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Biomaterialien und Implantate helfen beim Hören

21.09.2005 - (idw) Universität Rostock

Experten erkunden regenerative Verfahren in der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde

Vom 23. bis zum 24. September 2005 findet im Technologiezentrum Warnemünde die Tagung "Biomaterialien in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde" statt. Die interdisziplinäre Veranstaltung beschäftigt sich mit der Herstellung neuer Werkstoffe, die insbesondere in der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde zum Einsatz kommen, etwa bei Cochlea-Implantaten, die es Menschen mit wenig oder keinem Gehör ermöglichen, wieder zu hören. Die am Universitätsklinikum Rostock vorangetriebene Erforschung derartiger Materialien erfolgt im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Regenerative Medizin. Zu der Tagung kommen die wichtigsten bundesdeutschen Spezialisten in Sachen biomedizinischer Technik nach Rostock, um Fragen der Erforschung neuer Materialien, aber auch deren Anwendung in der Klinik zu diskutieren. Veranstaltung wird der Erfahrungsaustausch von der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Gesichts- und Halschirurgie "Otto Körner" am Universitätsklinikum Rostock und dem Institut für Biomedizinische Technik. "Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist gegenwärtig durch sehr interessante Entwicklungen gekennzeichnet", sagt Professor Hans-Wilhelm Pau, Direktor der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Rostock. In den vergangenen Jahren seien neue, leistungsfähige Implantate entwickelt worden, die auf der Verwendung neuartiger Biomaterialien basieren. "Bei deren Einsatz geht es nicht nur darum, zerstörtes Gewebe zu ersetzen oder Funktionen wieder herzustellen", so Professor Pau weiter. "Es geht auch darum, ausgefallene Sinneszellen oder Nervenstrukturen zu kompensieren, und zwar durch eine elektrische Stimulation, die durch Biomaterialien erst ermöglicht wird." Bestes Beispiel sei dafür der bereits etablierte Einsatz von Cochlea-Implantaten, die es gehörlosen Menschen ermöglicht, zu hören. Gegenwärtig wird in Rostock ein neuartiges Implantat entwickelt.

"Die Erforschung von Biomaterialien und ihre Entwicklung erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Medizinern", ergänzt Professor Dr. Klaus-Peter Schmitz, Leiter des Instituts für Biomedizinische Technik. Schmitz betont, dass es der Tagung sowohl um die Erforschung von Biomaterialien, um die Regeneration von körpereigenem Gewebe als "Tissue engineering", als auch um die klinische Anwendung der Erkenntnisse gehe. Schließlich müsse beim Einsatz von Biomaterialien neben technischen Anforderungen auch die Verträglichkeit dieser Stoffe erforscht werden, schließlich werden sie in funktionierende Organismen eingebracht und müssen biologischen Wechselwirkungsmechanismen gerecht werden.

Zu der Tagung im Warnemünder Technologiezentrum kommen die renommiertesten bundesdeutschen Spezialisten für Biomaterialien in der Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde nach Rostock. Erwartet werden etwa 100 Teilnehmer. Die Eröffnung findet am 23. September 2005 um 9.00 Uhr statt.

23. bis 24. September 2005, Technologiepark Warnemünde, Bildungs- und Konferenzzentrum, Friedrich-Barnewitz-Straße 5, 18119 Rostock

Ansprechpartner

Für den Inhalt
Professor Dr. Hans-Wilhelm Pau
Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,
Kopf- und Halschirurgie "Otto Körner"
Doberaner Straße 137-139
18057 Rostock
Tel. 0381/4948301

Professor Dr. Klaus-Peter Schmitz
Institut für Biomedizinische Technik

Universität Rostock
Ernst-Heydemann-Straße 6
18057 Rostock
Tel. 0381/4947600

Für die Fakultät
Professor Dr. Gabriele Nöldge-Schomburg
Dekanin
Medizinische Fakultät
Universität Rostock
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945001

Für das Klinikum
Prof. Dr. med. Peter Schuff-Werner
Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Rostock
Rembrandtstraße 16/17
18057 Rostock
Tel. 0381/4945011
Weitere Informationen: http://Internet: www.uni-rostock.de/bmhno2005/
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