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"Markttest für Lehrangebote der Hochschulen"

22.09.2005 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

BDI-Präsident Jürgen R. Thumann würdigt Rolle der Universität Witten/Herdecke im deutschen Hochschulsystem: "Sie verdienen die Unterstützung der Wirtschaft." Jürgen Thumann, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), fordert von den Universitäten mehr Bereitschaft, sich als Dienstleister zu verstehen: "Man kann auch dienen durch Wissen", sagte der BDI-Präsident gestern abend (21.9.05) anlässlich der "Hohensteiner Tafelrunde", zu der ihn die Wittener Universitätsgesellschaft eingeladen hatte. Thumann sieht in dieser neuen Haltung einen Weg, die Innovationskraft Deutschlands zu stärken: "Wir brauchen einen intelligenten Mix aus Dienstleistung und Produkt."

Der Universität Witten/Herdecke bescheinigte Thumann, "Pionier eines freiheitlichen Hochschulmodells in Deutschland" zu sein: "Sie verdienen die Unterstützung der Wirtschaft."

Laut Thumann müssen sich die Lehrangebote aller Hochschulen "dem Markttest stellen". Auch in dieser Disziplin schneide die Universität Witten/Herdecke gut ab. Werde ihr doch, so der BDI-Präsident, eine sehr gute Verzahnung zwischen Theorie und Praxis bescheinigt: "Ihre Studenten entwickeln eine echte unternehmerische Haltung. Prozentual bringt die Uni Witten/Herdecke die meisten Gründer hervor. Darauf können Sie stolz sein."

Der BDI-Präsident forderte die Einführung flächendeckender Studiengebühren in Deutschland. Die Beiträge dürften allerdings nicht zu einer Verringerung der staatlichen Zuschüsse führen. Das zusätzliche Geld müsse den Hochschulen in voller Höhe zugute kommen. Ebenso müsse sichergestellt werden, dass "kein begabter Mensch auf sein Studium verzichten muss, nur weil er es sich finanziell nicht leisten kann." Thumann geht davon aus, dass auch in Zukunft der "Löwenanteil der Hochschulkosten aus öffentlichen Mitteln bestritten werden wird.": "500 Euro pro Semester reichen nicht für einen funktionierenden Bildungsmarkt."

Aber auch die Wirtschaft müsse sich stärker engagieren: "Die Unternehmen müssen neue Strategien der Nachwuchsförderung entwickeln." Thumann kündigte eine verstärkte Beteiligung der Unternehmen an den Ausbildungskosten an: "Ein Ansatz, den wir rasch ausbauen müssten."

Kontakt: Dr. Olaf Kaltenborn, Tel.: 02302/926-848, Mail: olafk@uni-wh.de
Weitere Informationen: http://www.uni-wh.de
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