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KDA setzt sich für eine bessere Esskultur in Einrichtungen der Altenhilfe ein

20.09.2005 - (idw) Kuratorium Deutsche Altershilfe - Wilhelmine Lübke Stiftung e. V.

KDA setzt sich für eine bessere Esskultur in Einrichtungen der Altenhilfe ein

Köln (KDA) - 20. September 2005 - "Insbesondere Menschen mit Demenz, die eine eingeschränkte Alltagskompetenz und keine Angehörigen haben, können unter einer mangelnden, nicht auf sie zugeschnittenen Esskultur in den Einrichtungen der Altenpflege leiden", kritisiert Dr. Willi Rückert vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in der zum morgigen Welt-Alzheimer-Tag erscheinenden Ausgabe 3/2005 von PRO ALTER, dem Fachmagazin des KDA. Leider belege die Praxis der Mahlzeiteneinnahme in den Einrichtungen der Altenhilfe, dass das hohe Potenzial des Essens für Zufriedenheit und Wohlbefinden nicht ausgeschöpft bzw. dass diesem Aspekt nur wenig Beachtung geschenkt werde, ergänzt die Diplom-Haushaltsökonomin Beate Radzey in ihrem Beitrag zu dem umfassenden PRO ALTER - Titelthema "Essen und Trinken bei Demenz". "In der Tat gestaltet sich das Essen häufig als bloße Nahrungszufuhr und entbehrt der besonderen Qualität eines sinnlichen Erlebnishöhepunkts im Tagesverlauf", so Radzey weiter, die über das "Dementia-Care-Mapping" (DCM) einen tiefen Einblick u.a. in die Essenssituationen in Heimen gewonnen hat. Bei dem DCM-Verfahren handelt es sich um ein Beobachtungsverfahren, das speziell für Menschen mit Demenz entwickelt wurde, um deren Sichtweise der Betreuungssituation wie auch ihr Wohlbefinden einzuschätzen.
Vor allem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Altenpflege falle eine Schlüsselrolle zu, um diese oft unbefriedigende Situation in den Heimen zu verändern, ist weiterhin in PRO ALTER zu lesen. 19 Heime in Baden-Württemberg, die sich in einem Praxisverbund zusammengeschlossen haben, haben zum Beispiel damit begonnen, die Esskultur in ihren Einrichtungen zu verbessern. Dazu hat jede Einrichtung ein so genanntes "Tandem-Team" eingesetzt, das jeweils aus einer ehrenamtlich arbeitenden Person und einer Pflegekraft besteht und das sich beispielsweise besondere Gestaltungsmöglichkeiten rund ums Essen und Trinken überlegt, die das Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner steigern. Dies können zum Beispiel spezielle Koch- oder Backveranstaltungen in den Wohnbereichen oder aufwändiger gestaltete Abendessen wie ein "Candle-Light-Dinner" sein. Das Titelthema zeigt daneben noch eine Fülle weiterer Tipps und Möglichkeiten auf, wie sich das (Küchen-)Personal einbringen kann.
Die aktuelle PRO ALTER- Ausgabe greift zudem in ihrem Titelthema das Problemfeld der künstlichen Ernährung bei einer Demenz im Spätstadium auf. "Nur weil Außenstehende dieses Leben nicht als lebenswert oder würdevoll empfinden, ist es ethisch nicht vertretbar diesen Menschen das Lebensrecht abzusprechen und deshalb auf die Einleitung einer künstlichen Ernährung über eine Ernährungssonde (PEG) zu verzichten", betont Christian Kolb in PRO ALTER. Der Krankenpfleger, der sich intensiv mit dem Thema "Nahrungsverweigerung bei Demenzkranken" beschäftigt, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, wie wichtig es ist, den Willen bzw. mutmaßlichen Willen der Betroffenen sorgsam zu ergründen. Außerdem diskutiert er ausführlich die unterschiedlichen Aspekte der künstlichen Ernährung im Spannungsfeld zwischen einer sinnvollen Lebensverlängerung und einer Störung des natürlichen Sterbeprozesses.
Komplettiert wird das Titelthema "Essen und Trinken bei Demenz" durch Beiträge, die Fakten und Hintergründe zum Thema "Schluckstörungen bei Demenz" und "Mangelernährung bei alten Menschen" liefern.

Weitere Themen dieser Ausgabe sind:
* Brisanz: Tötungsdelikte in der Pflege
* Vergleich: Hausgemeinschaft oder Wohngruppe?
* Rückschau: Ein Jahr Landesinitiative Demenz-Service NRW

Ansprechpartner/in:
Kuratorium Deutsche Altershilfe
Harald Raabe und Ines Jonas
Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
An der Pauluskirche 3
50677 Köln

Fon: 02 21/93 18 47 -0
Fax: 02 21/93 18 47 -6
E-Mail: publicrelations@kda.de


PRO ALTER ist zu beziehen beim Kuratorium Deutsche Altershilfe, An der Pauluskirche 3, 50679 Köln, Fax 0221/ 93 18 47-6, E-Mail: versand@kda.de. Das Einzelheft kostet 4,80 Euro (zuzüglich Versankosten), das Jahresabonnement 16 Euro (einschließlich Versandkosten).

Kuratorium Deutsche Altershilfe, An der Pauluskirche 3, 50677 Köln, Telefon 0221/93 18 47-0,
Fax 0221/93 18 47-6, E-Mail: publicrelations@kda.de, Homepage http://www.kda.de
Weitere Informationen: http://www.kda.de
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