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Kontinenzförderung in der Pflege

20.09.2005 - (idw) Fachhochschule Osnabrück

Das DNQP veranstaltet am 12. Oktober die 5. Konsensus-Konferenz in Osnabrück Das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) an der Fachhochschule Osnabrück führt in Kooperation mit dem Deutschen Pflegerat (DPR) bereits die fünfte Konsensus-Konferenz in Osnabrück durch. Thema der diesjährigen Konferenz ist Kontinenzförderung.

Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes und besonders pflegerelevantes Phänomen. Die Folgen von Harninkontinenz sind häufig sozialer Rückzug, sinkende Lebensqualität und steigender Pflegebedarf der Betroffenen. Positive Wirkung zeigt dabei frühzeitige Identifikation von gefährdeten und betroffenen Patienten und Bewohnern. Durch eine gemeinsame Vereinbarung von spezifischen Maßnahmen zur Förderung der Kontinenz kann das Problem oft erheblich positiv beeinflusst werden.

Die Entwicklung des nationalen Expertenstandards zur Kontinenzförderung zielt daher darauf ab, das höchstmögliche Maß an Kontinenz mit der größtmöglichen Selbstständigkeit zu erlangen. Um den pflegerischen Beitrag an einer angemessenen Betreuung von inkontinenzgefährdeten Personen zu verbessern, ist aus Sicht des DNQP ein gezieltes professionelles Vorgehen unter Einbeziehung der Patienten- und Bewohnerperspektive von entscheidender Bedeutung.

Die Konsensus-Konferenz am 12. Oktober ist mit 600 angemeldeten Teilnehmern beinahe ausgebucht. Die Mehrzahl bilden Pflegekräfte aus allen Bereichen der Gesundheitsversorgung. Aber auch Ärzte, Vertreter von Spitzenorganisationen und Verbänden des Gesundheitswesens sowie Verbraucherschützer nehmen an der Konferenz teil. Mit Hilfe des Expertenstandards soll gemeinsam Klarheit über den spezifischen Beitrag und die Verantwortung der Pflege bei der Kontinenzförderung geschaffen werden.

Die Konferenz ist Teil eines vom Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung geförderten Projektes des DNQP zur Entwicklung, Konsentierung und Implementierung von fünf Expertenstandards in der Pflege. Dabei handelt es sich um die Themenbereiche "Dekubitusprophylaxe", "Entlassungsmanagement", "Schmerzmanagement", "Sturzprophylaxe" und "Kontinenzförderung". Die ersten vier Expertenstandards sind bereits im Rahmen von Modellprojekten erfolgreich in die Praxis umgesetzt worden, für den Expertenstandard "Kontinenzförderung" beginnt die modellhafte Implementierung im Januar 2006.
Seit der 1. Konsensus-Konferenz im Jahr 2000 haben sich die Expertenstandards als ein wichtiges Instrument zur Qualitätsentwicklung in der Pflege zunehmend bewährt und in der Praxis etabliert. Dort sind sie unverzichtbar zur fachlichen Orientierung in wichtigen pflegerischen Handlungsbereichen. Dafür spricht allein die hohe Zahl von mehr als 40.000 beim DNQP angeforderten Expertenstandardveröffentlichungen, aber auch ihre zunehmende Berücksichtigung im Bereich der Qualitätsüberprüfung und -bewertung. Die Entwicklung weiterer Expertenstandards ist in Vorbereitung.

Weitere Informationen zum DNQP erhalten Sie unter Tel.: 0541/969-2004, E-Mail: j.schemann@fh-osnabrueck.de oder http://www.dnqp.de.

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