispielsweise der Radiofrequenz-Identifikation (RFID), Sensornetzwerke oder drahtloser Kommunikation eine gewisse Intelligenz erhält und damit in der Lage ist, seinen Weg durch ein logistisches Netzwerk dezentral und autonom selbst zu steuern.

Die Erforschung dieser Selbststeuerung und ihre Anwendung auf logistische Prozesse erfordert eine ganzheitliche Perspektive. Forschungsgegenstand des Bremer Sonderforschungsbereichs 637 ist deshalb sowohl der selbststeuernde physische Fluss von Waren und Gütern und deren informationstechnische Realisierung als auch das Management selbststeuernder logistischer Prozesse. Dem entsprechend wird das Industriekolloquium neben der Betrachtung von Materialflussprozessen auch auf betriebswirtschaftliche Aspekte, Fragen des dezentralen Wissensmanagements und auf unterstützende Technologien eingehen.

Container und Pakte "intelligent machen"

"In naher Zukunft werden wir Technologien haben, mit denen Container und sogar einzelne Pakete "intelligent" gemacht werden können. Diese Intelligenz können die Transportgüter dann nutzen, um selbständig den Weg zu ihrem Ziel zu planen und zu steuern", erklärt Professor Otthein Herzog, Sprecher des SFB 637. Und sein Stellvertreter Professor Bernd Scholz-Reiter ergänzt: "Für die Produktionslogistik wäre es sogar denkbar, dass die Rohmaterialien wissen, dass aus ihnen bestimmte Produkte hergestellt werden, und sie sich den entsprechenden Maschinen und Arbeitsgängen selbst zuordnen."

Auf dem Industriekolloquium können sich die Manager und Entscheider aus der logistischen und industriellen Praxis über aktuelle Forschungstrends informieren und sich über Möglichkeiten der konkreten Anwendung der vorgestellten Konzepte und Methoden mit Experten aus Industrie und Wissenschaft austauschen.
Die Bundesvereinigung Logistik ist eine neutrale Plattform für Manager der Logistik mit rund 6.900 Mitgliedern aus den Führungsebenen von Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft. Sie gibt Anregungen und Impulse für branchenübergreifende und zukunftsweisende logistische Konzepte zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen im In- und Ausland.

Für weitere Informationen und Rückfragen:
Bundesvereinigung Logistik (BVL) e.V.
Ulrike Dautzenberg
Tel.: 0421 - 173 84 21
E-Mail: dautzenberg@bvl.de

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